Start Reviews Running Out Of Tape Records: D.I.Y.-Kassetten Vol. 1 ::: Review (2022)

Running Out Of Tape Records: D.I.Y.-Kassetten Vol. 1 ::: Review (2022)

Der erste von insgesamt vier Review-Dreier von Running Out Of Tape Records. Los geht es mit Tapes von Shit Out Of Luck und The Knock Backs.

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Root-Rec Vol1
Root-Rec Vol1

Ich habe echt rum überlegt, wie ich die Tapes von Running Out Of Tape Records reviewen soll. Als es aber dann doch recht viele waren dachte ich mir, ich packe immer drei in eine Besprechung und bringe das über die nächsten paar Wochen. Das Label gibt es noch nicht lange und die 12 Tapes sind die Erstlinge. In Marbach angesiedelt hat des dieses kleine Label vorrangig darauf abgesehen, kleinen unbekannten Bands zu Veröffentlichungen zu verhelfen.

1Shit Out Of Luck – Afraid of Peace 

Shit Out Of Luck – Afraid of Peace (2022)

Aus Stuttgart kommt die erste Band, die ich in dieser Reihe präsentieren darf. Im Gepäck haben sie ihr 9-Track-Album Afraid of Peace. Angefangen hat dieses Projekt als Akustikpunk-Duo 2019. Seit Ende 2021 sind sie aber als Vierer unterwegs und vermischen ihre punkigen Wurzeln mit etwas Folk und Ska. Es ist recht melodisch, was hier geboten wird. Ich würde es als Streetpunk mit Folk-Einschlag bezeichnen. World of Liars und Slaughterhouse Blues zeigen zum Auftakt auch recht gut, warum.

Teilweise wird es auch rhythmisch und etwas bluesig (Not much left), aber auch beim Titelsong merkt man diesen Einschlag sehr stark. Dass auch die etwas ruhigere Schiene gefahren werden kann, darf und soll zeigen die Vier bei Frank. Alles in allem kann man hier von einem abwechslungsreichen Album reden und die gut 36 Minuten Spielzeit zeigen alle Facetten, die ins Programm von Shit Out Of Luck gehören. Das Album ist auch auf CD erhältlich.

2The Knock Backs – Brissy Boys / Let’s Have A Beer

The Knock Backs – Let’s Have A Beer

Aus Brisbane in Australien stammt die Oi!/Streetpunk-Formation The Knock Backs. Auf dem ersten Tape, das ich von ihnen besprechen möchte, finden sich die beiden Veröffentlichungen Brissy Boys und Let´s have a beer wieder. Dazu gibt es dann noch Bonus Tracks. Brissy Boys erschien bereits 2015 und 2018 ist Let´s have a beer auf den Markt gekommen. Soviel mal zur Datierung der Aufnahmen. Das Cover verspricht jetzt auch nicht das großartig politische Ding zu sein und wenn man Cover, Titel und Songs gemeinsam betrachtet ist gleich Klar, in welche Richtung es geht. Punkrock und Bier ist die Marschrichtung. 15 Songs auf der A-Seite, Durchschnittlich anderthalb Minuten rauer schroffer Streetpunk-Sound. Ja doch, gefällt mit schon, gebe ich zu. Was aber auch deutlich erkennbar wird ist, dass die Herrschaften wohl Ramones-Fans sind. Zum Einen kommt das durchaus in diversen Songs ein wenig raus und dann spricht natürlich noch die echt geile Coverversion des Ramones-Hits 53rd&3rd dafür.

Und dann geschieht es. Plötzlich, völlig unerwartet. Trump ist zu hören und es geht politisch ab und das so geil und krachend. Das musste ich schon noch erwähnen. Zum Abschluss des Tapes ist noch ein Bonus-Track namens Aussie Spirit drauf. Geiles Tape, Leute. Wirklich!

3The Knock Backs – More Beer

The Knock Backs – More Beer (2020)

Ja und weils so schön war, ziehe ich mir gleich noch das zweite Tape der Australier rein und muss sagen: Jop. Auch hier bin ich vollstens zufrieden. Und diese Knappe halbe Stunde startet auch gleich mit einem Kracher. You’ll See ist ein Brecher allerfeinster Casualties-Güte. Live fast, die young, The Knock Backs sagen es eh recht genau, was der Sinn ihres Lebens sein soll. Ich finde auch, dass zum Beispiel eben genau dieser Song etwas von den ganz alten Rancid hat. Daraus sieht man auch mal, welche Bandbreite hier geboten wird.

12 Songs zwischen Streetpunk, Hardorepunk und OI!. Hier will ich dann natürlich noch das Tribute an Lemmy hervorheben. Lemmy Kilmister wird mit unglaublichen Worten bedacht.

Don´t believe in Jesus, don´t believe in go, don´t believe in Satan… All hail to Lemmy.

Fazit: Die ersten drei Tapes haben mich alle drei abgeholt. Shit Out Of Luck sind da zwar jetzt eher weniger meins, aber trotzdem find ich das Album gut. Aber The Knock Backs, Alter. Geil. Hoffentlich bekomm ich die mal live zu hören.

Ich bin gespannt, was die weiteren Tapes von Running Out Of Tape Records so versteckt haben. Wenn das so weiter geht, habe ich wohl noch viel Spaß daran. Und ihr hoffentlich auch. Schaut dazu mal auf www.rootrecords.de.

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