Start Specials Konzertberichte Konzertbericht: Build To Break Festival 2022 am 17. Juni in Dortmund

Konzertbericht: Build To Break Festival 2022 am 17. Juni in Dortmund

Sehr geiles Festival in Dortmund mit Drain, Vein FM, Deez Nuts, Terror und Walls Of Jericho

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Walls Of Jericho Live in Dortmund 17.6. Junkyard
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Bye bye D-Town Distortion Festival and welcome Build To Break. Genau so haben die meisten Festivalbesucher auch gedacht, denn mit der Absage der beiden Shows in Düsseldorf wären einige Hochkaräter durch die Lappen gegangen. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an die Shogun-Crew, die es innerhalb kürzester Zeit schafften, den Hardcore-Tag in den Ruhrpott zu holen.

Als wir im Junkyard ankamen, standen die Kalifornier Drain bereits auf der Bühne. Die Truppe, welche mit einem exzellenten Debütalbum vor knapp 2 Jahren auf sich aufmerksam machte, zog alle Register und legte einen bärenstarken Auftritt hin. Eine heftige Mischung aus Moshparts, Metalriffs und der eigenwilligen Stimme von Frontmann Sammy prasselte auf die Zuhörerer:innen ein, die es mit ausgelassenen Bewegungen honorieren.

Die Chaosbande Vein FM setzte dann noch einen drauf und kloppte alles kaputt. Der 5er erinnerte an eine Hardcoreband, die Meshuggah-Songs nachspielen. Mir war der chaotische Output schon nach kurzer Zeit zu krass und ich besorgte mir etwas zu trinken. Außerdem war so mehr Zeit zum Fachsimpeln mit der Kollegin Claudia, die für das exzellente Bildmaterial verantwortlich ist (alle Fotos der Show folgen in Kürze).

Die Australier Deez Nuts hatte ich schon länger nicht mehr live gesehen und ihr Mix aus Rap und Hardcore machte wie immer Laune. Auch das Animieren des Publikums (J.J. at it´s best, yo!), welches viele Textstellen aus voller Kehle mitsang, gehört zu einer der Kompetenzen der Band aus Melbourne. Und Songs wie Stay True oder auch der Rausschmeißer Face This On My Own passen dazu wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge. Richtig fetter Auftritt.

Auf Terror war ich von allen Bands am meisten gespannt, gehört das neue Album Pain Into Power für mich dieses Jahr zu den besten Veröffentlichungen. Scott Vogel & Co. hämmerten auch mit dem Titeltrack direkt in die Vollen und legten einen super Auftritt hin. Egal ob Evergreens wie Overcome, Spit My Rage oder das obligatorische Keepers Of The Faith gespielt wurden oder neue Stücke, sowohl die Musiker auf sowie die Meute vor der Bühne gingen ab. Terror wie man sie kennt und liebt! Leider mit knapp 30 Minuten viel zu kurz.

Zum Schluss dann nochmal ein großer Hassbrocken mit Walls Of Jericho. Sängerin Candance ist unfassbar fit, rennt, springt und bewegt sich die ganze Zeit. Unglaublich, was diese kleine Powerfrau Abend für Abend abreißt. Zudem ist sie mit einer der krassesten Stimmen im gesamten Hardcorezirkus ausgestattet. Wenn sie loslegt, bleibt nur noch ungläubiges Staunen. Mit Nackenbrechern wie Little Piece Of Me, A Trigger Full Of Promisses oder The American Dream feuert der 5er ein aus allen Rohren und wird seinem Status als Headliner mehr als gerecht.

Summa summarum war das Build To Break Festival ein richtig gutes Hardcorefest, welches alle Anwesenden mit tollen Auftritten belohnte. Zudem bietet der Junkyard eine hervorragende Location, die den in den letzten Jahren etwas unterrepräsentierten Standort Dortmund wieder ins Spiel zurückbringt. Mega!

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