Passend zum erscheinen des neuen CatEaters Albums auf Vinyl haben wir Marcel „Dicker Bassist“ Labonte und Bernie „Burnhard“ Preuß ins Kreuzverhör genommen. Was es zum neuen Album zu fragen und zu sagen gibt, erfahrt ihr hier:

AWAY FROM LIFE: Hey ihr beiden, im Hause CatEaters ist 2020 einiges passiert. Wie habt ihr die Pandemiezeit mit der Band bisher nutzen können?

Marcel Labonte: Hey Max, Krasses Jahr…. so kann man es sagen ja! Anfang 2020 haben wir noch unser Happy New Beer-Festival zum vierten mal starten können und waren nochmal zu Gast in Belgien, bevor wir uns „isoliert“ haben um den Fokus auf die anstehende Albumproduktion im Tonstudio 45 legen zu können. Anfang März haben wir uns dann mit Kurt Ebelhäuser und Michael Wern für zwei Wochen eingeschlossen und auch nicht wirklich etwas von der Realität draußen wahrgenommen.

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Als wir das Album eingespielt hatten und wieder in besagter Realität angekommen waren, hat Covid-19 dann so richtig angefangen zu wüten. Nach einigen Wochen haben wir, so lange es möglich war versucht, alles mögliche an Vorbereitungen für das Album-Release schon mal ansatzweise fertig zu machen. Keiner konnte ja ahnen, was für die Branche und schlussendlich auch uns noch möglich sein wird oder halt auch nicht. Kurzfristig hatten wir noch ein wenig Hoffnung, da wir im Sommer noch ein letztes Konzert in Brugg in der Schweiz spielen konnten. Aber die Hoffnung verging dann wieder schnell. Wir haben also überlegt, was können wir machen. Als kleine Band ist es nicht einfach gewesen, an die heiß begehrten „Streaming-Gigs“ zu kommen. Zusätzlich haben wir außerdem unser Glück versucht, für das Album ein Label zu finden, was unter den Umständen realistisch gesehen natürlich keinen großen Erfolg versprochen hat.

Ein Video zum Release der ersten Single „Weekend“ haben wir auch noch fertigstellen können. Schlussendlich haben wir also den Entschluss getroffen, zum 01. November 2020 das neue Album RARE  in den gängigen Streamingportalen zu releasen. Aufgrund der langjährigen Entwicklung hinsichtlich CD-Verkauf haben wir uns geeinigt, keine CDs mehr pressen zu lassen und stattdessen RARE als Vinyl auf den Markt zu bringen. Andreas Jung hat mit seinem genialen Mastering dazu beigetragen, dass wir heute nun endlich eine richtig gute Platte haben! Im Lockdown arbeiten wir gerade daran, schon wieder die ein oder neue Idee zu entwickeln um diese für uns Musiker „trostlose Zeit“ sinnvoll nutzen zu können. Hoffen wir, dass es bald ein Ende hat.

AFL: Mit RARE habt ihr inzwischen euer zweites Album veröffentlicht. Was hat sich im Vergleich zum Vorgänger denn verändert?

Bernhard Preuß: Um es ganz klischeehaft zu beantworten: wir sind erwachsener geworden! Was das Songwriting für unser erstes Album Delicious betrifft, waren wir natürlich noch etwas grün hinter den Ohren. Beim Schreiben der Songs für Rare und bei der Produktion konnten wir auf viel mehr Erfahrungen zurückgreifen. Für die Feinheiten wurden wir dann noch von dem super Produktionsteam Kurt Ebelhäuser und Michel Wern unterstützt. Die beiden haben nochmal ordentlich Kohlen aufs Feuer geworfen!

AFL: Inzwischen ist es ja schon ein Jahr her dass ihr im Studio wart. Würdet ihr Dinge heute anders machen?

