Oiro aus Düsseldorf haben da etwas aufs Kassenband gelegt. Und das beinhaltet elf Hits. Wirklich, es ist egal, ob man den Opener Steine und Keule laufen hat oder mit Elektrizität aus dem Album scheidet. Den Stil der Band kann man als Punkrock bezeichnen, gespickt mit Synthie-Wave und so Zeug. Die Drums kommen vom Drumcomputer, was den Sound etwas schräg macht, den Wiedererkennungswert der Band erhöht und final gesagt: nicht schadet. Das Album ist Anfang Mai erschienen. Leider hab ich es erst recht spät bekommen, aber ich will trotzdem noch meine Meinung dazu kund tun. Das Album mit dem Titel Zweite Kasse Bitte ist über Major Label und Raccoone Records erschienen.
Lässt man sich richtig auf den Sound ein, dann wird man merken, dass viel Verspieltheit in der Produktion steckt. Durch eben jene Nähe zu diversen Genres, welche auch andere Sounds als nur Gitarre, Bass und Schlagzeug verwenden, lassen sich ungewöhnliche Töne erlauschen. Nehmen wir zum Beispiel den Anfang von Wetterfrosch. Nicht nur die Sounds der offensichtlichen Instrumente sind erfrischend. Nein, jedes Kind der 80/90er kennt noch die ersten Yamaha-Keyboards mit den vorprogrammierten Begleit-Beats (wenn man sie so nennen will). Und das, was hier als „Bongo“-Sound abläuft, das ist genau das.
Melodiös begeben sich Oiro ganz oft in die NDW-Schiene. Das kann man nicht leugnen. Aber dennoch treibt der Basssound schon etwas anders. Teilweise erinnert mich das an eine Platte, die ich mir irgendwann Anfang der 2000er gekauft habe: LatteKohlerTor. Da ich das damals schon sehr mochte ist es auch nicht überraschend, dass ich Zweite Kasse Bitte sehr viel abgewinnen kann.
Tanz dich tot mit Depeche Mode. Hört rein, ist echt einen Ausflug wert.

















