Rauditum Fanzine #2 Herbst ::: Review (2020)

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Das Rauditum-Fanzine aus Dresden hat im Herbst 2020 seine zweite Ausgabe veröffentlicht. Auf 68 Seiten gibts interessantes aus der Oi!-, RASH- und Sharp-Szene zu berichten. Ursprünglich waren wohl 72 Seiten geplant, aber eine Band sprang mit einer fadenscheinigen Begründung ab. Wollen wir jetzt mal nicht so ganz breittreten. Belassen wir es dabei, das es sich hier keinesfalls um ein „Grauzone“-Fanzine handelt, sondern vor allem ordentlich linke Oi!-Bands und Persönlichkeiten wie Attila the Stockbrocker, die Redskins und The Busters gefeaturet werden und auch R.A.S.H. Zürich zu Wort kommt.

Ist jetzt das erste Fanzine, das ich im PDF-Format erhielt, aber dann nimmts auch weniger Platz im Bücherregal weg. Ob sich diese Frage Skinheads  stellen? Nun, einige bestimmt, denn auch der Review-Teil umfasst neben Standards wie Tonträgern und Fanzines auch Bücher.  Die Interviews sind durchaus spannend zu lesen und kommen ohne Plattitüden rüber. Highlight ist sicher das sehr ausführliche Interview mit Marcel von Blaggers ITA, Stage Bottles und The Prowlers. Bei diesem füllt bereits die Antwort auf die erste Frage zwei Seiten. Auch politische Themen werden verarbeitet. Neben dem R.A.S.H.-Artikel gibts einen lesenswerten Beitrag über eine 11 Jahre lange Serie rechter Terroranschläge in Neukölln sowie die Ausschreitungen von Southall, die bekanntermaßen zur Bildung der Rechtsrockszene in England beitrugen.

Ein bisschen Kritik muss auch sein: Das Contra Riot-Interview könnte ruhig etwas ausführlicher sein. Auch die beiden Szeneberichte aus Kanada und Polen sind sehr kurz geraten und werden dem Rest des wirklich guten Fanzines leider nicht gerecht.

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Ein wirklich sehr lesenswertes Fanzine! Nummer 3 ist übrigens auch gerade erschienen.

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– Playlist: Happy Release Day

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