BP: Ich hab bis jetzt nichts, was ich ändern würde. Ideen, wie man etwas hätte anders spielen können kommen einem ja meistens erst, wenn man die Lieder ins neue Live-Set einbaut. Dank Corona kamen wir leider noch nicht wirklich in den Genuss, ein neues Live-Set zu schreiben und zu proben

ML: Schwer zu beantworten würde ich sagen, da wir ja nicht wirklich die Möglichkeit im Nachgang hatten weiter zu proben oder Auftritte zu spielen. Grundsätzlich bin ich aber von der Qualität der Aufnahme und der genialen Zusammenarbeit mit Kurt und Michael begeistert und sehe da aus der jetzigen Sicht keine großen Änderungswünsche.

AFL: Woher kommt eigentlich der Bandname? Seid ihr große Fans von Alf?

BP: Puh, ich hasse die Geschichte. Unser erster Proberaum war im Keller von Bekannten. In den Pausen saßen wir immer in deren „Raucherzimmer“, in dem sich dann einige Katzen um uns tummelten. Da diese uns dann irgendwann ziemlich auf die Nerven gingen, kamen wir auf CatEaters.

AFL: Wie entsteht denn ein klassischer CatEaters Song?

BP: Oft ist es so: Entweder hab ich eine Gitarrenmelodie, einen halbfertigen Refrain oder ein Wort, dass sich in meinen Augen toll als Songtitel machen würde.. das musikalische Grundgerüst bauen wir dann auf der Probe und der Andy dichtet da dann einen tollen Text drumherum, fertig!

AFL: Ihr, also Marcel und Bernhard, singt ja beide viele Songs, die Texte schreibt aber dann der Gitarrist?

BP: Die Texte schreibt größtenteils unser Rhythmusgitarrist Andy. Der ist ein ziemlicher Poet, was unsere Texte mit einem Hauch Unsinn und viel Witz zu tun hat.

AFL: Manche musikalischen Helden hört man bei euch sofort raus, so wie beispielsweise Turbonegro. Was steckt denn noch alles in eurem Sound versteckt?

BP: Was mich angeht, bleibt es da fast ausschließlich in Skandinavien: Gluecifer, Hellacopters, Bloodlights.. Und bei Pool Attendant wollten wir den Ramones die Ehre erweisen. Peter Pan Speedrock haben da auch noch „ein Wörtchen“ mitgesprochen.

ML: Musikalische Helden die ich einfließen lassen wollte und auch will sind Queen. Ich fand es schon immer atemberaubend Queen Songs zu hören und diese Mehrstimmigkeit haut mich immer wieder von den Socken. Anfangs wollten wir auch Stimmen in unseren Songs integrieren, mussten aber feststellen, dass wir da erst noch viele Feinheiten erarbeiten müssen damit es klingt. Wir werden da weiter dran arbeiten bis es klingt. RARE ist da schon deutlich weiter als es unser erstes Album DELICIOUS gewesen ist. Aber ich der festen Überzeugung, dass da noch mehr kommen wird.

AFL: Da du beide Albumtitel erwähnst, die Namen sind ja in Küchen durchaus üblich. Hat das was mit dem Bandnamen zu tun oder hat das eine andere Verbindung?

BP: Sehr scharfsinnig, lieber Max! Wir haben uns beim ersten Album gedacht, dass das ja eine schöne Idee wäre, da eine Verbindung zu schaffen. Das schränkt uns zwar einerseits etwas ein in Sachen Albumtiteln, aber was wäre das Leben schon ohne Herausforderungen.

ML: In Anlehnung an unseren Namen haben wir schon versucht, das unser Name und Logo mit den bisherigen Alben immer in Verbindung stehen. So ne gewisse Art der Wiedererkennung sollte es schon sein. Wir haben vor den Alben echt die verrücktesten Ideen gehabt, wie das Cover und der Rest aussehen sollte. Zum Teil waren das auch echt kontroverse Diskussionen. So kam es dann mit dazu das die Alben DELICIOUS und RARE geworden sind. Aber ich denke grundsätzlich muss die Idee dahinter stimmen und somit kann es auch sein, dass wir mit den nächsten Alben mal einen anderen Weg einschlagen.

AFL: Dann bin ich mal auf den künftig einzuschlagenden Weg gespannt! Vielen Dank für das Interview!

BP: Wir haben zu danken! An dich und alle Leser: Bleibt gesund, bald sehen wir uns wieder!

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