Ziemlich genau 10 Jahre sind vergangen, seit die BEATSTEAKS der Garage in Saarbrücken zum letzten Mal einen Besuch abgestattet haben. Das lag zum einen an den wachsenden Zuschauerzahlen, zum anderen an Festivalauftritten in der Region während der Sommermonate des vergangenen Jahrzehnts.
Nach weit über einem Jahrzehnt treuen Fan-Daseins kann ich mit dem neuen Album YOURS nicht viel anfangen. Zur Garage ging ich also mit leicht skeptischem Gefühl – andererseits haben mich die Beatsteaks live aber auch wirklich noch nie enttäuscht!

Das erste was das Publikum in der ausverkauften Garage zu sehen bekam war der Support-Act: Shoshin. Eher bekannt durch Guerilla-Gigs und Auftritte auf bspw. dem Southside Festival war ich gespannt auf die einzige der Beatsteaks-Support-Bands, die ich vorher noch nicht intensiv gehört oder live gesehen hatte.

Vielschichtige Musik boten Shoshin durchaus mit ihrer Crossover-Mischung aus Punk und sogar Dub und Raggea. Dennoch war der Auftritt kurioserweise eintönig und hatte so seine Längen. Ein kurzer, knackiger Gig in einem kleinen Laden oder eben einer dieser halblegalen Guerilla-Gigs mag sicher überzeugen, aber im Vorprogramm der Beatsteaks hätte ich rückblickend gerne bspw. lieber auch die Decibelles in Saarbrücken gehabt.

Nach der Umbaupause durfte sich das Publikum dann endlich über die Beasteaks freuen. Arnim verweilte nur kaum merklich bei seinen Band-Kollegen auf der Bühne und nahm dann direkt den Sprung – gut, dass er eh nen Jogger an hatte – über den Wellenbrecher ins Publikum, das sichtlich Spaß über den Besuch des Sängers hatte. Sowieso durften die restlichen Beatbuletten wohl meist nur von hinten zu sehen bekommen haben. Immer wieder hüpft er auf die beiden eigens für ihn im Graben errichteten Podeste und singt unmittelbar vor der ersten Reihe seine Lieder.


Zwischen den Liedern und Zugaben wurde immer mal rihannaesk wieder die Klamotte gewechselt. Arnim war aber stets lässig gekleidet. Besonders stach neben der Auswahl an Caps und Fischerhüten aber unter den ganzen Klamotten ein Whitney-Houston-Shirt geraus.


Die Liedauswahl war großartig. Ich habe nichts vermisst, die neuen Songs haben mich Live überraschenderweise auch bestens unterhalten und die alten Klassiker wurden mitgegröhlt. Auch schön, dass wie in letzter Zeit eigentlich immer auch Hey Du gespielt wurde.

Nass geschwitzt und Glück wurde Publikum nach mehreren Zugaben entlassen.
Auch heute wurde ich nicht enttäuscht.

Demons Run Amok - Fest

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