Quicksand ist eine der Bands, von denen ich noch irgendwo ein überspieltes/aufgenommenes Tape liegen habe – Tracklist von Hand geschrieben als Cover. Dinge, die es gab, als Musik noch nicht ständig und überall verfügbar war. Jeder Ü40 von Euch hat sicher noch sowas irgendwo liegen oder zumindest die Erinnerung daran. Was ich, früherer Raubkopierer, damit sagen will: die Band ist echt schon alt. Seit den 90ern ist die Post-Hardcore Truppe am Start, wenn auch mit kleinen Pausen.
Am 17. Juli 2026 hat das Trio aus New York nun mit Bring On The Psychics das fünfte Album veröffentlicht. 30 Minuten Feel Good Sound zum Mitgehen und Träumen, mal mit Ecken und Kanten (z.B. Get To It und Supercollider) und dann ganz langsam, leicht und irgendwie schon verträumt (Days You Run To).

Gitarrist/Sänger Walter Schreifels, Bassist/Sänger Sergio Vega und Schlagzeuger Alan Cage liefern mit diesem Album ein energiegeladenes, wuchtiges, verspieltes und experimentelles Stück Post-Hardcore. Selbst Walter Schreifels wollte gar nicht so viel zur Bedeutung der Texte sagen. Denn schließlich sollte jeder unvoreingenommen seine Interpretation vornehmen. Die Grundstimmung ist auf alle Fälle sehr beschwingt und positiv, motivierend und an anderer Stelle doch etwas nachdenklich.
Hellseher brauchen wir auf alle Fälle nicht um das Album zu bewerten. Denn es wird sehr schnell deutlich, dass Bring On The Psychics dank ausgefeilter Melodien, sehr komplexem Songwriting und dem unverkennbaren und charakteristischem Gesang ein unheimlich spannendes Werk ist. Mit jedem Durchgang der zehn Songs in 30 Minuten reift es und man entdeckt immer wieder neue Parts.
Besonders stark finde ich Crystallize, Get To It, Supercollider und Bring On The Psychics. Und auch das vergleichsweise Days You Run To bleibt schnell im Ohr hängen. Auch wenn es erstmal etwas aus dem Rahmen fällt, gebt dem Song auf alle Fälle eine Chance.
Tracklist
- Get To It
- Regenerate
- Agency
- Crystallize
- Supercollider
- In Full Color
- Days You Run To
- Cool Guy
- Moving Forward
- Bring On the Psychics

















