Dropkick Murphys in der Posthalle Würzburg
Dropkick Murphys in der Posthalle Würzburg
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WTF Records

Leider komme ich zu den Vorbands aus unabwendbaren Gründen zu spät. Die Shows unter der Woche in der Posthalle sind arbeitnehmerfreundlich organisiert und fangen pünktlich und zeitig an. Booze & Glory hätte ich schon gerne gesehen, aber war nicht drin. Allerdings höre ich aus ein paar Gesprächen heraus, dass sie wohl ein ordentliches Set gespielt haben und tatsächlich die Leute auch schon mitreißen konnten.

Nach angemessener Umbaupause kommen die „Murphys“ auf die Bühne und legen gleich los. Das alters- und genregemischte Publikum, Folker, Biker, Punks und Väter mit Kindern, geht sofort mit. Der Großteil ist im Gegensatz zu mir kein Neuling (ich bin kein großer Folk-Punk-Fan aber dennoch interessiert) und viele singen textsicher mit, tanzen und es bildet sich ein Pit.

Die Band spielt routiniert, aber mit Spaß und bietet eine gute Show. Sänger Ken Casey rennt gefühlt ohne Pause von Bühne links nach Bühne rechts. Selbst während der Ansagen hält er nicht an. Der zweite Mann am Mikro, Al Barr, ist entschuldigt, da er wohl seine Mom pflegt, die einen Schlaganfall hatte (so berichtet Ken). Die gut gefüllte, nicht ganz volle Posthalle, hat das ganze Set über ihren Spaß und bis in die letzten Reihen wird getanzt und mitgegrölt. Die Songs sind gekonnt abwechselnd zwischen schnell, langsam und stampfend, arrangiert. Eine Show für die große Bühne und Festivals.

Die Lichtshow wechselt zwischen blau und selbstverständlich viel grün, so dass man sich stets wie in Boston am St. Paddy’s Day fühlt. Sound in der Posthalle ist diesmal im oberen grünen Bereich, wenn der Dudelsack spielt, ist es manchmal etwas diffus, aber wie gesagt echt ganz gut.

Inklusive Zugabe spielen die Murphys 1,5 Stunden. Highlights für mich ein Hardcore-Punk-Song dessen Namen ich nicht weiß und The Gang’s All Here (vielleicht weil es das einzige Album ist, was ich habe). Zum Schluss der regulären Setlist gibt es noch Rose Tattoo und Ende der Zugabe den Hit Shipping Up To Boston. So gehen alle Fans zufrieden heim.

Alles in allem ein gelungener Abend, eventuell mit mehr Bier und am Wochenende wäre er noch kurzweiliger geworden. Knapp 50 Euro für das Ticket war allerdings ein ordentlicher Preis, den die Band auf Tour verlangt.

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