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December Youth – Relive ::: Review (2016)

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Aus dem Hause Midsummer Records kommt das Debütalbum Relive der Düsseldorfer Band December Youth. Die Band existiert seit 2014 und hatte bereits im ersten Jahr eine selbstproduzierte EP veröffentlicht, die in der alternativen Presse für Furore sorgte. So wählte das Visions die EP zum Demo des Monats. Das vorliegende Album entstand zwischen Dezember 2014 und April 2015, erschien aber erst am 17. Juli diesen Jahres über Midsummer Records.

Was erwartet den Hörer? Der erste Eindruck ist: jede Menge Wut. Die Band spielt Post-Hardcore und hat einen wahren Schreihals als Sänger. Interessanterweise konterkariert das die relativ melodische und eigentlich recht einfühlsame Musik. Im Zentrum des Albums steht ein Minikonzept bestehend aus den Songs Night Train Talks (Monica), Night Train Talks (Old Man) und Night Train Talks (The Angst In Us). Diese basieren auf Gesprächen und Begegnungen, die Sänger Chris auf nächtlichen Bahnfahrten hatten, daher auch der Titel.

Zur textlichen Ausrichtung noch ein paar Worte von Sänger Chris aus dem Pressetext:

„Im Endeffekt ist „Relive“ ein sozialkritisches Werk, das davon handelt, sich in andere hineinzuversetzen und deren Schicksale oder allgemeine Missstände zu hinterfragen und zu reflektieren. Die Message des Albums ist quasi ein Aufruf zu mehr Empathie und Reflektion!“

Das kann man sicherlich so stehen lassen und ich bin auch der Ansicht, das genau das die Aufgabe von Punkrock und Hardcore ist, nämlich die Beschäftigung mit den Menschen und das Ausüben von Sozialkritik. Hier sticht insbesondere der Song Ailleurs hervor, der sich mit der Flüchtlingskrise beschäftigt und durch entsprechende Samples eingeleitet wird. Dies ist auch gleichzeitig mein Anspieltipp für euch. Mein zweites Lieblingslied ist Common Blues. Aber eigentlich sind alle Lieder des Albums gut hörbar.

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Fazit: Daumen hoch für December Youth. Ein wirklich gut gewordenes Debüt.

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Gripweed ist Wikipedianer mit Leib und Seele und das, was man gemeinhin als Musiknerd bezeichnet. Musikalisch ist er in vielen Genres beheimatet, wobei er das Exotische und Unbekannte den Stars und Sternchen vorzieht. Eine Weile bloggte er auch auf Blogspot.de und war Schreiberling des leider eingestellten saarländischen Webzines Iamhavoc (Archivversion: http://archive.iamhavoc.de/) veröffentlicht seine Beiträge aber jetzt hier,

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