So lange war ich nicht auf einer Show gewesen und dann bin ich direkt in Köln wenn erst Reduction, Surge Of Fury, Slope und Nasty spielen. Da hat der Hardcoregott mir mal was besonders Gutes tun wollen.

1Reduction

Dank der Deutschen Bahn, die mal wieder ihr ganzes Register hinsichtlich Verspätung gezogen hatte, war ich erst gegen kurz nach 21 Uhr an der Location, der Die Kantine, so dass die erste Band leider ohne mich spielten. Verdammt!

Mein Kollege Moritz, der bereits als einer der ersten die heiligen Hallen betreten durfte, konnte mir allerdings berichten dass Reduction einen richtig klasse Auftritt hinlegten und der Meute seit ewigen Zeiten wieder den Hardcoresound live ins Gesicht prügeln konnten.

2Surge Of Fury

Die Belgier Surge Of Fury agierten dann richtig stark, erinnert ihr breaklastiger Beatdown an eine härtere E-Town Concrete-Variante.

Sänger Tito war gerührt, dass man nach so langer Abstinenz wieder ein Konzert spielen darf und Klassiker wie LGHC oder Still sind einfach richtige Abrissbirnen, die für ordentlich Bewegung vor der Bühne sorgten.

3Slope

Slope aus Duisburg dann, wie gewohnt, eine Klasse für sich und musikalisch die beste Band an diesem Abend. Die beiden Sänger Simon und Fabio agierten einfach phänomenal und es zeigte sich hier besonders gut, dass Livemusik einfach zu den besten Sachen gehört, die man im Leben sehen und erleben kann.

Mit ordentlich Spaß in den Backen und vielen Songs vom aktuellen Album Street Heat schafften es die Ruhrpottjungs schnell, das Publikum auf ihre Seite zu ziehen. Ihr heftiger Crossover-Hardcore-Wtf ist vielleicht auf Platte ein recht sperriges Stück für die Ohren, live aber unfassbar druckvoll. Die Band erinnert mich an Power Trip, die zu viele Beastie Boys- und Red Hot Chili Peppers – Platten gehört haben. 

4Nasty

Zum Schluss kloppten Nasty allen Zuhörerinnen und Zuhörern noch mal gehörig die Falten aus dem Gesicht. Neben altbekannten Klassikern wie Shokka oder Rock Bottom präsentierten sie auch neuere Songs wie 666AM vom letzten Album Menace.

Sänger Matthi ist wie immer ein krasser Blickfang mit seinem gestählten Ganzkörpertatoo und seinen kraftvollen Moves. Zusammen mit Nash, Berry und Paddy führte der Frontmann eine kompakte Einheit an, die auch am heutigen Abend wieder klarmachte, wer die Beatdown-Szene anführt. Unfassbare Show, bitte mehr davon!

Text von Bennie Korf, Bilder von Laura Keimel.

Beitrag kommentieren

Bitte gebe dein Kommentar ein
Bitte gebe dein Name ein