Die französische Band Glassbone hat mal garantiert keine Glasknochen, den dann würden sie bei ihren eigenen Konzerten zu Staub zerfallen. Glassbone spielen (Brutal) Death Metal und lassen sich vom Hardcore inspirieren, ohne nach Crossover zu klingen.
Schon nach 10 Sekunden schlägt einem ein Vorschlaghammer vor die Stirn. Die Band aus Paris arbeitet mit dicken, tief gestimmten Riffs, schleppendem Groove und stumpfen „Caveman“-Momenten, angereichert mit chaotischen Ausbrüchen. Außerdem lassen sich Glassbone vom Hardcore inspirieren. Weniger in ihrer Klang-Ästhetik, dafür umso mehr in ihren Songstrukturen: Rhythmuswechsel, harte Cuts und Stop-and-Go Übergänge sorgen dafür, dass nicht nur Headbanger auf ihre Kosten kommen, sondern auch die Windmill- und Spin-Kick-Kampfsportathleten. Passend zu den musikalischen Caveman-Momenten kommt auch in der Aufmachung und den textlichen Themen die Brutalität der Natur und die Bestie im Menschen zum Vorschein. In dem Aspekt erinnern sie mich an Tzompantli. Denn wo bei den Mexikanern die Vorfahren und die Brutalität des Tribalismus im Vordergrund stehen, ist es bei Glassbone die wilde Natur mit ihren „rücksichtslosen Wilden“.
Aber nicht nur die Fans von Tzompantli finden hier Anknüpfungspunkte. Auch Fans von Bands wie Sanguisugabogg, 200 Stab Wounds und Fulci (die auf dem Song Testimony of Death ein Gastspiel geben) werden an Ruthless Savagery jede Menge Freude haben.
Die EP erscheint am Freitag via Iron Fortress/Frozen Records.





![Interview mit Robert “Nunzio“ Ortiz und Drew Stone von Antidote [2013]](https://www.awayfromlife.com/wp-content/uploads/Antidote-Hardcore-Band-New-York-218x150.jpg)











