Das Mind The Gap Fanzine ist auf Hamburg und Umgebung spezialisiert, zieht aber auch immer wieder andere Bands – national wie international – in Interviews. Auch Einzelpersonen, die oberflächlich keinen direkten Punkbezug haben, kommen zu Wort. Hier beginnt das eigentliche Heft – nach den Vorworten – mit einem Interview von und mit Stefan Marquard. Einem Koch. Hier geht es um Kochen, Ambivalenz zwischen eigenen Leitfaden, Unternehmergeist, Restaurant, Punk(bezug) und mehr.
Interviews gibt es aber auch mit den Berlin Blackouts, der Band Östro 430, die davon reden, wie sie wieder Spaß am Musikmachen bekommen haben. Musikerin Martina spricht über Probleme in der Frauenszene Anfang der 80er-Jahre und dem Bezug zu NDW und Punk. Auch Charly Hübner, Schauspieler und Regisseur, kommt hier zu Wort und erklärt, warum Motörhead für ihn Götter waren. Und er spricht auch über „Wildes Herz“ – einer Doku über Feine Sahne Fischfilet.
Daneben kommen auch die Razors, primär Klaus Danker, zu Wort und gesprochen wird über Besetzungswechsel, Musikmachen und vieles mehr. Der ehemalige „Punk-Rektor“ Matthias Isecke-Vogelsang aus Lübeck hat einen eigenen Stil eingeführt und auch Partizipation, Mitbestimmung und Überzeugung kommen im Interview zur Sprache.
Die üblichen Reviews und Konzertberichte sind neben anderen Reportagen ebenso vorhanden. Die Interviews sind persönlich geführt und das merkt man auch. Das war mir zu Fanzine-Zeiten immer ein Graus, ist es heute noch, denn das Abtippen und Transkribieren führte mich jedes Mal in die Krise.
Aber es ist eine Freude, das Ergebnis in der jeweiligen MTG-Ausgabe zu lesen – oder auch in anderen Fanzines und guten Online-Zines. Und nicht jedes E-Mail Interview ist schlecht. Das möchte ich auch mal sagen. Mind the Gap #24 gibt es für 3 Euro und die sind sehr gut investiert.






![Interview mit Robert “Nunzio“ Ortiz und Drew Stone von Antidote [2013]](https://www.awayfromlife.com/wp-content/uploads/Antidote-Hardcore-Band-New-York-218x150.jpg)










