Mit etwas Verspätung werde ich nun auch meine Gedanken zu der neuen Fat Belly Platte los. Den Feiertagen und dem Jahreswechsel ist Stories in Stereo ein wenig zum Opfer gefallen, es ist nicht die Musik gewesen.
Stories in Stereo ist nun das dritte Album, welches die Durststrecke nach 13 Jahren beendet. Dabei wurde der Longplayer in Originalbesetzung eingespielt, was für langjährige Fans sicherlich ein kleines Schmankerl ist. Für mich, der mit Fat Belly durch diese Veröffentlichung das erste Mal in Berührung gekommen ist, ist das hingegen nur eine nette Side-Info.
Die 13 Track der Platte bieten klassischen Punkrock, meist im Mid-Tempo, hier und da aber auch mal etwas flotter. Stories in Stereo hört sich rund an, wirkliche Exoten oder Ausreißer findet man nicht. Stattdessen haben sich Fat Belly auf ihr Handwerk verlassen, dass sie seit 2009 wohl auch trotz Funkstille immer noch beherrschen. Unweigerlich lassen sich musikalisch wie textlich Parallelen zu den frühen Donots ziehen.
Stories in Stereo startet stark, allerdings geht der Platte im Mittelteil etwas die Luft aus. Glücklicherweise ändert sich das zum Ende dann wieder. Und eh man sich versieht, ist das Ding dann auch schon rum. Immer dieser Punkrock mit diesen kurzen Spielzeiten. Dennoch ist Stories in Stereo ein durchaus hörbares Punkrockalbum, auch wenn man nur eben schnell was nebenbei hören möchte.
Das Rad wird nicht neu erfunden, was Fat Belly aber auch gar nicht müssen. Ohne die gesamte Diskografie der Band zu kennen, würde ich behaupten, dass der ganz eigene Sound schon vor Jahren gefunden und immer weiter verfeinert wurde. Stories in Stereo bietet handwerklich gelungenen Punkrock, der nichts falsch macht. Und gerade in den jetzigen Zeiten können es nie genug Punkbands sein.
Stories in Stereo ist bereits erschienen.
Tracklist
- Just One More Year
- Little Boy
- John & Paul
- Kings Of The Midnight
- Lost And Forgotten
- Done For The Day
- Lost Places, Fading Faces
- Better Off Deaf
- Potholes & Hairpin Curves
- Adjust Your Sails
- Stories That You Told
- Nothing Gold Can Stay
- Pandemic




![Interview mit Robert “Nunzio“ Ortiz und Drew Stone von Antidote [2013]](https://www.awayfromlife.com/wp-content/uploads/Antidote-Hardcore-Band-New-York-218x150.jpg)












