Ein prall gefülltes SO36, ein Hauptact in Feierlaune und ein Opener, der zu verzaubern wusste. So könnte man diesen Abend kurz und knapp zusammenfassen.

Ausführlicher und mit etwas mehr Emotionen liest es sich so: Am 13.2.2020 gaben sich Silverstein in Berlin die Ehre, um ihr 20-jähriges Bestehen und gleichzeitig den 39. Geburtstag ihres Sängers Shane Told zu feiern. Im Gepäck hatten sie neben guter Laune (was für ein Schenkelklopfer) ihr Album Discovering the Waterfront und eine Vorband aus dem Bilderbuch.

Eingeleitet von feinster Emo-Disko betraten Hawthorne Heights die Bühne und begeisterten nicht nur die ehemaligen Emogirls mit ihren alten Klassikern. Sichtlich happy spielten sich Hawthorne Heights selbst in die Herzen derer, die bislang noch nichts von ihnen gehört hatten und gaben auch ihre neuen Stücke zum Besten. Mehrere ausdrückliche Hinweise von Sänger JT Woodruff, doch bitte am Merch Stand „Hallo“ zu sagen, setzten die Anwesenden anschließend brav um.

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Noch einmal Emo und Skate-Punk aus der Konserve und dann gaben sich Silverstein die Ehre. Aufgeteilt in drei Sets, die zusammen ca. 2 Stunden dauerten, spielten sie einen Klassiker nach dem nächsten plus ihr Album Discovering the Waterfront. Zwei Stunden Singalongs, Schreien, Swingen und Hüpfen – jeder im SO36 wurde mitgerissen. Vielleicht auch deshalb, weil es so eng war, dass jede Bewegung Wellen schlug. Das unglaubliche Pensum merkte man Silverstein kein bisschen an. Schlagzeuger Paul Koehler erzählte mir nach der Show, wie gut er sich fühle und dass er selbst überrascht sei, wie gut sie das durchgehalten haben. 🙂

Treffsicher wurden die Akkorde und Screams durch das SO36 gejagt. Das Publikum war textsicher, moshfreudig und verschonte die übrigen Fans vor exzessivem Stagediven. Set Nummer zwei spielte Shane Told komplett allein mit Akustik-Gitarre.

Man soll ja vorsichtig sein, mit solchen Äußerungen, wie „perfekt“ und „Konzert des Jahres“, vor allem, wenn man gerade einmal Februar hat. Aber sowohl der Sound im SO36, als auch die Stimmung im Publikum und natürlich die unglaubliche Energie und gute Laune der Bands haben uns mit diesem Gefühl nach Hause gehen lassen, dass das etwas ganz großes war.

 

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