Lars Weber aus Gummersbach legt mit Planet Krach seinen Debütroman vor, ein Kinderbuch ab 8 Jahren. Leider nicht ganz das Alter meiner Tochter, so dass ich mich erbarmen musste, das Buch zu lesen. Also flugs mal die Heavysaurus-CD eingelegt, nachdem ich mich durch das Buch gelesen habe. Dauert bei mir leider immer etwas länger mit den Buchreviews…Fangen wir erst mal mit der Entstehung an. Lars Weber arbeitet laut Selbstbeschreibung als Journalist. Die Idee kam dem zweifachen Vater beim Besuch der Berliner Band Kadavar. Zu wenig Kinderbücher mit Bezug zur härteren Rockmusik war die Prämisse und so legte er im Anschluss im DIY-Prinzip los und schrieb die spannende Geschichte nieder. Freunde und Familie lasen Korrektur und junge Testleser waren auch schnell gefunden. Haben sie gut gemacht, mir altem Germanisten (ja, sollte man bei meinen eigenen Tippfehlern nicht meinen, was?) sind keine groben Fehler aufgefallen… denn, ja, das Buch wurde selbst verlegt, über epubli nämlich.
Worum gehts? Unter dem Einfluss der Kralleffekt beschließen das Rote-Panda-Mädchen Josefine, das Chamäleon Fiona und der Oktopus Karl eine Band zu gründen. Planet Krach ist der Name. Das Problem? Nun ja, keiner kann ein Instrument oder singen, aber der Wille zählt. Das Sommerfest der Schule wollen sie rocken udn da ist noch etwas Arbeit. Vor allem, da es bereits in wenigen Wochen vor der Tür steht. Zum Glück greifen ihnen die Mitglieder von Kralleffekt unter die Arme…Aber mit Piet, dem Chef des Erdmännchen-Orchesters der Schule, gibt es auch einen Gegenspieler, der sich gewaschen hat.
Es handelt sich natürlich um ein Kinderbuch. Für Erwachsene gibts immerhin einige übersetzte Bandnamen und eher harmlose Backstage-Storys, die aber durchaus an den RocknRoll-Zirkus erinnern. Kindern dürfte die Geschichte durchaus gefallen und mit dem Grundschulalter ist die Geschichte sicherlich gut vermittelbar und interessant aufbereitet. 172 Seiten und eher großes Schriftbild sind dem angemessen. Ein wunderschönes Bild von Grafikerin Stephanie Wittenburg im Innern hebt gleich die Stimmung. Die Geschichte ist spannend zu lesen, sollte aber die lieben Kleinen nicht allzu überfordern. Ich werd mal noch versuchen, es meinem schlagzeugspielenden Neffen anzudrehen… Evtl. berichte ich dann mal davon, wie er es fand…
Es tut sich was im harten Rock was die Beschäftigung mit Kindern angeht und das ist sicherlich gut. Heavysaurus, Randale, Kinderkonzerte von ZSK, das sind schöne Gegengewichte zu den Simone Sommerlands und den Großstadtengeln dieser Welt. Gut, dass es das jetzt auch in Buchform gibt. Bisher kannte ich nur das BossHoss-Bilderbuch.
Das Buch kann über den Buchhandel bezogen werden. Mit der ISBN 978-3-565-06618-6 sollte es auch einfach gefunden werden. Es gibt auch einen Shop.





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