The Zsa Zsa Gabor's - Life's Routine (2026)
The Zsa Zsa Gabor's - Life's Routine (2026)

Eigentlich versuche ich ja immer, meine Reviews zeitnah zum Release-Datum zu schreiben, das hier ist mir aber leider irgendwie in Vergessenheit geraten. Na gut, besser spät als nie.

Die Österreicher von The Zsa Zsa Gabor’s sind mit ihrem neuen Album Life’s Routine zurück. Das Album ist auf Mad Butcher Records erschienen, wo ich finde, dass es vom Sound und von der Attitüde gut aufgehoben ist.

Life’s Routine ist das bislang vielleicht reifste und fokussierteste Album. Das Vorgängeralbum Gloss war stark von Pandemiefrust geprägt. Bei Life’s Routine richtet sich der Blick eher auf den grauen Alltag danach, und trifft ziemlich genau den Nerv der Zeit.

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Im Zentrum steht der endlose Kreislauf aus Arbeit, Stress und Wiederholung. Täglich grüßt das Murmeltier. Der Titeltrack oder Daily Grind zeichnen ein Bild vom modernen Arbeitsleben, das irgendwo zwischen Resignation und Trotz schwankt.

Life’s Routine ist eigentlich der perfekte Opener und bleibt einem sofort im Kopf. Daily Grind ist ziemlich wütend und kompromisslos. Der Song  A.I.thematisiert halt eben diese.Sind wir schon Sklaven von K. I., können wir sie überhaupt noch kontrollieren oder ist es das Ende der Menschheit?

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Es gibt aber auch die typischen Punk Themen. Mit Together haben The Sza Sza Gabor’s eine kleine Hymne über den Zusammenhalt in der Szene geschrieben.

Ich muss allerdings auch sagen, dass mir die Songs, die auf Englisch sind, besser gefallen als die deutschsprachigen. Ganz klar ist Feigheit Des Herzens ein richtiger und wichtiger Song. Gegen Nazigewalt und für Antifaschismus, aber ich hab’s halt oft nicht so mit deutschen Texten.

The Zsa Zsa Gabor's (2026)
The Zsa Zsa Gabor’s (2026)

Musikalisch bleiben The Zsa Zsa Gabor’s ihrer Linie treu, was aber auffällt, ist, dass die Songs straffer aufgebaut sind und schneller auf den Punkt kommen. Das Album wirkt dadurch zielgerichteter als Gloss.
Life’s Routine ist kein radikaler Stilbruch, aber genau das macht es stark. Die Band bleibt sich treu, schafft es aber, ihren Sound inhaltlich weiterzuentwickeln. Das Ergebnis ist ein ehrliches, zeitgemäßes Punk-Album, das besonders durch seine Nähe zur Lebensrealität überzeugt.

Tracklist

  1. Life’s Routine
  2. A.I.
  3. Outcasts In The City
  4. The Devil Knows
  5. Quotes
  6. Feigheit Des Herzens
  7. Hated
  8. Nananana
  9. Rich Kids
  10. Keine Ruhe
  11. Togehter
  12. The Game
  13. Graveyard Studio
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– Playlist: Happy Release Day

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