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Best-Of HC-Punk 2023: Der Jahresrückblick von Flo

Flos Jahresrückblick hält einige Überraschungen bereit, dabei von der Partie sind unter anderem Propaganda Network, Rollsportgruppe und Juse Ju.

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Flos Best-Of 2023
Flos Best-Of 2023

Dieses Jahr war irgendwie ein wenig seltsam. Diverse Konzerte konnte ich nicht so wahrnehmen, wie ich das gerne wollte. Auf der anderen Seite habe ich wunderbare Menschen und (dazugehörige) Musik kennengelernt, die ich nicht mehr missen möchte.

An dieser Stelle – bevor es an den Rückblick geht – möchte ich mich ganz besonders bei einer Handvoll von Menschen bedanken: Die Kapelle Propaganda Network, Frank von FLOMB! (Ey, da kommt demnächst wieder was), Schlaffke aka Zwakkelmann, Gerrit von Monasteria Recordz, Alex vom Seepogo Festival (mit richtig fettem Lineup ’24!) und Uli von Farewell Signs.

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Und eines noch kurz nachgelegt, schaut doch mal bei unserer Leserumfrage vorbei.

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Jetzt aber ab zu meinen Highlights des Jahres 2023.

Alben des Jahres 2023

Propaganda Network – Panik

Propaganda Network – Panik

Ganz ohne Zweifel und ohne jegliche Frage ist Panik für mich das Album des Jahres. Nicht nur, weil sich die Band aus dem Emsland 15 Jahre bis zum dritten Album gelassen hat. Auch weil Panik einfach von vorne bis hinten rund ist. Durchdachter linker Hardcore-Punk ohne den Zeigefinger zu erheben. 14 Mal Dauerfeuer, keine Lückenfüller und dann auch noch großartig abgemischt und gemastert. Zudem kommen Propaganda Network so langsam auch wieder in die Übung, was Liveauftritte angeht. Also falls die Band mal bei euch in der Nähe spielt, kommt rum!

Captain Planet – Come On, Cat

Captain Planet – Come On, Cat

Captain Planet haben sich nicht ganz so viel Zeit gelassen wie Propaganda Network, allerdings liegen hier auch schon einige Jahre zwischen Ein Ende und Come On, Cat. Verändert hat sich die Band über all die Jahre trotzdem kaum, aber das müssen sie gar nicht. Entweder man mag Captain Planet oder eben nicht. Bei mir trifft offensichtlich ersteres zu, mit Come On, Cat wurde meine Liebe zu dieser Kapelle weiter zementiert. Auch wenn ich die Jungs leider in Münster nicht live sehen konnte. Glücklicherweise stehen jedoch noch einige Termine an.

Farewell Signs – Dead Body Language

Farewell Signs – Dead Body Language

Da stimmt einfach alles. Von der Musik über den Sound bis hin zum Artwork. Farewell Signs haben das Glück, dass sie mit ihrem Hardcore mit leichten Melodic Einflüssen auf Dead Body Language mich genau da abholen, wo ich mich im Hardcore noch wohlfühle. Richtig fetter Sound und man spürt, dass Farewell Signs genau wissen, wo sie mit ihrer Musik hin wollen. Außerdem wurde noch nie so abrupt schmerzhaft ein Album beendet, was aber auch zur Folge hat, dass ich unbedingt mehr von Farewell Signs hören möchte.

Fatoni – Wunderbare Welt

Fatoni – Wunderbare Welt

Da haben wir den ersten ‚Ausreißer‘. Ob sich da wohl schon die Punkerpolizei beschwert? Aber Wunderbare Welt ist derart gut durchdacht und mit Liebe gemacht, dass es mir unmöglich wäre, das Album nicht auf diese Liste zu packen. Doppelvinyl, wobei jede Seite im Grunde genommen als alleiniges Werk verstanden und gehört werden kann. Gleichzeitig ist der berühmte rote Faden durchweg zu hören. Weiter sind die Texte – irgendwo zwischen politisch und persönlich –  ohne Unterbrechung interessant. Neben der Antilopen Gang und Juse Ju zählt nun auch Fatoni zur Speerspitze des deutschen HipHops.

