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Dead Serious Recordings

König Kobra sind eine Pop-/Punk-/Indiecore-Band aus Essen, die es seit 2017 wissen will. Wie die umfangreiche Genrebezeichnung es andeutet übernimmt die Band zahlreiche Einflüsse aus den verschiedensten Genres härterer beziehungsweise auch weniger harten Musik. Und das kann unter anderem auch Metalcore oder Britpop sein, je nachdem, worauf die Band gerade Lust hat…

Level für Level ist nun das Debütalbum der Band. Das Cover zeigt einen schönen Retro-Chic, dem ich gewöhnlich nicht abgeneigt bin. Nachdem ich das Album in den Player schob, hatte ich aber eigentlich andere Musik erwartet… Eher so Egotronic-Style beziehungsweise so Videospiel-Core. das ist aber nun gar nicht der Fall. Also klar, es gibt schon Beats auf dem Album und ein paar kleinere elektronische Spielereien am Synthesizer, aber eben auch und eigentlich deutlich mehr Punkrock-Gitarren.

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Stäbruch Festival

Das ist jetzt auch gar nicht schlecht, falls das so rübergekommen sein sollte. Im Gegenteil, ich finde das Album schon ziemlich klasse. Und der Text zu 1998 zeigt auch, dass die Band und ich quasi zeitgleich angefangen haben, uns für Punkrock zu interessieren. Das Lied ist ein Mash-up aus verschiedenen Textzeilen von Bands wie Rantanplan, Die Ärzte, Schrottgrenze, Wohlstandskinder, WIZO und Tagtraum.

Hits gibt es recht viele auf dem Album. Zum einen das eben schon erwähnte 1998, Kirmesdisco, der Retro-Beats umfassende Titelsong, der so ein bisschen mit der Melodie von Super Mario spielt. Auch schön: Pizza Patröni mit hübschem Ska-Rhythmus, der plötzlich in Metalcore umschlägt, und mit Gastgesang von Cozza dem Frontmann der Essener Punkband Omas Zwerge. Nicht der einzige Gastbeitrag auf dem Album. Mario Belibasakis ist auch am Start. Über diesen konnte ich leider nichts in Erfahrung bringen, außer dass er Klavier spielt und das Berufskolleg abgeschlossen hat 😉 Aber er hat das Album auch produziert. Immer wieder wichtig: politische Songs wie Kein Mensch. 

Insgesamt ein tolles Album, das am 17. Mai 2019 über Boersma Records veröffentlicht wurde.

1. Start
2. Zeitmaschine
3. Kirmesdisco
4. Level für Level
5. 1998
6. Pizza Pätroni (feat. Cozza)
7. Ein Zwei Drei Tanzen
8. Kein Mensch
9. Sorgenkind
10. Was Du nicht weißt
11. Quadrat
12. Vorwärts

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Gripweed ist Wikipedianer mit Leib und Seele und das, was man gemeinhin als Musiknerd bezeichnet. Musikalisch ist er in vielen Genres beheimatet, wobei er das Exotische und Unbekannte den Stars und Sternchen vorzieht. Eine Weile bloggte er auch auf blogspot.de und war Schreiberling des leider eingestellten saarländischen Webzines Iamhavoc (Archivversion: http://archive.iamhavoc.de/), veröffentlicht seine Beiträge aber jetzt hier.

1 Kommentar

  1. Vielen Dank für die netten Worte: kleiner Nachtrag – Mario Belibasakis ist Frontmann bei der Band „Farbklang“ und zugleich der Bruder von mir „Billy“ (Michael Belibasakis). Ich habe unser Album produziert und nicht Mario;)

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