Friedemann - Ich leg mein Wort in euer Ohr
Friedemann - Ich leg mein Wort in euer Ohr

Als typisch Norddeutsch würde man wohl die Aussage von Friedemann bezeichnen, die er auf die Frage hin, wie es denn zu dem neuen Album kam, gab:

„Ich habe da keinen Plan. Songs waren fertig, wurden aufgenommen – Platte kommt raus.“

Dieses alleine lässt zwar den Schein zu, dass der Rügener Sänger der Trashrock-Kombo COR eher wortkarg daherkommt – das ist aber ganz weit gefehlt.

Egal ob in Interviews, auf der Bühne oder aber in seinen Liedern – Friedemann hat was zu sagen und das angenehme dabei ist, dass er sich selbst dabei nicht so wichtig nimmt und auch gerne klar stellt, dass seine Aussagen keine Allgemeingültigkeit haben.

Ich selbst habe ihm auf jeden Fall immer gerne gelauscht und da war es mir egal ob eher in der ruhigeren Variante, wie auf seinen bisherigen zwei Solo-Alben, oder aber in der Trashrock-Form von COR.
Und nun darf man, gerade einmal ein Jahr nach seiner letzten Platte mit COR, wieder in den Genuss seiner Gedanken, Gefühle und Meinungen kommen, denn mit Ich leg mein Wort in euer Ohr erreicht uns nun sein drittes Solo-Album.

Dieses kommt wiedermal sehr intim und mit viel Herz daher, wobei er dieses mal noch etwas politischer wirkt, was mir persönlich sehr gut gefällt. Denn bei vielen seiner bisherigen Solo-Liedern muss man fast schon von Poesie sprechen und dieses ist, zumindest für meinen Geist, auf die Dauer doch recht anstrengend.
So empfinde ich es für mich sehr erfrischend seine Aggression im Song Die Alternative zu spüren oder auch seiner Trauerwut im Lied Frieden nachzufolgen.

Am Beste gefällt mir jedoch der Titel Ellenbogen, welcher eine klare Botschaft an unsere Gesellschaft senden soll und auch tut.

Das sind aber nur einige angerissene Themen, die auf diesem Album zu Wort kommen, denn Friedemann holt auf Ich leg mein Wort in euer Ohr auch zu einem COR-artigen rundumschlag aus…allerdings in einer weicheren Form.

Aber nicht nur auf der textlichen Seite ist ein dickes Plus zu vermerken, sondern auch auf der musikalischen. Denn auch hier hat er eine ganze Schippe drauf gelegt.
Die Lieder gleichen sich nicht mehr so wie auf seinen früheren Werken – sie kommen im Ganzen frischer und abwechselungsreicher daher, wodurch dieses Album wirklich von Anfang bis Ende spaß macht.

Wie es nachhallt muss sich allerdings erst noch zeigen und ich bin bereits jetzt gespannt, wie oft ich dieses Album in den nächsten Jahren noch aus dem Plattenregal hervorzaubern werde.


Interpret: Friedemann
Titel: Ich leg mein Wort in euer Ohr
VÖ: 14.09.2018
Format:
Label: Exile on Mainstream / Soulfood
Homepage: www.friedemann-ruegen.de
Tracklist:
1.  In Euer Ohr
2.  42
3.  Ja sicher
4.  Orange
5.  Die Alternative
6.  Eigensinn
7.  Dafür das Leben
8.  Frieden
9.  Ellenbogen
10.  Flugzeug, Liebe, Volkszorn
11.  Ich nicht mehr
12.  Sinn
13.  Was ich alles kann


Friedemann auf Tour

28.09. Dresden, Beatpol
29.09. Halle, Peissnitzhaus
30.09. Jena, Cafe Wagner
01.10. Wolfsburg, JC OST
02.10. Köln, Redrum
03.10. Bonn, Namenlos
04.10. Essen, Don’t Panic
05.10. tba
06.10. Kassel, Goldgrube
07.10. Münster, Cafe Sputnik
26.10. Mestlin, ME RO FESTIVAL
27.10. Hamburg, Logo
28.10. Neu Tramm (Wendland), Raum 2
29.10. Greifswald, Kulturbar
30.10. Wohnzimmer Konzert
31.10. Quedlinburg, Reichestraße
01.11. Magdeburg, Stübchen Festung Mark
02.11. Hannover, Osco
03.11. Husum, Speicher
14.11. Darmstadt, Oetinger Villa
15.11. Karlsruhe, Alte Hackerei
16.11. tba
17.11. CH – Zürich, Dynamo
18.11. CH – Olten, Coq d’or
19.11. CH – Konolfingen, El Cannario
20.11. A – Innsbruck, Cafe Decentral
21.11. tba
22.11. Leipzig, UT Connewitz
23.11. Berlin, Lido
24.11. Rostock, PWH


1Track By Track Teil 1

2Track By Track Teil 2


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