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Hank von Hell – Egomania ::: Review (2018)

Hank von Hell – Egomania (CD/LP – Century Media Records – 2018)

Ex-Turbonegro Hank von Helvete is back in denim! Zumindest trägt er wieder Jeans und malt sich seine Hank Eyes wieder auf. Seit seinem Ausstieg bei Turbonegro ist er oft gescheitert. Zwar gelang ihm in einem Duett mit Maria Solheim erstmal drei Wochen lang der Platz 1 der Charts, doch das war es erstmal. Doctor Midnight & The Merc cult war eine All-Star Industrial Band mit ehemaligen Mitgliedern von Marylin Manson, Celtic Frost, Satyricon und KMFDM, gefiel mir ganz gut, leider stand ich mit meiner Meinung ziemlich alleine da. Er trat öfter im TV mit Coverversionen zu Alice Cooper oder Nirvana auf. Dann versuchte er sich eine Weile als Johnny-Cash-Tribute-Act.

Passend zu den Welt-Turbojugend-Tagen in Hamburg veröffentlichte er überraschenderweise den ersten Song seines Soloalbums. Dazu gleich mehr!

Hank van Helvete

Das Album eröffnet mit dem Titeltrack Egomania. Das Intro des Stücks hat den Flair von Gimme Shelter der Rolling Stones. Weibliche Wohoohoos stützen den Refrain. Neben einem catchy Gitarrenriff hat das Stück leider wenig zu bieten. Die dritte Auskopplung des Albums ist Pretty Decent Exposure. Ist die Stimme am Anfang Britney Spears? Und dann kommt eine Sirene. Hier gibt es auch nur mittelprächtige Metalriffs.

Blood hat mir als es rauskam schon gar nicht gefallen. Gewollt war hier sicher eine Queen-mäßige Hymne. Leider taugt maximal der Refrain was für einen Teaser zu Alarm für Cobra 11 auf Sat 1. Was sollen diese billigen Bläser im Refrain? Bei Dirty Money wird ein echt cooles Riff  abgeliefert. Der Gesang groovt. Hier hätte aber doch mal eine Hook im Refrain gepasst. Aber so läuft der Song einfach nur lieblos daher.

Der Hit des Albums ist definitiv Bum to Bum. Diese Nummer als Stimmungsmacher und Vorboten fürs Comeback zu holen war das beste was er tun konnte. Die Messlatte wurde verdammt hoch gesetzt, das Stück geht voll ins Ohr, groovt, man merkt wie der Fuß mitwippt. Weltklasse Nummer! Doch dann wird wieder abgebremst. Fast genauso öde wie vorher Blood ist Never Again. Nächster Song bitte!

Bombwalk Chic beginnt mit einem geilen Metalriff. Geht gut voran und auch hier wippt der Fuß wieder mit. Es gibt auch mal ’ne Hook! Geht doch!
Zwar ein Ohrwurm, aber irgendwie auch Karneval ist Wild Boy Blues. Zu seinen Aussagen der letzten Jahre passend hätte er das Stück übrigens auch bedenkenlos White Boy Blues nennen können. Scientology hat Hank geholfen clean zu werden. Passenderweise singt er nun too slow, too fast, too high. Cooles Riff, aber der Song zieht an einem vorbei ohne dass er einen mitnimmt.

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Langsam beginnt Adios (where is my sombrero). Die Nummer zieht sich ganz schön bis sie in der Mitte endlich in Fahrt kommt. Hier erinnert er mich an Alpha Male von Turbonegro.

Fazit

Das Album ist mittelmäßig. Weder scheiße, noch gut. Leider ist es scheiße was Hank die letzten Jahre so alles raus gehauen hat. Einerseits wünscht er 2016 auf Twitter Putin ein frohes neues Jahr und schreibt dass er in diesem Jahr Größe gezeigt hätte. Wenn man das bei einem Diktator, der Leute nach belieben einsperrt, für nötig empfindet.
Wer denkt, dass das vielleicht nur Ironie war wird leider schnell eines besseren belehrt. Denn laut ihm wurde die #metoo Bewegung von einigen crazy left wing bitches ins Leben gerufen. Gerne ist er auch Gast bei der alt.right-Page the Herland Report.

Schade, wenn ein Musiker, den man lange so geschätzt hat so tief fällt. Aber er besingt ja schon sein Verhalten in Bombwalk Chic: There is no fame in the hall of shame!

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Bands: Hank von HellTurbonegro

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