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Dead Serious Recordings

Das Noisehausen Festival 2019 ging am 27. Juli nun in die vierte Runde. Zum ersten Mal war ich dabei und wusste nicht was mich in Schrobenhausen erwarten wird. Ganz unscheinbar zwischen Ingolstadt und Augsburg wird dezent ausgeschildert wo es lang geht. Die ersten Leute kommen schon um 15 Uhr mit mir an und finden sich zusammen. Bereits im Zug habe ich schon erste Bekanntschaften gemacht und mich über die Bands des Tages unterhalten.

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Gelände des Noisehausen Festivals

Angekommen auf dem Festival gab es erstmal ein erfrischendes Radler, da es trotz Wolken und wenig Sonne doch sehr schwül war. Es gab genügend Anlaufstellen mit Zapfhahn und auch an Essen hat es nicht gemangelt. Direkt in der Mitte des Geländes gab es außerdem genug Sitzplätze/-polster. Dort konnte man es sich entweder auf Paletten, Bierbänken, Liegestühlen oder sogar Bierkästen mit Auflage gemütlich machen.

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Stäbruch Festival

Pawn Painters

Die erste Band des Tages waren die Pawn Painters. Eine Band aus Schrobenhausen, die als Local Heroes angekündigt waren. Allzu viele Besucher waren noch nicht angekommen, jedoch war genug Support für die Jungs da, die sie gebührend unterstützt haben. Im Laufe des Sets hat sich dann das Gelände langsam gefüllt und immer mehr Leute kamen, um die Band zu sehen. Die Jungs hatten einen sehr guten Groove drauf, der auch ansteckend war. Ein guter Einstieg für den Tag.

Dobré

Auf der zweiten Bühne spielten im Wechsel folgend Dobré. Hier fiel sofort auf, dass der Bassist keinen normalen 4-Saiter spielt, sondern ein Kontrabass auf der Bühne stand. Diesen spielte er sogar mit leichter Rock-Attitüde. Natürlich hatte er auch einen regulären E-Bass dabei. Leider haben sich die Leute nicht nach ganz vorne getraut und haben sich eher hinter der Holz-„absperrung“ aufgehalten. Sehr schade fand ich persönlich, dass auf der Bühne das Kazoo des Sängers kaputt gegangen ist. Fürs nächste Mal weiß er, dass er immer ein Ersatzkazoo dabei haben sollte.

Taskete!

Taskete! sind lediglich zwei Personen. Währenddessen wurde mir beiläufig erzählt, dass es sich bei dem Drummer um den Schlagzeuger von Sportfreunde Stiller handelt, der auch aus Schrobenhausen kommt! Hier hat er meiner Meinung nach die bessere Wahl getroffen und hatte auch sichtlich Spaß dabei. Bei dieser 2-Mann-Gang ging es bereits ein wenig härter los und die ersten fingen an zu tanzen und pogen. Taskete! sind definitiv zwei, die ich mir für die Zukunft merken muss. Man hat außerdem gemerkt, dass beide schon länger im Musikbusiness unterwegs sind, da der Auftritt sehr professionell und suverän war.

A Tale Of Golden Keys

Diese drei Jungs haben eine ruhigere Note getroffen. Sehr melancholisch und musikalisch ging es hier wieder auf der Nebenbühne zu Gange. Ich war sehr beeindruckt von Sänger und Bassist, die beide sowohl Gitarre/Bass als auch Keyboard im Wechsel spielten. Den Jungs von A Tale Of Golden Keys hat das ganze offensichtlich Spaß gemacht. Es ist immer schön strahlende Musiker auf der Bühne zu sehen!

