Die Backstreet Oiz sind eine Musikkombo aus München, die seit 2016 gemeinsam musiziert und sich selbst folgendermaßen beschreibt:

Was ist das für 1 Oi-Punk Band? Multikulti Band mit ausschließlich ernstzunehmenden, tief politischen und hoch spirituellen Texten.

Tier in der Hose ist bereits am 21. Dezember 2018 erschienen.

Trotz des vorweihnachtlichen Erscheinungsdatums ist das Album eher provokativ als besinnlich und bringt definitiv frischen Wind in die Szene. Der Hörer oder die Hörerin sollte über einen gesunden Humor und ein Verständnis für Ironie verfügen. Diese Fähigkeiten sind notwendig um das Album als das aufzunehmen, was es ist: Eine Sammlung von Songs, die durchaus mal eher gebrüllt als gesungen werden. Es handelt sich hier um eine Band, die offensichtlich Spaß an ihrer Musik hat.

Bild: Backstreet Oiz

Von melodischen Mitschunkel-Titeln bis hin zum absoluten Schredderpunk ist absolut alles dabei. Die Songs Squirt und Liebeslied treiben es mit der Vulgarität dann auf die Spitze. Zugleich sind sie aber ein Beweis dafür, dass Punk irgendwie alles darf. Die Backstreet Oiz bleiben da auch ganz fair, denn während in einem Songs noch ein scheinbar sexistisches Frauenbild erweckt werden könnte, wird im nächsten Songs schon wieder davon gesungen, wie der männliche Protagonist sich anderen Männern unterwirft. Alles kann, nichts muss. Hauptsache, ihr habt Spaß.

Fazit:

Beim Hören dieses Albums denke ich an junge Punks, die am Isar Ufer Bier in der Dose konsumieren und dabei diese Songs aus den mitgebrachten Bluetooth Lautsprechern hören. Genauso kann ich mir aber auch ein älteres Publikum in kleinen Clubs, in denen der Schweiß von der Decke tropft, vorstellen. Das Schöne an solchen Bands ist ja vor allem, dass es nicht so leicht ist, ein Publikum zu definieren. Während mich Techno ist scheisse nicht überzeugen konnte und ich zugegeben muss, dass ich diesen Titel nicht lange angehört habe, kann Bier in der Dose einiges bieten: Gute Laune Riffs und ein Refrain zum mitsingen.

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Moin, ich bin Sandra Monterey aus Hamburg und seit 2018 dabei. Als bekennender Vinyl-Junkie und Saxophonistin/Gitarristin/Bassistin konsumiere ich am liebsten Ska-Punk und Punk Rock. Am wohlsten fühle ich mich im Photopit, aber ich führe auch gern Interviews mit den von mir geknipsten Bands. Im März 2018 habe ich selbst einen Soli-Sampler zu Gunsten von „Kein Bock auf Nazis“ herausgebracht (Hate Divides – Music Unites) und daraus entstand eine große Leidenschaft und viel weitere Zusammenarbeit mit tollen Bands (Punks on Ice, Tattoos For Good, HiD meets Punk Rock), die mir einen tiefen Einblick in die Szene ermöglichen. Der Zusammenhalt und die Hilfsbereitschaft in der Punk-/Hardcore Szene beeindrucken mich immer wieder und erfüllen mich mit viel positiver Energie. Stay posi and see you in the (Photo-)Pit!

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