Hal Johnson – Seasons ::: Review (2020)

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Hal Johnson – eine junge Band aus dem kleinen Greven. Via Uncle M veröffentlichen die Münsterländer nun ihr Debut-Album Seasons! In Zeiten der Ausgangssperre hatten wir die Möglichkeit, intensiv in die 11 Songs auf der Platte reinzuhören und euch einen ersten Eindruck zu verschaffen.

Den Einstieg in das Album liefern uns die Jungs mit Ghost. Der Song beginnt mit einer Acapella-artigen Mehrstimmigkeit und führt uns weiter zu den punkigen Gitarrenriffs. Des Weiteren gibt uns der Song auch eine starke Lead-Gitarre, die in der Bridge zum Zug kommt. Der erste Baustein ist gelegt und auch die Lust, weiter in das Album reinzuhören!

Der zweite Song des Albums, Gang in Black, fällt direkt durch das Musikvideo auf. Mit verschiedenen Szenen von der Band und Freunden im eigenen Heim wird die aktuelle Situation auf witzige Weise im Video eingearbeitet. Mit Toilettenpapier, Bier und genügend Tanzeinlagen ist die Quarantäne auch gleich viel einfacher auszuhalten. Bei diesem Song hatten sie mich sofort am Hacken durch den eingängigen Refrain und die erneute Mehrstimmigkeit. Dies scheint ihnen sehr zu liegen!

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Bei den nächsten Songs von Hal Johnson bemerke ich immer wieder den frühen 2000er Pop-Punk Vibe. Ich fühle mich ein bisschen an alte Zeiten erinnert. Auch habe ich mich schon beim vierten Song Professional Help erwischt, wie ich glatt vor mich hin singe. Eingängige Texte: Check!

Nicht, dass ich eh schon die Live-Auftritte von Bands und ausführliche Bar-Abende vermisse, aber Party Nights macht gleich noch mehr Lust auf ein Konzert plus kühles Bier. Am liebsten natürlich gleich mit Hal Johnson als Act! Ob die Jungs live noch mehr Stimmung machen? Ich hoffe ich kann mich davon auch mal überzeugen ..

Zwischen den energiereichen Songs findet man immer wieder ein paar zum Luft holen. Control und Home sind zwei der Songs, die mit ruhigeren Melodien punkten. Control hat sich bei mir als Favorit sofort durchgerungen. Mit dem leichten Einstieg der Trompete hat die Band mich sofort abgeholt. Nicht zuletzt finde ich den Song textlich und musikalisch sehr gelungen, wodurch ich sofort zehnmal reingehört habe. Eine wahrliche Empfehlung meinerseits.

Neben Gitarren, Drums und Trompeten kann die Band glatt noch mehr Instrumente. In Seasons wird sogar in der Bridge eine Geige eingesetzt (ich glaube ich habe da vielleicht ein kleines Sample rausgehört, aber ich kann mich auch irren) und Stay With Me beginnt auf einer ernsten Note am Klavier. Durch diese Kleinigkeiten entsteht für mich diese gewisse Diversität, die ein Album braucht. Man erkennt in dem Album ein Muster, welches in jedem Song zu finden ist (manche mögen sagen es klingt „gleich“). Trotzdem findet man jedes Mal ein neues Gimmick, wodurch man auf jeden weiteren Song gespannt sein kann.

Fazit

Hal Johnson (Uncle M)

Als Westfälin war ich natürlich sofort glücklich eine westfälische Band zu besprechen und ich wurde nicht enttäuscht. Das Debut-Album von Hal Johnson hat mich absolut überzeugt für die erste full-length Platte. Der Punkrock/Pop Stil wurde wunderschön umgesetzt und das ganze Album über habe ich mich immer wieder über Passagen in den Songs freuen können!

Seasons trifft durch und durch eine sehr ernste Note. Es werden Probleme und Ängste thematisiert. Gerade aktuell habe ich mich sehr davon berühren lassen, da im Moment viele Leute mit Chaos und Unsicherheiten konfrontiert sind. Nichtsdestotrotz sind wir hiermit weder in Krisenzeiten noch in sonstigen Zeiten alleine. Diese Solidarität untereinander brauchen wir!

Eigentlich sollte nach dem Album-Release eine zweiwöchige Tour stattfinden, die jedoch abgesagt werden musste. Nichtsdestotrotz könnt ihr die Punkrock Band unterstützen, indem ihr das Album fleißig streamt!

- Spotify-Playlist -

Die Spotify-Playlist zu unserem Jahresrückblick: Best-Of Hardcore-Punk 2020:

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Hallo, ich bin Regina und vor Ort in Regensburg aktiv. Ich beschäftige mich, neben meinem kulturwissenschaftlichen Studium, bei Away From Life viel mit Reviews und Konzertberichten. Ich habe mich inzwischen auch an die Konzertfotografie rangetraut und taste mich weiter vor. Musikalisch ordne ich mich dem (Emo-)Hardcore und der Richtung Pop-Punk zu. Natürlich bin ich durch diese Leidenschaft öfters in der Region Bayern unterwegs, um die verschiedensten Bands aufzusuchen.

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