Teenage Bottlerocket - Live @ Kufa Esch/alzette
Teenage Bottlerocket - Live @ Kufa Esch/alzette

They call me Steve, und als ich sah, dass Teenage Bottlerocket auf Tour gehen und dabei auch in Luxemburg spielen sollten, schlug mein Herz höher. Ihr erst kürzlich erschienenes Album Ready To Roll  finde ich einfach nur supergeil und so landete es sogar in meinen Jahres Best Of’s .

An sich wollte ich mir eine Karte kaufen, aber Veranstalter Giordano war so nett und setzte mich und meine Frau auf die Gästeliste. Vielen Dank dafür.

So machten wir uns dann auf den Weg nach Esch/Alzette, in die Kufa, die für mich immer noch eine der coolsten Locations in unserem Ländchen ist.

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Vor der Tür mal wieder die üblichen Verdächtigen getroffen, und nach kurzen Gesprächen ging es dann hinein in das gute Stübchen.

The Thrushes

Die Belgier The Thrushes eröffneten den Abend. Ich muss ganz ehrlich gestehen, dass mich der erste Song gar nicht abholte. Irgendwie zu viel Sing Sang. Ich befürchtete schon Schlimmes, dann aber kam die Wende. Nach dem zweiten oder spätestens dritten Song hatten sie mich dann mit ihrem Wallifornia Punkrock. (Wortspiel aus Wallonie, der Region in Belgien, wo die Band herstammt, und California, dem Styl Punk, den die Band spielt)
Die Band entpuppte sich als bunte Vögel und hier war nichts gedrosselt. Sehr schöner Punkrock auf den Punkt gespielt.

Und wenn man schon für eine Ramones-Core-Band eröffnet, sollte man auch ein Ramones-Lied im Petto haben. Deshalb spielten The Thrushes dann noch  Pet Sematary. Guter Opener, hat Spaß gemacht.

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Setlist The Thrushes

  1. Intro
  2. DLAF (Dress Like A Fuck)
  3. Nothin‘ To Say
  4. Less Is More
  5. Thunderman
  6. Whispers Echo
  7. Mr. Prime Minister
  8. Rehearsal Time
  9. Pet Sematary (Ramones Cover)

Adoptees

Adoptees sind eine luxemburgische Punkband, die es seit 2012 gibt. Eine von unzähligen Bands, von Eric Rosenfeld, der hauptsächlich als Sänger von Versus You bekannt ist. Ich weiß noch, wie Eric mir damals erzählte, dass er eine neue Band am Start hätte, die ein wenig mehr in Richtung Oldschool-Hardcore gehen würde, und dass die mir sicherlich gefallen würde.
Die erste Show fand damals im Bronx, einer Metal/Punk-Kneipe in Luxemburg, statt, und ich war direkt begeistert.

Das Bronx gibt es leider nicht mehr, Adoptees dafür immer noch. Zwar spielen sie selten, aber wenn, dann intensiv. Erics raue Stimme und Bens Drumspiel sind eine Wucht.
Persönlich würde ich sagen, dass Ben einer der besten Drummer ist, die Luxemburg zu bieten hat. Und so zerknüppelte er sein Kit mal wieder so gewaltig, dass das Instrument einem fast leid tun konnte.

In der Hälfte des Sets meinte Eric dann, dass man jetzt in der Hälfte angekommen sei, worauf Ben meinte: Vom Leben? Darauf meinte Eric: Nee, da sind wir im letzten Viertel. Naja, hoffen wir mal nicht.
Jedenfalls war es sehr cool, diese Band noch einmal live zu sehen, und ich war ein weiteres Mal mehr als begeistert. Hört unbedingt mal rein.

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Setlist Adoptees

  1. Club Owners
  2. So Sorry (For Ourselves)
  3. Once Bitten
  4. A Friend To Worry About
  5. Remembered
  6. Can’t Stop Writing
  7. What Great Sights
  8. As Pleased As Fuck
  9. Don’t Belong
  10. Human
  11. Waking Up Knowing There’s No Tomorrow
  12. Mayfly

DeeCracks

Die Österreicher von DeeCracks passten natürlich wunderbar ins Line-up. Im Grunde kann man sie auch als Ramones-Core-Band bezeichnen. Als Ramones-Coverband 2003 angefangen, ist die Geschichte der Band eine sehr illustre. Es gab Klagen wegen Namensrechten, da sie anfänglich noch Cretins hießen. Irgendwann hatten sie dann ein Einreiseverbot in die U.S. of A. Aber all das liegt hinter ihnen. Heute spielen sie eigene Songs, und an die Ramones erinnert vielleicht noch das Dee (Dee Dee Ramone) im Namen.

Auf welche Sprache sie das Publikum ansprechen sollten, war ihnen allerdings nicht so ganz bewusst. Mal zur Erklärung: In Luxemburg sprechen wir Luxemburgisch (ja, das ist eine Sprache). An sich kann aber auch jeder Deutsch, Französisch und Englisch. Wir können das auch mal in Sätzen switchen, je nachdem, was die andere Person, der man gegenübersteht, gerade redet.

