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Dead Serious Recordings

Bereits seit einigen Tagen besitze ich die neue Scheibe Outsiders der Skate-Punks Gnarwolves und habe sie mir in der Zeit schon sehr oft angehört. Trotzdem bin ich mir immer noch nicht so sicher was ich von der Musik, die da aus meinen Boxen schallt, halten soll…

Das erste mal aufmerksam geworden bin ich auf die drei Bier- und Gras-Liebhaber aus England vor ein paar Jahren durch das Video zu Community Stability Identity. Geiles Teil, und auch History Is Bunk, Melody Has Big Plans und wie sie alle heißen haben mich umgehauen, so dass ich mir natürlich das erste (selbstbetitelte) Album auch zugelegt habe. Der raue, schnelle Skate-Punk, der vor Unbekümmertheit und jugendlichem Wahnsinn nur so strotzte hatte etwas Erfrischendes und irgendwie auch Innovatives.

Gnarwolves haben mit dem neuen Album Outsiders diese Ära beendet. Dabei steht das Thema „Erwachsen werden“ hörbar im Vordergrund, und auch musikalisch haben sich Gnarwolves verändert, vielleicht auch weiterentwickelt. Es geht gemächlicher und ruhiger zur Sache, nicht mehr so stürmisch und teilweise auch überhastet wie auf den vorherigen Veröffentlichungen – schade eigentlich!

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Optimist

Dabei geht es mit Straightjacket, dem Opener auf Outsiders, schon echt gut los. Schnell und mit einem eingängigen Refrain präsentieren sich Gnarwolves auf ihrem zweiten Album, welches über Big Scary Monsters / AL!VE erscheint, zu Beginn der Platte. Doch schon bei Car Crash Cinema und Wires wird die anfängliche Freude etwas getrübt. Ich habe generell nichts gegen langsame(re) Songs, doch den beiden fehlt das gewisse Etwas. Paint Me A Martyr hingegen gefällt wieder total: Geile Gitarre, cooler Gesang, das geht echt mit Bums nach vorne.
The Comedown Song und Channeling Brian Molko taugen auch, im Großen und Ganzen ist mir das aber zu wenig. Bei zehn Songs ist da die Hitdichte zu gering, das ist man von den Gnarwolves eigentlich nicht gewohnt. Viele Songs sind Durchschnitt, das hört man so oder so ähnlich einfach zu oft.

Zum Abschluss dann doch noch was Positives: Die Aufmachung der CD. Sowohl Cover als auch das Booklet sind sehr schön gestaltet.

Fazit: Wer sich eine Anknüpfung an das erste Gnarwolves-Album erhofft hat, wird mit dieser Platte nicht glücklich. Wer die alten Sachen nicht kennt oder vielleicht auch nicht gut findet, sondern eher ruhigeren, melodischeren Pop-Punk bevorzugt sollte der Platte eine Chance geben.

01. Straitjacket
02. Car Crash Cinema
03. Wires
04. Paint Me A Martyr
05. English Kids
06. Argument
07. The Comedown Song
08. Talking To Your Ghost
09. Channeling Brian Molko
10. Shut Up

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Demons Run Amok

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