“You’re grown up, but me? Am I stuck in the past? The clock is ticking!” (Song: GET OLD)

Letzte Woche wurde ich zufällig auf die Band RAW JUSTICE aufmerksam. In der gestreamten EP kurz reingehört und von ersten Ton hellauf begeistert. Seitdem läuft das Teil bei mir im Auto rauf und runter und ich erwisch mich nicht selten dabei wie ich beim hören meine halbe Karre zerschmettere. Einfach fett!

Raw Justice (FR)
Raw Justice (FR)

Mich erinnert die ganze EP ziemlich an US-Hardcore aus den 90ern ala RAW DEAL, UNIFORM CHOICE und GORILLA BISQUITS. Prägnante, rapähnliche Vocals, schneller, stets agressiverSound und fette Gangshouts. Gerade deshalb war ich kurz verwundert, dass RAW JUSTICE aus Nantes (Frankreich) kommen. Aber umso geiler! Da scheint es in Europa zu einer kleinen Welle an Bands zu kommen, die sich auf die Wurzeln des Oldschool Hardcore berufen. Richtig so!

11 Minuten für 9 Songs machen klar wo es lang es geht. Dabei gibt es auf der kompletten Platte kein Ausfall und die Songs laufen runter wie Butter. Die EP zieht einen bereits beim Intro “PAGANT STOMP” in seinen Bann. Dann geht’s Schlag auf Schlag. Der Gesang erinnert mich dabei stark an Jeff von BREAKDOWN.

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Die Songs handeln von der Suche nach einen Platz in einer Welt, die sie so wie sie existiert gehörig ankotzt. So geht es in den Texten zum Beispiel gegen die andauernde Umweltverschmutzung (MAD AT THIS WORLD), oder gegen den Stereotyp Mensch, der in sein Leben heiraten, ein Haus bauen und Kninder bekommen sollte (GET OLD). Der Titelsong “ARTIFICIAL LIFE” ist ein Straight-Edge-Song und handelt davon sein Leben nicht mit Drogen fortzuwerfen.

Fazit: Ich kann für die zweite EP der Franzosen jeden ans Herzen legen der sein Herz den Hardcore widmet. Die EP wurde von Straight Alert Records veröffentlicht und gibt es in drei unterschiedlichen Auflagen. Also zuschlagen
und durchdrehen! Ihr werdet es nicht bereuen.

Die nächste Zeit ist ein Interview mit der Band in Planung. Wer also mehr von RAW JUSTICE erfahren möchte ist hier an der richtigen Stelle!

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Anspieltipp: Useful Pride, Artificial Peace, Get Old, …
Genre: Hardcore, 90’Hardcore, Hardcore-Punk
Für Fans von: The Rival Mob, The Flex, Breakdown

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2015 als Solo-Projekt gestartet, ist AWAY FROM LIFE heute ein Team aus knapp 20 Freunden, die unterschiedlicher kaum sein könnten, jedoch durch mindestens diese eine Sache vereint sind: Der Leidenschaft für Hardcore-Punk. Diese Subkultur ist für uns kein Trend, sondern eine tiefverwurzelte Lebenseinstellung, etwas, das uns seit Jahren immer und überall begleitet. Hardcore-Punk bedeutet für uns, sich selbst zu entfalten. Dabei ist D.I.Y. für uns nicht nur eine Phrase: Wir probieren Sachen aus, lernen neues dazu und entwickeln uns weiter. Von der Szene für die Szene. Gerade deshalb hat es für uns oberste Prämisse, Personen aus dieser Subkultur zu supporten, die denken wie wir. Sei es Veranstalter, Labels oder Bands, unabhängig ihres Bekanntheitsgrad. Egal ob Hardcore-Kid, Punk, Skinhead oder sonst wer. Wir sind Individuen, einer großen Unity, die völlig zeitlos und ortsunabhängig existiert. AWAY FROM LIFE ist für uns ein Instrument diese Werte zu manifestieren und unser Verständnis für Hardcore-Punk auszuleben. Angefangen als reines Magazin, haben wir über die Jahre unser eigenes Festival, das Stäbruch, etabliert oder jüngst mit Streets auch eine Szeneplattform ins Leben gerufen, die für uns alle genutzt werden kann – genutzt für eine Sache, die uns verdammt wichtig ist: Hardcore-Punk!

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