Gut, wie dem auch sei, DeeCracks war halt klar, dass wir zumindest kein Russisch hier reden, noch nicht! Ja, der Joke war ein wenig böse, ich fand’s aber doch lustig. Wie willst du sonst gerade klarkommen, wenn nicht mit fiesem Humor?

DeeCracks hatten jedenfalls eine Menge an Energie und eine Menge an Fun auf der Bühne, was sich immer wieder in Blödeleien, besonders von Seiten des Drummers Mike, widerspiegelte.
Großartige Show. Sehr, sehr geile Band!

Auch nach der Show stellte sich die Band als super nette, super spaßige Typen heraus. Als ich Mike fragte, ob er eine Setlist hätte, um abzufotografieren, meinte er: „Nee, wir spielen immer aus dem Kopf.“ Netterweise schrieb er mir die Songs dann wohl auf der kleinsten Setlist ever nieder. Vielen Dank dafür!

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Setlist DeeCracks

  1. Stroll The Streets
  2. I Wanted It All
  3. The Window
  4. Get Out Of My Head
  5. Step 4
  6. Not Another Minute
  7. Charite Forever
  8. Kill Or Cure
  9. Down Out And Low
  10. Adderall
  11. Shambles
  12. Valentine
  13. Don’t Turn Your Heart Off
  14. Standing On My Head
  15. Mentalane
  16. Don’t Rely On Me
  17. Do Anything You Wanna Do

Teenage Bottlerocket

Dann war es soweit: die Band, auf die eigentlich alle gewartet hatten. Teenage Bottlerocket.
Und das bis dahin eher tanzfaule Publikum fing an, sich zu bewegen. Wer die Band aus Wyoming schon einmal live erleben durfte, weiß, dass sie immer Vollgas geben und mächtig abliefern. Ein wenig zu mächtig, denn Ray Carlisle legte sich mächtig auf die Fresse. Als er rückwärts ging, wurde er vom Licht geblendet und fiel rücklings über das Podium, auf dem das Drumset stand.

Dabei schoss er das halbe Drumset ab. Der Sturz sah richtig übel aus. Ray stand aber wieder auf und meinte, er hätte nur kurz ein paar Sterne gesehen. Da hatte er in meinen Augen Glück gehabt.

Das Ganze tat der Show jedoch keinen Abbruch. Sehr spielfreudig und mit lustigen Einlagen bespaßten Teenage Bottlerocket das Publikum.

Ray meinte, er könnte gut verstehen, dass einige Leute hinten stehen, mit den Händen in den Taschen, er würde das in seinem Alter ja auch nicht anders tun. Er bittete dann aber darum, dass die Meute für 30 Sekunden mit einem gigantischen Circle Pit ausrasten sollte. Nachher könnte man sich dann wieder hinten hin stellen.

Teenage Bottlerocket feuerten aus allen Rohren. Sie spielten ihre bekannten Klassiker, so wie auch reichlich Songs vom neuen Album. Richtig fette Show, die mächtig Spaß machte. Ich glaube, keine*r der 150 Anwesenden sah das anders.

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Setlist Teenage Bottlerocket

  1. Semi Truck
  2. Don’t Want To Go
  3. Bigger Than Kiss
  4. Freak Out!
  5. Stupid Games
  6. Maverick
  7. Blood Bath At Burger King
  8. Crashing
  9. Bottlerocket
  10. They Call Me Steve
  11. Fatso Goes Nutzoid
  12. I Wanna Be A Dog
  13. She’s The Shit
  14. High Speed Yoga
  15. Dead Saturday
  16. Why The Big Pause? (The Punchlines Cover)
  17. Via Munich (Tony Sly Cover)
  18. Post Mortem Depression
  19. Radio
  20. Headbanger
  21. On My Own
  22. Blitzkrieg Bop
  23. Skate Or Die
  24. You Don’t Get The Joke
  25. Ready To Roll
  26. Taquero
  27. Necrocomicon

Fazit

Ein mehr als gelungener Abend, mit vier Bands, die richtig Bock hatten. Mit The Thrushes eine neue Band kennengelernt. Sehr schön, Adoptees mal wieder live gesehen zu haben. DeeCracks hab ich sehr lieb gewonnen und Teenage Bottlerocket feiere ich eh.
Gute Stimmung, klasse Abend, was will man mehr? Danke an Lisa für die Videos, und noch mal vielen Dank an Giordano für die Einladung und dass du immer noch nicht den Mut verloren hast, DIY-Shows zu veranstalten. 150 Besucher, ein wenig mehr hätten es sein können. Also bewegt eure Ärsche mal wieder auf Konzerte. Soviel Spaß und so wenig Kohle kann euch Netflix nicht bieten.
Giordano wird dieses Jahr noch einige Shows machen. Zwei richtig coole Namen hat er mir schon genannt. Dazu demnächst hier mehr. Karten kaufen und kommen. Support Punkrock! Support your scene.

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– Playlist: Happy Release Day

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