Taker - Sons And Daughters (2026)
Taker - Sons And Daughters (2026)

Ein altes Sprichwort besagt, dass man nie ein Buch nach seinem Einband beurteilen sollte. Ob das auch für Plattencover gilt, weiß ich nicht. Allerdings muss ich gestehen, dass ich mir die Platte Sons And Daughters von Taker eigentlich nur wegen des Covers gekauft habe. Nicht dass es schön ist, eigentlich ist es pottenhässlich, aber auch wieder irgendwie anders. So schlecht, dass es wieder gut ist. Nun ja, egal, seinen Zweck, die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, hat es jedenfalls erfüllt.

Das Coverbild stammt von Scott Sonner, einem Tätowierer aus Buffalo, der recht schräge Tattoos und Kunst macht. Wenn es interessiert, man findet ihn auf Instagram.

Aber mal zur Band: Taker sind eine neue Band, rund um Eric Ellman, den man sicherlich am meisten von seiner Tätigkeit bei Violent Way kennen dürfte. Auch die anderen Bandmitglieder sind keine Neulinge. Aber es würde den Rahmen sprengen, aufzulisten, wer wo schon überall spielte oder gerade noch spielt. Drew Stark könnte man vielleicht noch von seiner Zeit bei Violent Way kennen.

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Die Musik der Band würde ich, müsste ich einen Stil dafür nennen, als Gabba Gabba Oi! bezeichnen. Also was ich meine: Manchmal hört man tatsächlich ein paar Oi! lastige Klänge durch, allerdings steht das Album unter dem Schirm der Ramones. Tatsächlich war ich erschrocken, als ich die Platte auflegte, ohne immer noch nicht zu wissen, was hier abgeht. Ich dachte echt zuerst, man hätte irgendwo alte Aufnahmen der Ramones in einem Keller gefunden und diese irgendwie auf eine Platte gepresst.

Besonders der Gesang erinnert extrem an Joey. Das ist aber auch nicht schlecht, ich liebe die Ramones, und so erfreue ich mich extrem an diesem Album. Zu sagen sei aber, dass das alles kein Plagiat ist. Auch keine dumpfe Kopie der Ramones, dafür hat es am Ende doch zu viel Eigenständigkeit.

Zu dem Song Boots, der richtig gnadenlos einschlägt, hat sich die Band  gesangliche Unterstützung von Jenny Woo geholt. Und das ist ein richtig geiler Song geworden.

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Nennt es Ramones-Core, nennt es Punk, nennt es Oi! eigentlich spielt es keine Rolle. Taker ist das Bastardkind, das aus einer Liaison von Blitz und den Ramones entstanden ist, und wo wir nie wussten, dass wir es bräuchten.

Tracklist

  1. Reach Out
  2. For You
  3. Big Step
  4. We Don’t Call
  5. Boots
  6. Work
  7. Town
  8. Alias
  9. No Score
  10. Game Of Pricks
  11. Divider
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– Playlist: Happy Release Day
BEWERTUNG
Taker- Sons And Daughters
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SteveS
Hey, ich bin Steve. Punk hab ich mit 12 entdeckt als ich eine CD von The Exploited kaufte. Hardcore kam ein wenig später, weil ich Gang Green durch ein Coversong von Tankard entdeckte. Ich veranstaltete kleine DIY-Shows in Luxemburg und schrieb fürs Punkrock!, fürs Plastic Bomb, für den Gestreckten Mittelfinger und fürs Polytox. Und nun bin ich hier :)
taker-sons-and-daughters-review-2026Nennt es Ramones-Core, nennt es Punk, nennt es Oi! eigentlich spielt es keine Rolle. Taker ist das Bastardkind, das aus einer Liaison von Blitz und den Ramones entstanden ist, und wo wir nie wussten, dass wir es bräuchten.

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