Mostrich war eine für mich bis dato unbekannte Band, welche Anfang dieses Jahres ihr Debut auf Puke Music veröffentlich hat. Schon nach einem Blick auf den Cover und die Tracklist von dem Album Zum Mitnehmen Bitte, konnte ich mir denken, dass hier keine musikalischen Wunderwerke zu erwarten sind und es eher spaßig und prollig, statt aggressiv und ernst zu gehen wird. Songtitel wie Imbiss Song, Nach 10 Bier, oder Treffpunkt MC Donalds haben doch eine klare, unmissverständliche Aussage.

Das ganze bstätigte sich dann auch nach einlegen der CD. Sehr einfach, stumpfer Deutschpunk mit hauptsächlich doch eher flachen Texten. Ein großer Teil der Songs geht über das Essen. Kein Wunder, dass die vier Jungs ihre Musik als Imbiss Punk betiteln. Ein weiterer Teil beschäftigt sich mit den Trinken (besser saufen) und dessen Nach- und Auswirkungen und der Rest, der insgesamt 15 Songs mit doch etwas ernsten Themen.

Egal welcher Teil, alle Songs kommen doch ziemlich pubertär und zusammenhangslos daher. Musikalisch klassisch gehaltener Deutschpunk, der wirklich nichts Besonderes ist. Aber eben auch nicht wirklich schlecht. Es gibt keine großen Experimente, einfache Songstrukturen und den typischen Deutschpunk-Gesang. Das Ganze in recht guter Produktion. Nervig sind die häufig aufgesetzten, erzwungen herkommenden Reime, wie beispielsweise „Pommes Schranke für 1,50, Danke“, oder mal ganz vulgär und daneben „es stört sie nicht, dass ich auf ihre Titten klotz, dann hab ich ihr ins Dekolletee gekotzt“. Nebenbei versteh ich den Sinn des Auszuges auch nicht!

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Ich bin der Letzte der etwas gegen nicht alt zu ernst zu nehmende Texte hat, denn das Leben ist so schon meist ernst genug, doch mit aller Macht Humor zu entfachen wollen, und dann noch auf teilweise so stupider Art und Weise, läuft auch bei mir nicht. Aber Humor kann man ja bekanntlich streiten und es sind ja nicht alle Songs daneben. Bei manchen kann man doch mal schmunzeln. Auch die ernsteren Songs, wie z.B. Damals Wie Heute wissen durchaus zu gefallen, so dass sich das Album doch ein wenig retten kann.

Ein bisschen Spaß muss sein denkt sich Mostrich. Es bleibt abzuwarten wer mit der Band lachen kann. Meinen Appetit hat die Band jedenfalls nicht gestillt. Vielleich auch deswegen, weil ich gerade nüchtern bin und gerade gefrühstückt habe.

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BEWERTUNG
Bewertung
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Mein Name ist Simon und ich habe AWAY FROM LIFE Anfang 2015 ins Leben gerufen. Mit 13 Jahren steckte mir ein damaliger Klassenkollege eine selbst zusammengestellte CD zu, seitdem bin ich dem Hardcore-Punk verfallen. In meiner Freizeit versuche ich möglichst viele Shows zu besuchen, singe selbst in einer Band namens Thin Ice, spiele Fußball und unternehme möglichst viel mit meinen Freunden und meiner Familie.

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