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Nuclear Blast

„Wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten“, das wusste auch schon unser guter und alter Freund Goethe. Was wäre somit wohl passender, als den Ska-Punk-Urgesteinen einmal die Gretchen-Frage zu ihrem neuen Album zu stellen.

„Nun sag, wie hast du’s mit dem Ska-Punk? Du bist eine herzlich gute Band, allein ich glaub, du sitzt nun auf einer ruhigeren Bank.“

Ob sie sich dort wirklich niedergelassen haben oder diese Bank sprichwörtlich zerblasen, erfahren wir nun mit ihrer 11ten Veröffentlichung.

 



Ich bin auch wirklich gespannt was „Licht Und Schatten“ noch so zu bieten hat, denn ihre vorab veröffentlichten Lieder „Schattenmensch“, „Revolution (Emma G)“ sowie „Zur Liebe Zu Fuß“ haben mich nicht gerade vom Hocker gerissen.
Und nachdem Sänger und Gründungsmitglied Torben auch mit folgender Äußerung aufwartete, “Ich werde ja nun auch älter und ich finde allmählich ist es okay, mal ein bisschen langsamer zu sein” verstärkte sich in mir das Gefühl, dass Rantanplan in 2017 doch so einiges an Tempo rausnehmen werden.

Dieses Gefühl verschwindet auch nicht wirklich mit dem Eröffnungstitel „D“, wobei es ein guter Einstieg ist – ruhiger aber sehr eingängig, so dass sich die Scheibe frohen Mutes weiterdreht und in der Folge zu zwei der mir schon bekannten Tracks gelangt.

Aber was ist denn nun los? Gerade der Song „Schattenmensch“ gefiel mir vorab ja gar nicht, aber nun klingt ein Song aus meinen Lautsprechern, welcher wirklich gefällt und ich stelle wieder mals fest, dass die Qualität des Ausgabemediums doch mehr als wichtig für das Liedgut ist. Ähnlich ergeht es mir bei „Revolution (Emma G)“, welcher zwar mit einer mehr als abgedroschenen Phrase aufwartet, aber wirklich gut ins Bein geht.

Dieses mittlerweile wippende Bein erlebt dann in der Folge Lieder wie das instrumentale „Hörbie“ oder auch „Mein Herz hängt an der Reeperbahn“, welches wiedermal dem nervenden Lokalpatriotismus frönt. Ja und dann war es das schon – nach zwölf Liedern entlässt uns „Zur Liebe Zu Fuß“ aus dem Album und lässt mich dann doch etwas enttäuscht zurück!

Das Bein wippt zwar während der gesamten Länge des Albums, geht aber leider nicht in den Aggregatzustand des Tanzbeins über und doch ist es kein schlechtes Album. Die Lieder sind instrumental, wie auch textlich, wirklich gut geschrieben, aber leider fehlt es ihnen wohl doch etwas an Wut und Energie, um zu altbekannten Stärken zu gelangen.

Somit nehme ich aus diesem Album mit, dass nicht nur Rantanplan älter geworden ist, sondern auch ich.
Denn nicht viele Jahre zurück, hätte ich dieses Album direkt auf den Verschenkestapel gelegt und keines weiteren Blickes gewürdig. Im hier und jetzt wird es aber wohl noch ein paar Runden in meinen Abspielgeräten drehen, denn es ist wirklich leichte und angenehme Unterhaltung!


Band: Rantanplan
Titel: Licht und Schatten
Label: Drakkar / Soulfood
Format: Album
Veröffentlichung: 13. Januar 2017
Spieldauer: 38:41
Tracklist:

1. D
2. Schattenmensch
3. Revolution (Emma G.)
4. Sonnenkopf
5. Hörbie
6. Mein Herz hängt an der Reeperbahn
7. Kiel
8. Geisterfahrer
9. Krokodilstränen
10. Explosion (Bonustrack)
11. Konfessionen eines Nietenpunks (Bonustrack)
12. Zur Liebe zu Fuß


Rantanplan live

02.02.17 Saarbrücken, Garage
03.02.17 Stuttgart, Universum
04.02.17 Biberach, Kulturhalle
11.02.17 Annaberg B., Alte Brauerei
15.02.17 Frankfurt/Main, Das Bett
16.02.17 München, Feierwerk
17.02.17 Weinheim, Cafe Central
18.02.17 Wolfsburg, Hallenbad
23.02.17 Rostock, Peter Weiss Haus
24.02.17 Berlin, Cassiopeia
25.02.17 Hannover, Bei Chez Heinz
02.03.17 Göttingen, Musa
03.03.17 Lüneburg, Salon Hansen
04.03.17 Husum, Speicher
09.03.17 Brilon, Kump
10.03.17 Oberhausen, Druckluft
11.03.17 Schüttorf, Komplex
17.03.17 Konstanz, Kulturladen
18.03.17 Koblenz, Circus Maximus
23.03.17 Bern (SUI), Roessli
24.03.17 Zug (CH), Galvanik
25.03.17 Selm, JZ Sunshine
31.03.17 Bremen, Tower
01.04.17 Köln, Underground

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Ich beginne mal nicht mit meinem Namen, sondern mit dem was mich ausmacht: Ich bin ein Weltenbürger, welcher es liebt seine Gedanken und Emotionen in guten handgemachten Klängen zu verlieren und genauso wieder herauszubefördern. Oder um es einmal schlicht und einfach mit den Worten eines guten Freundes zu beschreiben: I LIVE ON A BIG ROCK - CALLED PUNK-ROCK

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