blink-182 – One More Time…

Blink 182 – One More Time

Ich war schon recht skeptisch, als ein neues Album angekündigt wurde. Zwar war Tom zurück, aber irgendwie klang das mehr nach Marketing und eben schnell nochmal die Taschen voll machen. Dass One More Time… dann derart gut wird, habe ich nicht wirklich erwartet. Es ist bei weitem nicht das beste Album der Pop-Punk-Giganten, wie häufig behauptet, aber sicherlich das abwechslungsreichste der Bandhistorie. One More Time… schafft es fast fehlerfrei den jungen wie alten Sound von blink-182 auf einem Album zu bündeln und gleichzeitig Neues zu erfinden. Nur dass man unbedingt 50 Minuten Spielzeit auf eine Vinyl quetschen musste, ist echt schade. Eine Doppelvinyl wäre dem Album viel mehr gerecht worden.

EPs des Jahres 2023

Rollsportgruppe – Denkfabrik

Rollsportgruppe – Denkfabrik (2023)

Die Rollsportgruppe tauchen nun zum zweiten Mal und dann direkt in Folge in meinem Rückblick auf. Denkfabrik schließt genau da an, wo …mit oder ohne aufgehört hat. Alleine Die Frau mit dem Dackel hat Kultpotential. Generell haben die Rollsportgruppe einen Output, der sehenswert ist, ohne dabei an Qualität und Originalität zu verlieren. Dazu kommt, dass die Rollsportgruppe auch diese EP komplett in Eigenregie auf die Beine gestellt haben. Das Trio lebt DIY, was umso mehr supportet werden muss. Ein neues Album ist ebenfalls schon angekündigt, wollen die etwa den Hattrick in meinem Jahresrückblick erreichen? Abseits davon sei noch zu erwähnen, dass die Rollsportgruppe eine wirklich fantastische Liveband ist! Ach, und dann gibt es ja auch die Tele-Bar!, aber das würde jetzt zu weit gehen.

Annes Ex – Schwer Emotional

Annes Ex – Schwer Emotional

So kanns auch gehen: Annes Ex haben mich angeschrieben, ob ich mir nicht mal die EP anhören könnte. Und nun taucht Schwer Emotional in meinem Jahresrückblick auf. Im Grunde genommen machen Annes Ex ja nur Pop-Punk. Die durchdachte Musik, der wirklich fette Sound und die wirklich starken Texte sorgen für ein rundes Gesamtpaket, zu dem ich immer wieder gerne zurückkomme. Zudem, wie schon in meiner Review erwähnt, verstehen Annes Ex den Gesang nicht einfach nur als Transporteur der Texte, er wird auch als ausdrucksstarkes Instrument angewendet. Zuletzt sei erwähnt, dass jeder der fünf Tracks so einzigartig und abwechslungsreich ist, sodass immer wieder was neues zu entdecken ist. Annes Ex ist also doch mehr als einfach nur Pop-Punk.

Juse Ju – Der JusMeister

Juse Ju – Der JusMeister

Auf 10″ gepresst kommt Der JusMeister zusammen mit Das Problem, dass immer irgendwas passiert als kleines Bonus. Dabei braucht sich die EP in keiner Weise hinter dem Album verstecken. Für mich sticht die EP sogar noch etwas heraus. Ich habe echt keine Ahnung, was guter Rap ist, aber ich glaube, das Juse Ju wirklich gut rappen kann und seine Entwicklung über die letzten Veröffentlichungen beispielhaft ist. Aber auch die Beats (so nennt man das doch, oder?) von Provo unterstreicht Juse Jus Potential. Obwohl Fatoni sich als bester deutscher Rapper der Welt beschreibt, muss ich doch sagen: Der Titel geht ohne jede Zweifel an Juse Ju.

LESERUMFRAGE

Nun seid ihr aber dran: verratet uns bis zum 31. Dezember Eure Highlights des Jahres in der Leserumfrage.

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Die Ergebnisse der Umfrage stellen wir Euch dann im Januar 2024 vor. Wir sind gespannt auf Eure Antworten und wünschen Euch schon mal besinnliche Feiertage mit Euren Liebsten und einen guten Start ins neue Jahr!

PS: Folgt hier unserer Spotify-Playlist zum Best-Of 2023.

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– Playlist: Happy Release Day

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