The Pogues vollbrachten es beim Irish Folk, die Mad Caddies beim Dixieland Jazz, Dayz N Daze hauchten dem Bluegrass den Punk ein. Zunächst zu zweit mit diversen Saiteninstrumenten und der Trompete, später dann zu viert mit Waschbrett und selbstgebasteltem Waschwannenbass. Da sie komplett akustisch unterwegs sind, haben sie den großen Vorteil, dass sie immer und überall auftreten können, was sie auch ausgiebig in den USA und Kanada tun.

Seit ich vor einigen Jahren über den großartigen Song Misanthropic Drunken Loner stolperte, habe ich immer wieder mal geschaut, was die vier Texaner so treiben. Ich war einigermaßen überrascht zu sehen, dass die auf Fat Wreck gelandet sind. Wobei, eigentlich auch wieder nicht, denn mit Old Man Markley ist auch die zweite mir bekannte Country-Punk-Band beim Label von Fat Mike. Mit deren Sänger / Gitarrist John Carey nahmen Days N Daze ihr nunmehr achtes Album auf – übrigens das erste mal in einem modernen Studio. Alle anderen sollen in einem Wandschrank im Haus von Sänger Jesse Sendejas‘ Vater aufgenommen worden sein.

Days N Daze

Show Me The Blueprints beinhaltet elf Songs, in denen von Drogen, Alkohol, Tod und der aktuellen Politik gesungen wird. Während mit Fast Track ein Liebeslied geboten wird, dass ich mir durchaus auch auf einem Country-Radiosender vorstellen könnte, wird beim Titeltrack gekrischen, dass man meinen könnte, Stza von Leftöver Crack wäre an Bord. Alles in allem ist Show Me The Blueprints ein ganz brauchbares Album, für das ich allerdings einige Durchläufe gebraucht habe, um rein zu kommen. Fans von Flogging Molly sollten dem Ganzen auf jeden Fall eine Chance geben. Zu haben ist die Scheibe ab 01. Mai 2020.

Tracklist

  1. Flurry Rush
  2. Ditches
  3. LibriYUM
  4. Saboteurs
  5. My Darling Dopamine
  6. Rewind
  7. Addvice
  8. None Exempt
  9. Fast Track
  10. Show Me The Blueprints
  11. Goodbye Lulu Pt. 2

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