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WTF Records

Am 29. Juli 2022 waren Bennie und ich gemeinsam für AWAY FROM LIFE auf dem Nord Open Air in Essen unterwegs. Hier Bennies Bericht und meine Bilder des Festivals.

Festivalbericht: So war der Freitag beim Nord Open Air in Essen

Das Nord Open Air, veranstaltet vom gleichnamigen Café am Viehofer Platz in Essen, war vor Corona für mich schon immer ein Highlight. Ein schmuckes Festival an der oben angesprochenen Lokation, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln sehr gut erreichbar ist und zudem mit freiem Eintritt aufwartet. Traditionell gibt es dabei immer einen Tag für die Hardcore-Punk-Fans und einen für die Metalheads. So auch in diesem Jahr, von dem wir (Kai, Gerrit, Kathrin und meine Wenigkeit) uns den Freitag aussuchten. Los gings um kurz vor 17 Uhr mit den Nitrogods. Ihr Motörhead-Rock N´ Roll ging gut ins Ohr, das absolute Highlight war allerdings der Weizenglashalter am Mikroständer von Sänger Oimel. Leider geil. 

BORN FROM PAIN

Dann kam mit Born From Pain das erste Highlight an diesem Freitag für mich, war mir der letzte Auftritt vor einigen Monaten im gegenüber liegenden Don´t Panic immer noch als fetter Abriss im Kopf geblieben. Verstärkt durch das ehemalige Mitglied Pete, der eigentlich bei D.E.E.P. Gitarre spielt, lieferte man einen guten Auftritt ab. Mit einer Setlist, die mit Stücken aus ihrer langjährigen Bandgesichte gespickt waren (Highlights: New Hate, Rise Or Die und Final Nail), zauberte man allen Fans des metallischen Hardcores ein Lächeln ins Gesicht. Außerdem traf ich auch Claudia, die mal wieder für die hervorragenden Bilder verantwortlich ist! An dieser Stelle wie immer: Merci!

Toxpack fielen dann leider der Nahrungsaufnahme zum Opfer und wir erhaschten leider nur noch den letzten Song E.B.S.C., dessen Mitgröhlpart sehr nah am Pennywise-Evergreene Bro Hymn angelehnt ist.

UNEARTH

Auf Unearth hatte ich mich am meisten gefreut, hatte ich die Metalcoreband aus Boston lange nicht mehr live gesehen. Im Vorfeld trafen wir Frontmann Trevor Phipps zu einem kurzen Interview, in dem er uns folgendes mitteilte: 

„Wir waren lange nicht mehr in Deutschland unterwegs und freuen uns besonders hier wieder spielen zu dürfen. Es ist wirklich bemerkenswert, was ihr hier für eine Szene über die Jahre hinweg kultiviert habt. Wir haben eben schon Menschen getroffen, wie wir auf unserer ersten Tour vor über 20 Jahren kennen gelernt haben. Sowas gibt es in den USA kaum noch. Da ist das Leben viel schnelllebiger und Leute, die vielleicht in einer Stadt eine Szene mitgeprägt haben, sind plötzlich nicht mehr da. Und wir kommen natürlich auch gerne wegen des Bieres hierhin. Da macht euch so schnell keiner was vor, hahaha. Wir werden Anfang des nächsten Jahres ein neues Album veröffentlichen, erste Hörproben daraus werden in einigen Monaten zugänglich sein. Checkt im Herbst mal unsere Accounts ab und seid gespannt. Wir haben uns wirklich ins Zeug gelegt bei den neuen Stücken.“

Ähnlich wie auch beim Auftritt am Viehofer Platz. Mit Abstand waren Unearth die beste Combo am Freitagabend, hatten sie das Publikum nach wenigen Stücken auf ihrer Seite. Ein heftiger Moshpit und Refrains, die aus vollen Kehlen gebrüllt wurden waren der Dank des Publikums. Großartig!

HEADLINER SICK OF IT ALL

Zum Abschluss gab es nochmal Hardcore aus New York. Der Headliner Sick Of It All trat in einer etwas ungewöhnlichen Besetzung auf, denn es fehlte Gitarrist Pete Koller. Das markante Gründungsmitglied mit dem blonden Irokesenschnitt musste die Europatournee aufgrund eines medizinischen Eingriffs leider absagen, für ihn war Craig Silverman von Agnostic Front mit an Bord. Die Veteranen agierten eigentlich wie immer, weder schlecht noch überragend. Man hat eine Menge großartiger Klassiker in der Setlist, aber auch einige Filler. Vor allem die längeren Stücke aus der jüngeren Albumhistorie sind nicht ganz so mein Fall. Wenn man allerdings ein Konzert mit Nackenbrechern wie Step Down, Build To Last oder Scratch The Surface beendet, bleiben wenig Fragen offen. Hervorzuheben ist noch die Reaktion Sick Of It Alls beim letztgenannten Song, der nach kurzer Zeit abgebrochen werden musste, da es eine(n) Verletzte(n) im Pit gab. Vielen Dank für diese Geste, denn Sicherheit geht vor! Wir wünschen dem/der Unbekannten alles Beste und hoffen, dass es nicht so schlimm gewesen ist. 

Summa summarum war das diesjährige Nord Open Air ein voller Erfolg. Geiles Wetter, geile Bands und eine geile Lokation. Das zog natürlich. Selten hab ich es so voll erlebt. Das führte zwangsläufig zu vielen Wartezeiten und langem Anstehen. Allerdings kommt so auch ordentlich Kohle in die Kasse, um im nächsten Jahr wieder ein ähnliches Ding auf die Beine zu stellen. Ich freu mich schon!   

FESTIVALBILDER

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