Chefdenker sind zurück und machen das auch gleich mit dem ersten Song Wir sind zurück. 20 Jahre hat die Band von Claus Luer auf dem Buckel. Das Konzept der Band: 19 Songs und einer auf dem Guido vom Flockenberg singt (in diesem Fall der letzte). Ansonsten heißt das Album Asozialdarwinismus, was sehr gut auf dem Cover umgesetzt ist.

Ich muss zugeben: ich liebe die Band seit Jahren. Am besten gefallen mir die kurzen Bonmots, die Claus in seinen Texten zum besten gibt und die auch schon bei Knochenfabrik und Casanovas Schwule Seite den Reiz ausgemacht haben. Auch hier findet man wieder einige Lebensweisheiten und interessante Statements zu Themen wie Kann Rock’n’Roll Elektromobilität?, Indierock & AC/DC und Ich höre den ganzen Tag Jeff Lynne. Einige davon sind hier versammelt:

  • Wird es sich als schlau erweisen, wenn Nachkriegskinder Adolf heißen?
  • Wahre Worte, falscher Satzbau – komm ich beides gut drauf klar
  • Du bist ziemlich Durchschnitt und das hat einen Grund/Versuch es mal mit Bier in deinem Mund
  • Bier – man trinkt es zum Deutschpunk
  • Brian Johnson oder doch Bon Scott? Es gibt nur einen Dicke-Eier-Gott/du wärst so gern die Nummer drei, doch deine Flinte schießt nicht fehlerfrei
  • Wer braucht noch Zahnersatz? Komm schnell zum Brüsseler Platz

Mein Lieblingssong ist nicht ohne Grund Der beste Papa der Welt. Handelt im Prinzip von einem Kirmesbesuch mit dem besten Papa der Welt, der auch am Glas seinen Mann steht. Oder so. Gibt auch ein nette Video dazu:

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Im Vergleich zum letzten Album Eigenuran (2016), für das mir lange der Zugang fehlte, weil das Konzept Dosenbieralbum, naja, nicht so richtig zu Ende gedacht war und bei 19 Songs das Monothema halt auch etwas langweilig wurde, liebe ich diese Platte von der ersten Minute an. Musikalisch passt auch alles. Chefdenker ist ja mehr Rock-lastig, als die früheren Deutschpunksachen von Knochenfabrik, aber auch einfach super anzuhören. Zwei Tracks erreichen die 3-Minuten-Marke, der Rest  bleibt zum Teil deutlich drunter. Eine grandiose Eröffnung für 2023.

01. Wir sind zurück
02. Blues auf A Part I
03. Kann Rock’n’roll Elektromobilität?
04. Kreuzberger Morgen sind lang
05. Brainstorming in der Werbeabteilung
06. Der Kommissar
07. Bier
08. Indierock & AC/DC
09. Der Mann Im Anzug
10. Junge Union
11. Russischer Anwalt
12. Karneval in Köln
13. Im Weißen Rössl
14. Ich höre den ganzen Tag Jeff Lynne
15. Der Beste Papa der Welt
16. Lückenloser Lebenslauf
17. Ballett kann jeder
18. Ich fand Starwars schon scheiße als es Starwars noch gar nicht gab
19. Blues auf A Part II

PS: Das Album erscheint am 13. Januar 2023. Am Wochenende gibts dafür gleich drei Shows, davon zwei an einem Tag:

Fr, 13.01. / 16:30h Dodo Beach Record Store
Fr, 13.01. / 20h Tommyhaus-Schicksaal
Sa, 14.01. Hafenklang

 

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– Playlist: Happy Release Day
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Gripweed ist Wikipedianer mit Leib und Seele und das, was man gemeinhin als Musiknerd bezeichnet. Musikalisch ist er in vielen Genres beheimatet, wobei er das Exotische und Unbekannte den Stars und Sternchen vorzieht. Eine Weile bloggte er auch auf blogspot.de und war Schreiberling des leider eingestellten saarländischen Webzines Iamhavoc. nach dessen Einstellung wechselte er mit Max zu AWAY FROM LIFE.
chefdenker-asozialdarwinismus-review-2023Grandioser Eröffnungsschlag für 2023!

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