Portrayal Of Guilt - Devil Music
Portrayal Of Guilt - Devil Music

Ende 2021 ist das Album Christfucker von der Blackened Screamo-Band Portrayal Of Guilt erschienen. Das fand ich damals gut und wollte den Nachfolger Devil Music (2023) zeitnah nach Veröffentlichung besprechen. Einfach so, weil ich den Vorgänger gut fand. Wie das mit dem Leben, den mentalen Problemen aber immer (wirklich immer) so ist: es hat nicht geklappt. Und wenn etwas nicht geklappt hat, ist es ein wirklich sehr guter Nährboden für eben jene mentalen Probleme.

Devil Music ist 2023 via Run For Cover erschienen. Auf diesem Label erscheint in diesem Jahr, also 2026, auch ein neues Album. Das 2023-Werk ist interessant, weil die erste Hälfte typisch für die Band ist. Der zweite Teil hat die gleichen Titel, der allerdings andere Musik enthält. Die Screams und Growls sind aber die gleichen.

Das erste Lied One Last Taste of Heaven ist an Position 6 nochmals mit anderem Sound enthalten. Die Stücke sind ähnlich betitelt, vorangehend ist immer eine römische Ziffer. Hier: I (One Last Taste of Heaven). Denkbar einfach, die beiden Auswahlmöglichkeiten: typisch oder untypischer Sound der Band, ist allerdings nicht so einfach. Beides ist denkbar schwierig zu verdauen.

- NEWSLETTER -

Ihre Komplexität wird in der zweiten Hälfte des Albums deutlich, in der die Lieder aus der ersten Hälfte als Kammermusik präsentiert und überwiegend für Cello, Waldhorn und Tuba neu arrangiert werden.

Die zehn Tracks haben fast eine Spielzeit von 31 Minuten. Devil Music als Titel ist interessant gewählt. Wenn jemand besessen ist von einem Dämonen, neigt die Person dazu, sich in anderen Sprachen ausdrücken zu können. Auch solchen, die viel älter sind als das gegenwärtige Englisch, Spanisch, Italienisch et cetera. Und auch aus einer anderen Kultur stammt. Meist sind es Dämonenforscher, Exorzisten und ihre Kolleg:innen, die diese sonderbare Sprache als solche erkennen.

Wurde deshalb der Kern in Form der Lyrics gelassen, aber hier zwei Versionen präsentiert und deswegen der Titel gewählt? Oder wegen der Black Metal Einflüsse? Einfach ein Klischee bedient?

Musikalisch ist beides schon etwas anstrengend. Das eine mehr als das andere, weil der Kontrast größer ist. Nichtsdestotrotz ein gutes Release, das durchaus spannend ist und sicherlich wieder mal in meinem Player landet, wenn ich mal Freiraum dafür habe.

Devil Music von portrayal of guilt

- Werbung -
– Playlist: Happy Release Day

Beitrag kommentieren

Bitte gebe dein Kommentar ein
Bitte gebe dein Name ein