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D-Pelt – D-Pelt ::: Review (2017)

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Scheisse Minnelli

So, die Zeiten, wo ihr das Album von D-Pelt kostenlos erweben könnt, sind nun leider rum. Dennoch ist dieses Review nicht nutzlos, denn das Album ist weiterhin über Bandcamp erhältlich und auch die angekündigte, aber bisher noch nicht fertig gestellte CD-Version über Core Tex Records kann noch bestellt werden…

Aber was erwartet euch eigentlich? Nun, D-Pelt ist 1984 in Süd Berlin geboren und seit Ende der 1990er in verschiedenen lokalen Hardcore Bands aktiv gewesen, unter anderem auch Gründungsmitglied bei Denny Crane und Got Nuthin‘. Seit 2013 startete er seine Solokarriere im Hip-Hop. Bislang erschienen die EPs Instinct und Dialektik und eine Kompilation mit allen Songs von 2013 bis 2016 namens Kulturschock (Collection 2013​-​2016). Zudem war er auf einer Mixtape-Reihe des Ami-Kultrappers Ill Bill mit zwei tracks vertreten. Am 13. Oktober, Freitag, der 13., get it? erschien nun sein selbstbetiteltes Debütalbum. Leider hat das mit der Core-Tex-Veröffentlichung noch nicht geklappt, wir halten euch auf dem laufenden. Im Übrigen lag mir diese zur Besprechung vor. Sie enthält zwei Lieder mehr.

Was bietet D-Pelt nun musikalisch? Nun mit seinem ersten Album lotet er die Grenzen von Hardcore Punk und Hip-Hop aus. Nicht nur sind neben knallharten Hip-Hop-Beats auch sägende Gitarrenriffs und Beatdowns zu hören, nein, auch rappen auf diesem Album Gäste, denen man dies nicht zutrauen würde. Und das Album fängt fulminant an. Nach einem Intro aus einer Crips-and-Bloods-Doku (bei der ich zufällig den Wikipedia-Artikel erstellt habe: Crips and Bloods), folgt das erste Highlight. Wenn im ersten Track die Textzeile Die Doctor Martens noch in meinem Schrank/Skinhead so fing alles an/Was einst erblühte jetzt langsam welkt/Doch stets die gleichen Wurzeln trägt erklingt, dann merkt man, hier ginbts keine Genregrenzen. Auf dem ersten Song sind gleich Stino von Soifass und Micha von Anticops zu hören. Krasser Beginn und so gehts weiter. Internationale Gäste wie Spencer von Hometown Hate, Jorge von Merauder oder Joey von Suicide Kings machen das Album zu einem echten Meilenstein.

Die Martens im Schrank, der Punk bleibt im Herzen
Auch Du brauchst Musik und erträgst so die Schmerzen

Man muss natürlich auch sagen,D-Pelt bedient zusätzlich auch meine Sternchenthemen, immerhin sogar ein Wrestling-Zitat (an dieser Stelle mal wieder etwas Eigenwerbung: Artikel von mir auf abgepudert.de):

hulk hogan schwang die fahne vor der iron sheik noch heute fällt
geistig ausgeweidet all die schafe so wie lämmchen
dem löwen ists egal was all die schafe von ihm denken
das ist kein deutschrock und kein harter kern
ich bin der der sie so gerne wären

Fazit: Fette (ihr wisst schon, Hip-Hop-„fett“) Kaufempfehlung!

Demons Run Amok - Fest
BEWERTUNG
Review
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Gripweed ist Wikipedianer mit Leib und Seele und das, was man gemeinhin als Musiknerd bezeichnet. Musikalisch ist er in vielen Genres beheimatet, wobei er das Exotische und Unbekannte den Stars und Sternchen vorzieht. Eine Weile bloggte er auch auf Blogspot.de und war Schreiberling des leider eingestellten saarländischen Webzines Iamhavoc (Archivversion: http://archive.iamhavoc.de/) veröffentlicht seine Beiträge aber jetzt hier,

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