Brian Baker, Michael Hampton, Dennis Lyxzén, Johnny Temple und Mario Rubalcaba: Hinter Fake Names steckt eine Besetzung, deren musikalische Vergangenheit von Minor Threat und Bad Religion über Embrace und Refused bis zu Girls Against Boys und OFF! reicht. Mit Punk Ruins legt die Band nun ihr drittes Album vor und verbindet darauf Punkrock, Powerpop und Post-Hardcore.
Die zwölf Songs wurden innerhalb von fünf Tagen mit Produzent Matthew Barnhardt im Electrical Audio in Chicago aufgenommen. Ursprünglich waren die Aufnahmen als Demos gedacht, am Ende wurden sie zum fertigen Album. Bei dieser Besetzung überrascht es wenig, dass das Zusammenspiel hervorragend funktioniert. Die Musiker bringen ihre Erfahrung mit, und die Melodien haben auf Punk Ruins reichlich Platz.
Nach dem Durchhören fällt mein Urteil ziemlich eindeutig aus: Das Album ist gut. Absolut gut sogar. Schön geschriebene Songs, super gespielt und eine Platte, die man gerne hört. Viel mehr muss man manchmal gar nicht sagen. Fake Names liefern hier ein Album ab, dessen Qualität für mich außer Frage steht.
Trotzdem fehlt mir der ganz große Wow-Effekt. Vor allem vermisse ich diesen einen Hit, der aus den übrigen Songs herausragt und mich sofort dazu bringt, ihn noch einmal anzumachen. Das ist nicht böse gemeint und soll die schönen Songs auch überhaupt nicht kleinreden. Für mein Album des Jahres reicht es vermutlich nicht, aber Punk Ruins lässt sich ausgesprochen gut hören. Ich mag die Platte – nur so richtig umgehauen hat sie mich eben nicht.
Tracklist
- Until It’s Normal
- Good Old Days
- Punk Ruins
- Cover the Distance
- What I Tell Myself
- Diamond Buzz
- Language Lost
- Beautiful Scars
- If You Could See Me Today
- The Little Wonders
- Scream
- Paradise

















