HASS AUF ALLES machen schlecht gelaunte Musik für schlecht gelaunte Menschen… Betrachtet man die Missstände der Welt und den ständigen Ärger des persönlichen Alltags einmal genauer, so wundert es nicht woher die Band ihre unendliche Inspiration bezieht.

Besser könnten sich Hass Auf Alles kaum beschreiben! Die Band aus Würzburg und Halle hat sich 2012 gegründet und spielt nach eigenen Angaben „Hass-Core Punk“. Und genau so hören sich die fünf Songs auf ihrem Debüt auch an. Auch der Bandname könnte treffender kaum gewählt sein.

Die Tracks werden in einem Höllentempo runter gerotzt, als hätte die Band Angst, es gäbe nicht genug Zeit dafür gegen den nächsten Missstand anzugröhlen. Die Sängerin kreischt sich im wahrsten Sinne des Wortes die Seele aus dem Leib. Für einmal hören mit knapp 10 Minuten Spielzeit geht das in Ordnung, okay, aber bei einem zweiten Durchlauf kann ich mir vorstellen, dass die Vocals schon anstrengend werden können.

Hass Auf Alles erinnern dabei sehr an Pestpocken aus ihrer Anfangszeit, Ende der 90er. Zusätzlich zum pogo-tauglichen Deutschpunk fließen gelegentliche Hardcore Elemente in die Songs mit ein, die ein wenig Abwechslung bieten. Die Lyrics versteht man beim Anhören gar nicht. Aber das ist auch nicht weiter schlimm, ist ja Hass-Core Punk und dafür gibt es Bandcamp! Gesungen wird gegen Hipster, Nazis, Kirche, Staatsanwälte, Asipunks, Großfamilien, Kettenraucher und den übriggebliebene Rest. Hass auf Alles eben.

Hass Auf Alles liefern mit ihrem Debüt auf dem Papier eigentlich nichts Besonderes. Trotzdem hat die Band etwas ganz spezielles, was sie zu etwas Besonderem macht. Auch, wenn ich noch nicht wirklich weiß, was das ist. Die Songs sind auf dem DIY Label Random Dirt als hübsches Tape erschienen und können hier bestellt werden.

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