Eternal Struggle - Year Of The Gun (2021)

Eternal Struggle sind eine Band aus Israel, keine israelische Band. Darauf legen sie wert. Für deutsche Medien ist es etwas schwer, den israelischen Konflikt zu durchschauen. Auch in der Punkszene gibt es hier sicherlich differenzierte Meinungen. Die Mitglieder der Band haben jedenfalls ihren Militärdienst abgeleistet und ist trotzdem nicht einer Meinung mit der israelischen Regierung. „Pride Kills“ könnte das Motto der Band sein. Ein Krieg kennt keine Gewinner. „We are all human beings and we are all accountable.“ So stehts im Infoblatt, lassen wir das nun einfach so stehen. Die genaueren Hintergründe werden wir demnächst in einem Interview ansprechen können. Ich sitze momentan an den Fragen.

Eternal Struggle (Photo by Avi Hai Levy)
Eternal Struggle (Photo by Avi Hai Levy)

Aber zurück zur Band: 2016 erschien ihre selbstfinanzierte Debüt-EP. Es folgte ein Auftritt auf dem Wacken Open Air und einige Auftritte in Tel-Aviv mit Bands wie Biohazard, Deez Nuts und Atari Teenage Riot. Merkt euch mal den ersten und den letzt Nane 😉 2018 erschien die Bandhymne Falling Forward. Nicht genug: Brian Mitts Daniel (ex-Madball, auch diesen Namen merken) entdeckte die Band und bot ihnen an, ihr Album zu produzieren. Und so war es dann auch: Year of the Gun ist am 04. Juni 2021 über Demons Run Amok erschienen.

Als ich das erste Mal das Album durchgehört habe, dachte ich nur: was für ein Brett. Ich höre die meisten Review-Scheibchen auf dem Weg zur Arbeit und es muss schon ein seltsamer Anblick im Rückspiegel sein, wenn man den Rezensenten beim Mitgehen mit der Musik sieht. Das passiert mir selten, aber bei dem Album ist mir das bei allen 14 Songs so gegangen. Eine Menge Wut hat die Band im Bauch, das hört man deutlich. Sie erinnern mich an eine Mischung aus Madball und frühe Biohazard, vielleicht ein bisschen metallischer. Aber einfach nur ein krasses, krasses Brett. Ein aggressives, aber durchdachtes Album von vorne bis hinten. Mitreißend, gewaltig, alles niederstampfend. Und das I-Tüpfelchen ist sicherlich Atari Teenage Riots-Remix als Rausschmeißer. Eine harte Industrial-Version des Titeltracks.

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Ansonsten ist alles da, was man für gepflegten Hardcore braucht: Crew Vocals (inklusive Mitts natürlich), harte Riffs, tanzbare Mosh-Parts. Ein Song ist sogar auf spanisch, gesungen vom Bassisten Guilad Piñevsky.

Selten hat mich ein Debütalbum mehr weggeblasen.

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Eternal Struggle – Year Of The Gun (2021)

Eternal Struggle – Year Of The Gun (2021)
  1. Manifesto 00:34
  2. Point One 01:54
  3. Year Of The Gun 02:59
  4. As Heroes Fade 02:52
  5. Indoctrination 03:18
  6. On Broken Backs 02:31
  7. Dependence 02:01
  8. To My Enemies 03:20
  9. Releechious 03:32
  10. Modern Slave 03:11
  11. Pride Kills 03:28
  12. Propaganda 00:57
  13. Last Path 02:27
  14. Eternal Struggle, Atari Teenage Riot – Year of the Gun [Alec Empire Remix] 04:22
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