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WTF Records

Nach der vielversprechenden EP From Me To You (2019), veröffentlichten One Step Closer vor kurzem Ihr langersehntes und starkes Debüt This Place You Know. Dazu hatten wir die Möglichkeit mit Sänger Ryan Savitski ein Interview zu führen. Der Frontmann, der 2016 gegründeten Band aus Wilkes-Barre in Pennsylvania, stand uns hierfür Rede und Antwort.

One Step Closer (Pressefoto)

AWAY FROM LIFE: Hi Ryan, erst einmal vielen Dank dass du dir die Zeit für ein Interview mit uns genommen hast.
Für viele seid ihr ja eine der hoffnungsvollsten Newcomer in der Hardcore Szene. Pat Flynn (Have Heart) hatte erst kürzlich über euch gesagt : „In short, One Step Closer is a source and force of seeking the freedom to be as you are and dream to be“ . Lastet damit nicht auch ein gewaltiger Druck auf Euch wenn ihr so Aussagen lest? 

Ryan: Ja natürlich, es gibt definitiv eine gewisse Art Druck mit solchen Aussagen, aber ich bin da zuversichtlich. Speziell auch was die neue Platte zu bieten hat, sind wir als Band sehr zufrieden und voller Hoffnung dass es den Leuten da draußen gefällt.
Aber es ehrt uns natürlich auch, von Leuten wie Pat so etwas zu hören. Seit dem wir das erste Mal in Boston gespielt haben glaubt er an uns. Das tut gut.

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AFL: Nun zu eurem ersten Longplayer. Die Veröffentlichung von This Place You Know hat sich ja relativ lange hingezogen. Was waren da die Gründe dafür ?

Ryan: Der Aufnahmeprozess für diese Platte verteilte sich über einen längeren Zeitraum. Das hatte mehrere Gründe: Unser Freund Eric, der die Platte produzierte, hat einen Vollzeitjob und wir konnten somit nicht die ganze Zeit aufnehmen. Also nahmen wir immer an nur zwei Wochenenden im Monat auf. Als wir endlich mit den Aufnahmen fertig waren, unterschrieben wir dann bei Run For Cover. Wir wollten die physische Veröffentlichung auf Vinyl aber auch relativ zeitnah zum Release haben, also hat sich alles noch etwas mehr verzögert. Wir sind aber sehr froh nun bei RFC zu sein und sind begeistert wie die Veröffentlichung gelaufen ist.

Wir wollten mit dieser Platte einfach wir selbst sein. Alles herausholen was in uns steckt und in eine neue, noch extremere Richtung gehen.

AFL: Ich bin ziemlich von der Härte und Energie dieses Albums beeindruckt. Gleichzeitig wirkt aber auch alles sehr melodisch und stimmig. War das dann auch der Plan diese Elemente so in Einklang zu bringen?

Ryan: Wir wollten mit dieser Platte einfach wir selbst sein. Alles herausholen was in uns steckt und in eine neue, noch extremere Richtung gehen. Auch ich wollte mich selbst pushen, mit neuen Gesangsstilen und Melodien. Aber dennoch sollte das Album unsere Hardcore-Wurzeln beibehalten.

AFL: Eure Texte sind ziemlich düster. Sie handeln unter anderem von Isolation, Depression und Verlustängsten. Ist es für euch auch wichtig eine Message den Leuten da draußen mitzugeben oder sind die Texte mehr nur eine Verarbeitung eurer eigenen Erfahrungen? 

Ryan: Die Texte für diese Platte waren eher ein Selbstausdruck meiner Erfahrungen durch das gesamte letzte Jahr. Die Lyrics waren sozusagen meine Flucht vor der Realität. Es hat mir sehr geholfen das alles so nieder zu schreiben. Ich möchte, dass die Leute die Texte vielleicht auch auf ihre eigene Art und Weise interpretieren können. Ob das dann auch meine Definition des Songs ist, ist eher zweitrangig. Wichtig ist dass man sich in den Songs wiederfindet und diese Gedanken auch aus seinem Leben kennt und so die Texte vielleicht auch besser nachvollziehen kann.