Mono & Nikitaman

Hier blieb keiner ruhig stehen. Mit Mono & Nikitaman kam ein ganz besonderer und mitreißender Act auf die Hauptbühne. Schon von Beginn an wurde mit der Pyro auf und vor der Bühne nicht gespart. Immer wieder kam aus allen Ecken eine bunte Rauchwolke auf. Mit viel tanzbarer Musik wurde ausgelassen gefeiert. Hier blieben viele Reden zwischen den Songs nicht aus. Die Band bezieht ganz bewusst Stellung zu verschiedenen Themen. Ich finde es super, wie sie viele differenzierte Themen ansprechen wie zum Beispiel Feminismus, Legalisierung von Gras, LGBTQ+ und auch Politik. Sie haben eine klare Meinung, die von den Besuchern des Festivals unterstützt wird. Beeindruckend, dass sie sich so klar positionieren und nicht zurück schrecken. Dazu macht die Band auf jeden Fall sehr viel Spaß beim Zuschauen! Ich empfehle jedem sich Mono & Nikitaman mal live anzuschauen!

Zwischendurch habe ich mal eine Pause eingelegt und mich auch ein bisschen umgeschaut. Beim Noisehausen gibt es wirklich alles zu finden – sogar einen Friseur!

The Intersphere

Als aller erstes ist mir aufgefallen wie brav die Jungs von The Intersphere in einer Linie stehen. Sogar der Drummer war vorne rechts auf einer Höhe mit den ganzen anderen Bandmitgliedern. Das erste Mal, dass ich so eine Anordnung sehe. Ob es wohl daran lag, dass The Baboon Show schon aufgebaut in den Startlöchern stand? Ansonsten waren die Mannheimer im Vergleich zu Mono & Nikitaman viel härter unterwegs. Ich war sehr von den Clean Vocals und vom Bassklang angetan. Außerdem habe ich das erste Mal an diesem Tag etwas wie einen Breakdown wahrgenommen. Alles in allem ein gelungener Auftritt!

Leider habe ich nicht alle Bands gesehen, da ich auch mal eine Essenspause brauchte. Hier gab es eine große Auswahl von Pizza, Curry oder Döner. Alles natürlich auch in vegan. Da ist für jeden was dabei!

The Baboon Show

Bei The Baboon Show war die Punk-Attitüde natürlich nicht zu gering. Mit rotzigen Vocals und einem markanten Auftreten haben die Schweden gezeigt, was in ihnen steckt. Ein gewisser Humor blieb auch nicht aus. Der Drummer stellte sich selber als Sexy Motherfucker vor und die Sängerin musste mal ein ernstes Wörtchen mit dem Techniker reden – natürlich nicht zu Fuß sondern via Stagedive. Leider viel es sehr schwer hier Fotos zu machen, da man von einem Moshpit in den nächsten geraten ist. Ein wenig Gedrängel war auch mit dabei. Deswegen habe ich nach kurzer Zeit auch die Kamera bei Seite gelassen und mich unter die Menge gemischt.

Kettcar

Auf Kettcar habe ich mich besonders gefreut, da ich ein großer Fan von Ihrem Album Ich vs. Wir bin. Natürlich war die Stimmung im Vergleich zu vorher weniger auf-die-Fresse, aber ich würde keine Minute eintauschen. Meinem Gefühl nach wurde auch das Klientel anders. Kettcar sind kurz gesagt sehr talentierte Musiker und die Stimme verpasst mir jedes Mal wieder Gänsehaut. Nicht zuletzt sind die Jungs auch sehr sympathisch und haben gut unterhalten! Mit dem Song Sommer ’89 haben die Junge eine sehr ernste Note getroffen. Die ernste Note hörte eigentlich auch nicht auf. Nach Ihrem „Emo-Block“ wurde es sogar fast fröhlich – aber nur fast. Nichts desto trotz sind Kettcar eine Band, die man gesehen haben sollte. Die Texte sind sehr durchdacht und treffen einen mit ihrer Emotionalität und Ehrlichkeit.

Fazit

Das Noisehausen 2019 war im Großem und Ganzen ein super entspanntes und rundum schönes Festival. Es wurde sehr liebevoll dekoriert und auf jede Kleinigkeit geachtet. Ich habe mich dort sehr gut aufgehoben gefühlt und ich möchte mich nochmal beim ganzen Team unter der Leitung von Andreas Baierl bedanken für diesen großartigen Tag! Musikalisch ist das Line Up gut durchwachsen und ich würde behaupten, dass für jeden etwas dabei ist. Ich freue mich schon unglaublich auf das nächste Jahr! Cheers!

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