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Am 15. Oktober waren Tim Vantol & Band in Neunkirchen im Rahmen ihrer Burning Desires Tour zu Gast.
Ich für meinen Teil habe mich mit fieser Erkältung hingeschleppt. Mein lieber AFL-Kollege Gripweed hat mich dankenswerterweise tatkräftig unterstützt und hat für diesen Konzertbericht den Teil zur Vorband sowie ein Foto beigesteuert. Danke!

Joe McMahon & The Dockineers waren Vorband für Tim Vantol & Band. Wem der Name bekannt vorkommt: Es handelt sich um den Sänger und Gitarristen von Smoke on Fire. Auch die Band dürfte bekannt sein, sind es doch Mitglieder von Dee Cracks, The Gamits und Midrake. McMahon ist gerade auf Tour um sein Solodebüt Another Life zu promoten.

Tatsächlich mussten Mainman und Band an diesem Tag aus Kiel anfahren und sind wohl erst kurz vor ihrem Auftritt angekommen. Krasser Aufwand. Krass auch, wenn man bedenkt, dass sie vorher mit Tim in Weinheim waren. Während dieser nach Konstanz reiste, gings für die Band hoch in den Norden und wieder zurück. Ich hoffe, sie haben ihren Tourmanager danach ordentlich verprügelt, wer legt denn solche Dates fest? Egal, sie haben es ja geschafft. Und durften vor ausverkauftem Haus spielen. Es gab Akustik-Folk mit Bandunterstützung.

Passten ganz gut zu Tim Vantol und machten ihren Job auch recht gut. Etwas ruhiger, als das was folgen sollte, aber dennoch sehr passend. Mit auf Tour dabei hatten sie Billy Liar, oder wie er sich selbst auf Facebook vorstellt: „Scotland’s finest angry young man turned incredible storytelling acoustic punk poet“.

Foto: Gripweed

Da er ja sowieso mit ihnen auf Tour war, durfte er auch noch ein Liedchen trällern. Währenddessen verließ die Band die Bühne. Das Lied kam ganz gut an, wenn ich das richtig eingeschätzt habe. Auch eine feine Geste, network of friends und so… Danach gabs noch zwei Nummern von Joe McMahon mit Band und dann war Zeit für Vantol.

Der Rock-Troubadour aus Amsterdam durfte, wie bereits erwähnt, in der ausverkauften Stummschen Reithalle spielen. Darf man ruhig öfter schreiben, denn diese Tatsache sorgte besonders bei dem Protagonisten für große Freude und wurde den ganzen Abend über eigentlich immer mal wieder erwähnt.
Tim Vantol selbst spielte, wie üblich, die Akustik-Gitarre und wickelte das Publikum in seinen Gesang ein. Tim van Doorn übernam das Spielen des Basses, Eddie van Dongen verdrosch das Schlagzeug, Adrian Delange spielte E-Gitarre und Fokko Mellma spielte eigentlich alles was irgendwie an Instrumenten aufzufinden war – und das auf großartige Art und Weise. Hätte er nach gelungenen Einsätzen an der E-Gitarre, am Klavier oder auf der Mandoline auch noch den Feuerlöscher gegriffen und diesem eine hübsche Begleitmelodie entlockt – es wäre wohl niemanden überrascht, wenn auch beeindruckt gewesen!


Die Liedauswahl sollte wohl nicht viel Raum für Kritik geboten haben. Mal
sehr gefühlvoll, mal euphorisch, mal empathisch, mal kritisch – stets jedoch vorgetragen auf eine sehr sympathische und authentische Art und Weise. Seine eingängigen Refrains animieren ohne peinliche Gesten zum Mitsingen, seine hin und wieder sehr ausgiebigen Ansagen – beispielsweise über Dachzelte – machen seine Konzerte zudem auch irgendwie aus.


Für ein paar Songs durfte die Band pausieren und Tim Vantol beschallte den Raum alleine mit seiner Stimme und seiner Akustikgitarre. Besonders waren auch die Lieder, die er unverkabelt inmitten des Publikums zum Besten gab.

Einen Vergleich mit den Großen Namen die ähnliche Musik machen muss er längst nicht scheuen – dies zeigen auch die stetig wachsenden Zuschauerzahlen bei seinen Konzerten. Die meisten Besucher der Stummschen Reithalle werden Tim Vantol bestimmt nicht zum letzten mal gesehen haben.

 

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