AFL: In Mitte des Albums findet man mit dem Song Hereafter sogar eine Ballade. Wie kam die Idee dazu ?

Ryan: Es passierte irgendwie, als wir eines Nachts in unserem Proberaum waren.
Ich hatte das Ganze auf der Gitarre geschrieben, hatte aber noch keine Idee wie ich Melodie und Text zusammenbringen kann. Ein paar Tage nach dem Tod meiner Großmutter, fühlte ich dann einfach eine andere Verbindung zu diesem Track. Ich war definitiv nervös als wir anfingen den Song aufzunehmen, da es mein erster komplett normal gesungener Track war. Aber am Ende war es sogar besser als wir es uns vorgestellt haben. Wir wollten mit der Platte unser ganzes musikalisches Spektrum zeigen und auch dieser Song gehört definitv dazu.

AFL: Das Cover Artwork von Jeffrey Kam ist ja auch ziemlich speziell –  welchen Hintergrund hat dies ?

Ryan: Es soll die Aussicht von meinem Haus darstellen, mit der man auf
Wilkes Barre und all das Chaos, das dort herrscht, blickt. Ich lebe auf einem riesigen Hügel und kann praktisch das gesamte Tal von oben sehen. Wir hatten diese Idee und Vision zum Artwork. Jeffery hat es dann perfekt umgesetzt und wirklich erstaunliche Arbeit geleistet.
Falls ihr ihn noch nicht kennt, checkt auf jeden Fall mal seine Sachen aus.

AFL: Ihr veröffentlicht auch zum ersten Mal auf Run For Cover Records. Wie kam denn da der Kontakt zu Stande?

Ryan: Der erste Kontakt mit Run For Cover kam im Winter letzten Jahres zu Stande. Sie waren sehr interessiert daran die neue Platte herauszubringen. Ich erinnere mich noch gut an unseren Manager. Er kam eines Tages super aufgeregt zu mir und seine ersten Worte waren: „RFC interessiert sich dafür die LP zu veröffentlichen“. Es war wie ein Traum, der in diesem Moment wahr wurde, haha. Der Kontakt und die Arbeit mit RFC war vom ersten Tag an super und wir sind mehr als glücklich darüber mit ihnen arbeiten zu können.

AFL: Ihr werdet ja auch auf dem Reality Bites Festival im kommenden Jahr spielen. Stehen da dann noch mehr Shows in Europa an ?

Ryan: Ja, wir werden sehr bald noch ein paar weitere Termine für Europa ankündigen. Seid gespannt!

In Europa mit Turnstile und auch die Möglichkeit die Have Heart-Shows zu spielen, war für uns ein weiterer Traum der wahr wurde.

AFL: Was habt ihr für Eindrücke von den Shows hier in Europa mit Turnstile oder auch als Support bei den Have Heart Reunion Shows mitgenommen ?

Ryan: In Europa mit Turnstile und auch die Möglichkeit die Have Heart-Shows zu spielen, war für uns ein weiterer Traum der wahr wurde. All diese Shows haben so viel Spaß gemacht und ich denke es hat uns noch mehr in unserer Arbeit gepusht. Ich hätte nie gedacht dass wir irgendwann mal Shows in Europa spielen und die Leute zeigen dann auch noch so ein Interesse für uns.
Die Erkenntnis daraus ist sicher noch mehr Zeit in die Band zu investieren und weiter hart an uns zu arbeiten. Wir sind sehr dankbar für diese Möglichkeiten und haben viel Liebe für Turnstile und Have Heart.

AFL: Ihr habt ja auch kürzlich eine erste Tour durch die Staaten hinter Euch gebracht. Wie war es für Euch endlich wieder Shows spielen zu können?

Ryan: Es fühlte sich toll an wieder unterwegs zu sein und auf der Bühne, vor Publikum, zu stehen. Auch mit den Jungs von Dare und Drain, die uns begleitet haben, hatten wir eine Menge Spaß.

AFL: Noch einmal Vielen Dank dass du dir die Zeit genommen hast und wir freuen uns heute schon, Euch nächstes Jahr wieder in Europa begrüßen zu dürfen. Bleibt gesund!

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