Joyce Manor sind ja schon seit einigen Jahren in vieler Leuts Munde. Und Asche auf mein Haupt, irgendwie ist diese Band immer an mir vorbeigegangen. Nachdem ich über das neue Album I Used to Go to This Bar gestolpert bin, frage ich mich jedoch, wie mir dieser kapitale Fehler unterlaufen konnte. Denn auch wenn dieses Album gerade einmal 19 Minuten lang ist, ist es eine der unterhaltsamsten, erfrischendsten und vor allem kurzwiligsten Veröffentlichungen, die mir in der letzten Zeit vor die Ohren gekommen ist.

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Musikalisch ist dieses Album für mich gar nicht so leicht zu fassen. Es bewegt sich zwischen melancholischen Sounds, bei denen man klar die Einflüsse von The Smiths raushört, über Up-Tempo-Hits bis hin zu melodischen Punkrock-Songs. Und tatsächlich funktioniert jedes einzelne Lied tadellos.

Allein der Opener I Know Where Mark Chen Lives ist jetzt schon einer der Ohrwürmer des Jahres. Genauso muss eingängiger Punkrock gehen, den man nach dem ersten Hören direkt wieder durch die Boxen jagen will, weil er einfach so underbar easy daherkommt, dass man sich fragt, warum nicht jede Band so unbeschwert klingen kann. Und genau das beschreibt auch schon eine der größten Stärken des Albums. I Used to Go to This Bar ist dank Brett Gurewitz von Bad Religion so gut produziert, dass absolut nichts zu viel ist, man aber auch an keiner Stelle irgendeinen Sound vermisst. Gerade die „ungewöhnlichen“ Elemente wie die Synthesizer in Songs wie Falling Into It kommen ganz natürlich daher.

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Ein weiterer Megahit ist All My Friends Are So Depressed, der an die angesprochenen The Smiths erinnert. An sich kommt das Album sehr locker und fröhlich daher, dennoch passt gerade dieser Song wie die Faust aufs Auge ins Gesamtkonzept. Die Melodie ist absolut mitreißend und in ihrer Inszenierung ganz großes Kino.

Weitere Highlights sind der tolle Punkrock-Titelsong I Used to Go to This Bar, das tanzbare All You Put Me Through oder das rockige Grey Guitar. Insgesamt ist jedoch das komplette Album ein absolutes Erlebnis. Es fällt mir, wie gesagt, schwer, dieses Release in eine, ja sogar zwei oder drei Schubladen zu tun und dementsprechend konkreten Genrefans zu empfehlen. Es ist vielmehr eines der wenigen Alben, die alle mögen werden – egal ob Fans von The Smiths, Bad Religion, The Clash, oder Lagwagon.

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I Used to Go to This Bar ist bereits früh im Jahr ein Anwärter auf die Top-Alben 2026. Wie bereits erwähnt: es ist so erfrischend und locker, dass man es einfach mögen muss. Ich werde nun den besagten Fehler korrigieren und mehr Zeit mit Joyce Manor verbringen – in der Hoffnung, dass diese Band weiter so unbeschwert und cool ihr Ding durchzieht. Ganz große Empfehlung – so cool klingt Epitaph Records 2026!

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– Playlist: Happy Release Day

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