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Mit Sickness Divine (Review) veröffentlichen die Crossover-Thrasher von Red Death aus Washington am 29. November 2019 ihr neuestes Werk. Wir wollten von Frontmann Chad (DHD) wissen, was den Hörer erwartet und wie viel Hardcore/Punk eigentlich noch in der Platte steckt. Desweiteren erfahrt ihr, was er über die vergangene Tour mit den Cro-Mags zu berichten hat und warum Metallica in einem Hardcore/Punk Magazin Erwähnung finden.

Interview mit Chad (DHD) von Red Death

AFL: Für alle, die dich nicht kennen, würdest du dich bitte kurz vorstellen? Wer bist du und für was stehst du ein?

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Mein Name ist Chad, manche nennen mich DHD. Ich persönlich mag DHD lieber. Ich habe ADHD, also passt das besser meiner Meinung nach. Ich stehe dafür, die eigene Freak-Flagge voller Stolz hochzuhalten. Es ist nichts falsch daran, ein Sonderling zu sein, solange du so viel positive Energie wie möglich versprühst. Achja, und ich bin der Sänger von Red Death.

AFL: Ihr seid gerade erst von euer Europa Tour mit Cro-Mags zurück gekommen. Wie war die Tour?

Die Tour war großartig für uns! Die Shows waren alle cool und auch das Abhängen mit Cro-Mags war cool. Und natürlich auch, sie jeden Tag spielen zu sehen, das wurde mir auch nie langweilig muss ich sagen.

„Es wäre keine Show in Europa, wenn du nicht mindestens einmal vor zehn Leuten oder weniger spielst“

AFL: Was waren die Highlights der Tour? Habt ihr eine Lieblingslocation von der Tour?

Die Show in London, auf jeden Fall! Die Bude war rappelvoll und unser Set, und auch das der Cro-Mags waren unglaublich. Etwas für die Geschichtsbücher! Und auch die Show am nächsten Tag in Paris, zusammen mit Rixe. Aktuell eine meiner Lieblings Punk Bands. So ein Package würde auch in den Staaten funktionieren!

AFL: Ich war bei der Show in Graz, im Explosiv. Mir hat das Set gut gefallen, auch wenn das Publikum am Anfang etwas lahm war. Ich glaube, es waren keine 10 Leute da, als ihr begonnen habt zu spielen. Was geht euch da durch den Kopf, wenn ihr vor so einer leeren Kulisse spielt? 

Es wäre keine Show in Europa, wenn du nicht mindestens einmal vor zehn Leuten oder weniger spielst, hahaha! Nein, das war mir eigentlich egal. Die Tour lief so großartig, da hat das überhaupt nichts ausgemacht. Ich hatte an dem Tag irgendetwas falsches gegessen und war sowieso nicht ganz auf der Höhe. Du musst dankbar sein, dass du das machen darfst, anstelle irgendwo den ganzen Tag zu schuften. Außerdem hat sich die Location gegen Ende hin noch etwas gefüllt, also war das keine große Sache.

Red Death - 04.10.2019 - Explosiv Graz
Red Death – 04.10.2019 – Explosiv Graz

AFL: Wenn ich mich recht erinnere, habt ihr den neuen Song Sickness Divine gespielt. Das ist zugleich auch der Titel eurer neuen Platte. Was können wir von der neuen Scheibe erwarten?

Da hast du recht, die Nummer haben wir gespielt! Ich denke, die ersten beiden Singles die wir veröffentlicht haben (Sickness Divine, Face The Pain), repräsentieren das Album perfekt. Es ist immer noch Crossover, tendiert aber schon fast ein bisschen mehr zu Thrash. Aber auch die Hardcore Elemente sind immer noch vorhanden. Wir haben auch ein bisschen mit klassischer Musik herumgespielt, verschiedene Instrumente und so weiter. Wir haben sowas seit der ersten Platte nicht mehr gemacht. Es gibt ein paar Spielereien und Überraschungen, aber unter dem Strich ist es noch immer eine Red Death Platte.

AFL: Seid ihr zufrieden mit dem Endprodukt?

Ja, sehr zufrieden! Die Produktion ist genau so gelaufen, wie wir uns das vorgestellt hatten und auch der Sound knallt ordentlich. Perfekt, meiner Meinung nach.

„Du kannst den Punk aus dem Hardcore nehmen, aber nicht den Hardcore aus dem Punk“

AFL: Ich konnte die Platte ja schon vorab hören, mir gefällt sie ziemlich gut. Man erkennt eine Menge Thrash Elemente und einen coolen 80er Vibe. Obwohl die Hardcore/Punk Einflüsse unverkennbar sind – wäre es vermessen, hier von einem reinen Thrash Metal Album zu sprechen?

Du kannst es nennen wie du willst! Ich würde das überhaupt nicht vermessen nennen. Wie ich vorher schon gesagt hatte, es ist immer noch Metal Punk, aber eben mit Tendenz zu Thrash. Also ich kann es schon verstehen, wenn es jemand als Thrash Metal Album sieht. Ich denke, es ist eine gute Mischung aus Hardcore und Thrash.

AFL: Wie viel Hardcore/Punk steckt noch in der Platte?

Eine gehörige Portion, auf jeden Fall! Wir kommen ja aus der Hardcore Szene und sind dort immer noch aktiv. Die Inspiration wird immer von dort kommen. Du kannst den Punk aus dem Hardcore nehmen, aber nicht den Hardcore aus dem Punk. Ich habe meinen Gesangsstil damit geformt, bei alten Negative Approach Live Sets mitzusingen. Dieser Einfluss wird immer da sein, das gilt natürlich auch für die Musik. Eine kontinuierliche Hardcore Inspiration, wenn man so will.

Red Death, Sickness Divine - 2019
Red Death, Sickness Divine – 2019

AFL: Welche Bands würdest du als eure Haupteinflüsse nennen? 

Bay Area Thrash Metal, wie Metallica oder Death Angel. Crossover Platten wie Best Wishes, Cause for Alarm, Animosity, etc. Dazu noch straighter US Hardcore wie alles von Negative Approach oder Dehumanization von Crucifix. Einfach cooler Metal Punk von überall auf der Welt. Von Motörhead über Death Side zu Anti Cimex, und so weiter und so fort. Solche Sachen eben.

AFL: Gibt es spezielle Hardcore/Metal Bands, mit denen ihr gerne mal gemeinsam auftreten würdet?

Body Count! Das ist das seltene Pokemon. Ich wäre der glücklichste Mensch auf Erden, wenn ich die Stage mit ihnen teilen dürfte. Egal ob auf einem Festival oder auf einer BC Show. Ich könnte jetzt den ganzen Tag noch weitere Bands aufzählen, daher belasse ich es bei Body Count. COP KILLER BETTER YOU THAN ME!!!

AFL: Ich kann mir auch gut vorstellen, dass ihr einmal auf einem großen Festival wie Wacken oder Summer Breeze spielen werdet. Ich hoffe, man sieht sich dort!

Danke dir! Wir würden gerne eines Tages auf Festivals wie diesen spielen. Man weiß nie, was die Zukunft für einen parat hält, bis sie zur Gegenwart wird. Wir werden also sehen…

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