Clowns/ March Live (2024) Photocredit Lekuttephozographie

Clowns machen ja live schon immer Bock, als ich dann sah, dass man noch March und Syff zum Line-Up hinzugefügt hatte, musste ich mir Karten kaufen. Das war auch gut, dass ich recht schnell handelte, denn das Studio 30 war dann auch recht schnell ausverkauft. Los ging es für mich nach einer recht stressvollen und arbeitswütigen Woche. Ich freute mich deshalb noch ein wenig mehr als sonst auf ein Konzert zu gehen. Angekommen in der Innenstadt von Saarbrooklyn, musste ich leider mal wieder feststellen, dass die Parksituation katastrophal ist.

So fuhr ich also erst mal dreimal um den Block, bis ich endlich einen Parkplatz fand. Beim vorbeifahren hatte ich Max Motherfucker, Gripweed, Annika und ne Menge anderer Leute erblickt und hatte natürlich noch vor, mit allen zu reden. Dazu kam es dann bedauerlicherweise vor der Show nicht mehr. Denn kaum war ich da, fingen Syff auch schon Ultra zeitig an.

Syff aus Koblenz

Syff hatte ich erst vor kurzem in der gleichen Location als Opener für Bubonix gesehen. Obwohl zwischen den beiden Auftritten nicht so viel Zeit vergangen ist, scheinen nun doch eine ganze Menge mehr Leute die Band zu kennen. Direkt von Anfang an starten sie dann doch eine recht wilde Show. Der Sänger steht mal wieder mehr im Publikum als auf der Bühne, was ich bei so Shows jedoch sehr begrüße. Die Koblenzer covern dann zu meiner Freude noch Hope von den Descendents, was das Publikum auch dankend annimmt. Bei Broken Record gibt es dann auch kein Halten mehr, und alle feiern mit. Starker Anfang. Ich glaube, nach dem Sommer, nachdem sie einige Festivals gespielt haben, dürfte diese Band sich einen Namen gemacht haben.

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Ich war dann auch direkt mal froh, vor die Tür zu gehen, um eine zu rauchen, weil drinnen war es schon heftig warm. So konnte ich dann auch mal einige begrüßen und ein wenig mit Leuten reden. Diese Freude war allerdings nicht von langer Dauer, weil es recht schnell weiterging.

March aus den Niederlanden

Mittlerweile dürften March den meisten ein Begriff sein. Nach fast ständigem Touren und Auftritten auf größeren Festivals wie dem Ruhrpott Rodeo, dem Jera on Air oder dieses Jahr auf dem Tells Bells, haben die meisten die Niederländer auf dem Schirm. Sicherlich die ruhigste Band des Abends, für mich aber und das, obwohl alle drei grandios waren, die Beste des Abends. Und obschon ich March schon mehrmals gesehen habe, glaube ich, waren sie noch nie so gut wie an diesem Abend. Ob es daran lag, dass sie sich musikalisch wie technisch noch mal ein gutes Stück gesteigert haben, oder ob es an dem kleinen intimen Raum lag, weiß ich nicht genau. Fast perfekter Auftritt. Zur Perfektion fehlte mir der Song Fear of Roses. Aber hey, es ist nun mal kein Wunschkonzert. Zu sagen ist noch, dass der Auftritt wirklich recht lange dauerte, sodass das Ganze quasi eine Doppel Headliner Show wurde.

Schnell raus an die Luft, denn mittlerweile war das Ganze zu einem Saunaclub mutiert. Draußen dann ne ganze Weile mit Gripweed am Schnacken, sodass wir dann tatsächlich merkten, dass Clowns schon angefangen hatten. Verdammt, schnell rein, und den ersten Song mal eben verpasst.

Clowns aus Australien

Wer Clowns schon mal live gesehen hat, weiß, was man erwarten kann, nämlich eine energiegeladen Show. Mir fiel aber sofort auf, dass was anders war als sonst. Hanni, die Bassistin, war nicht dabei. Ich wusste nicht, ob die Bassistin, die jetzt da war, ne Neue war, oder eben nur eine Ersatzbassistin. Warum Hanni nicht da war, erfuhr ich später und das ist echt nicht so schön. Leider hat sie aktuell Suchtprobleme, die sie in den Griff bekommen muss. Ich drücke ihr fest die Daumen, dass das klappt, denn auch wenn die andere gut war, hat Hanni irgendwie gefehlt. Die Frau hat nämlich eine krasse Bühnenpräsenz. Aber die Gesundheit geht halt vor. Stevie gibt aber mal wieder alles. Der steht in den Leuten, liegt auf den Leuten und liefert nur ab. Der Saunaclub hat sich dann auch temperaturmäßig irgendwann zum neunten Kreis der Hölle verwandelt. Als die Band dann I got a knife spielt, kommt Fleur, die Sängerin von March nochmal auf die Bühne und übernimmt den Part, den normalerweise Cecilia Boström von The Baboon Show singt. Und tatsächlich gefällt es mir so nochmal besser. Zusammen shouten Stevie und Fleur dann noch Enough`s Enough. Wow!! Fleur ohne Gitarre und so am shouten, die Frau sollte neben March noch eine Hardcore-Band gründen. Die Stimme und die Energie dazu hat sie definitiv. Ich bin schwer beeindruckt. Fleur verabschiedet sich dann stagedivend. Zum Abschluss des Sets schmeißt Stevie seinen Mikrofonständer in die Crowd, wirft sich hinterher und dann ist echt all hell breaks loose. Stagediver und Crowdsurfer von allen Seiten. Herrlich!

Alles in allem ein sehr gelungener Abend, bei dem das Line-up wie die berühmte Faust auf’s Auge passte.

An dieser Stelle auch noch ein riesengroßer Dank an Nico von Lekuttephotographie für die Bilder.

Weitere tolle Bilder von Shows findet ihr hier auf seiner Seite Nico (@lekuttephotographie) • Instagram-Fotos und -Videos

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– Playlist: Happy Release Day

1 Kommentar

  1. Kein Riesendank an LeKutte dafür, dass das Publikum alle Auftritte hindurch STÄNDIG seine Kamera im Bild haben musste. Das ist ein Konzert, für das alle Eintritt gezahlt haben (außer wahrscheinlich ihm selbst) und nicht sein persönlicher Foto-Kurs!
    Und das war nicht das erste Mal!!!

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