F.O.D. - Sleepville (2020)
F.O.D. - Sleepville (2020)

Zunächst einmal Schande über mein Haupt. Sind doch die Jungs von F.O.D. aus dem beschaulichen Lier in Belgien und ihre Veröffentlichungen bisher gänzlich an mir vorbei vorbeigegangen. Dabei haben sie am 12. März 2020 mit Sleepville ihr bereits fünftes Album über die drei Labels Bearded Punk Records, Wiretap Records und Thousand Islands Records veröffentlicht und spielen sich seit ihrer Gründung 2008 munter durch die Locations Europas. Umso glücklicher bin ich, dieses knapp 40 Minuten lange Melodic Punkrock-Kleinod für ein Review in den Händen zu halten.

F.O.D.
F.O.D.

Ein wenig Skeptik kommt bei mir auf, als ich lese, dass es sich beim neuesten Output des Quartetts um ein Konzeptalbum handelt. Nicht immer verheißt das etwas Gutes. Zu gewollt klingen die Versuche mancher Bands, die inhaltliche Stringenz konsequent durchzuhalten, sodass einzelne Songs darunter leiden. Dies trifft auf Sleepville allerdings nicht zu. Dabei bewegen sich F.O.D. musikalisch in einem Mix aus schnellen Skatepunk-Hymnen und sanfteren Midtempo Pop Punk-Songs, wobei die Betonung jeweils ganz klar auf dem Aspekt des Melodischen liegt. Wesentlich dazu trägt die Stimme von Sänger Hans gepaart mit den wirklich gut gesetzten Backing Vocals bei.

F.O.D. - Sleepville (2020)
F.O.D. – Sleepville (2020)

Was dem Album aber wirklich zu seinem individuellen Stil verhilft, sind die vielen großen und kleinen Spielereien und musikalischen Ausreißer fernab der klassischen Punkrock-Elemente. So tauchen immer wieder überraschende Parts in den Songs auf, die man so nicht unbedingt erwarten würde. Beispiel gefällig? Bereits das Intro zu Sleepville Guaranteed mit Spieluhr, Streichern und Holzbläsereinsatz macht klar, wohin die Reise geht. Auch in Feeling Gay sollte man unbedingt reinhören und sich über den Klarinetten-Part in der Mitte des Songs freuen.

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Für mich sind F.O.D. eine der Entdeckungen des Jahres, auch wenn viele Szenekenner die Belgier bereits länger auf dem Schirm haben werden. Und so werden das neue Album Sleepville, aber auch seine Vorgänger, noch öfter bei mir durch die Boxen schallen. Anspieltipps: Days Of Future Passed & Feeling Gay

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Tracklist

  1. Sleepville Guaranteed
  2. Days Of Future Passed
  3. Fall In Love
  4. Riverview
  5. Feeling Gay
  6. Wrong
  7. Food For Thought
  8. On An Island
  9. Annie
  10. Stranger In Town
  11. Changes Rise
  12. Thirtysomething And Counting
  13. Coda
  14. Main Street
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– Playlist: Happy Release Day
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Bewertung
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Rouven
Mein Name ist Rouven, ich bin 36 Jahre alt und komme aus Bad Berleburg in Nordrhein-Westfalen. Wenn ich nicht gerade auf Konzerten unterwegs bin, trifft man mich wahrscheinlich auf einem Fußballplatz in der Region. Musikalisch liegen bei mir die Wurzeln ganz klar im Punkrock (Pennywise, NOFX, Bad Religion, Millencolin) aber auch Hardcore-Scheiben rotieren bei mir auf dem Plattenteller (Risk it, Champion etc.).
f-o-d-sleepville-review-2020Wer auf Melodic Punkrock mit einer gehörigen Note Eigenständigkeit und Spielereien steht, ist hier genau richtig.

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