Front - Verlieren (2025)
Front - Verlieren (2025)

Falk Fatal, ist nicht nur ein Bücherautor, er schreibt  auch Kolumnen für den Sensor  Wiesbaden,  legt mal gerne als DJ auf, hat ein Recordlabel namens Mutala Records, liest mal auf Lesungen aus seinen Texten, macht ein Fanzine namens Der gestreckte Mittelfinger, und wenn er dann noch Zeit hat, ist er Frontsau bei seiner Band Front.

Front gibt es nun seit gut 20 Jahren, und das letzte Album Dissonanz & Wahnsinn erschien 2018.
Jetzt gibt es endlich neue Songs. Leider nur zwei, die auf einer 7-Inch gepresst sind. Komischerweise nicht auf dem eigenen Label erschienen, vielleicht macht das auch nichts mehr, sondern bei Sterbt Alle! – Records.

Auch wenn’s nur zwei Songs sind, finde ich, dass diese es wert sind, besprochen zu werden.
Auf der A-Seite befindet sich der Titelsong.

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Verlieren

Man merkt direkt, dass Front sich gar nicht verändert hat, dieses aber sicherlich auch nicht wollte. Sperrig, kantig, vertrackt wie eh und je, mit der Front typischer Prise von 80er NDW. Stoisch, und recht düster kommt der Song daher. Die Lyrics sind Nihilismus in reinster Form. Macht ja eh alles keinen Sinn hier. Da sollte man schon gute Laune haben, wenn man sich das Teil zu dieser Jahreszeit gibt.

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Egozentrisch

Auf der B-Seite ist der Song Egozentrisch zu finden, nicht gerade so dunkel und nihilistisch wie Verlieren. Jedenfalls kriegen hier alle egozentrischen Besserwisser eins vor den Latz geknallt.
Und das gilt auch für die in der eigenen Szene.

Gut oder böse/schwarz oder weiß/ dazwischen gibt’s nichts mehr/ eure Welt ist binär/ Zwischentöne ausgelöscht/ Graustufen weggewischt/ keine Ambivalenzen mehr/ eure Welt ist binär/ ihr seid absolut/ ihr seid resolut/ wer nicht für euch ist/ ist ein Faschist

Viel mehr Worte braucht es auch gerade nicht, um die Sache auf den Punkt zu bringen. Denn sind wir mal ehrlich: Während sich die Linken untereinander zerfetzen, weil mal einer keine Gendersternchen benutzt oder mal was gesagt hat, was grad nicht so P.C. war, fangen die Rechten an, die Welt zu zerlegen.

Da tanz’ ich doch lieber mit Front auf den Ohren, dem Weltuntergang entgegen.

Ob ein Album in näherer Zukunft geplant ist, weiß ich nicht. Aus guter Quelle weiß ich allerdings, dass man sich 2026 mal wieder auf eine Ausgabe von Der Gestreckte Mittelfinger freuen darf. Dürfte Nummer neun werden.

Die Single ist auf 100 Exemplare limitiert. Also greift zu.

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– Playlist: Happy Release Day

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