The Deadnotes - Photo by Paul Ambusch

Von nun an ging’s bergab – The Deadnotes veröffentlichen ihre neue Single Downward Spiral & umarmen den Moment, an dem man nichts mehr zu verlieren hat.

Please stop fucking with my head! – Mit ihrer neuen Single Downward Spiral melden sich The Deadnotes zurück und erfinden sich neu. Das Duo präsentiert mit ihrem neuen Song einen Sound, den man so von einer Band aus Deutschland kaum erwarten kann.

„Im letzten Jahr wurde meine bisherige Vorstellung von Musik, Kunst, DIY und meinem eigenen Leben wie ein Blatt Papier in Stücke gerissen. Ich habe gemerkt, wie lange und wie oft ich Dinge nur getan habe, um anderen zu gefallen oder (Szene-)normen zu entsprechen. Dabei ist viel von uns selbst auf der Strecke geblieben. Seitdem beschäftigen wir uns als Band damit, diese Stücke neu zusammenzusetzen, so wie WIR es wollen“, erzählt Sänger / Gitarrist Darius Lohmüller.

Hört und sieht man Downward Spiral, wird schnell offensichtlich, was das bedeutet: Angetrieben von Brit-Pop-Gitarren erzählt die Band eine Geschichte von bedeutungslosen Techtelmechteln, von Überforderung beim Dating, von Unsicherheit überspielt mit Arroganz und dem ein oder anderen vor Nervosität heruntergekippten Bier zu viel. Dazu reichen sich ein Gitarren- und Saxofonsolo die Hand. So detailverliebt und so Breitwand klangen The Deadnotes noch nie.

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Hinter dem Song steht mehr. Downward Spiral steht exemplarisch für die Entwicklung der Band, die Anfang 2020 ihr zweites Album Courage veröffentlichte und voller Optimismus und Tatendrang steckte. Doch eigentlich ging es von da an nur noch noch bergab: Egal ob unzählige Tourverschiebungen, Absagen oder sogar geklautes Equipment – Irgendwann war der Punkt erreicht, an dem es nichts mehr zu verlieren gab. Doch genau da setzte eine Leichtigkeit bei Darius Lohmüller und Jakob Walheim ein, die sie zurück zur Musik brachte.

„Wir sind dadurch zu einer neuen Band geworden, aber gleichzeitig auch zur besten Version von The Deadnotes“, so Darius weiter. „Wir merken, wie uns die Erwartungshaltung anderer immer egaler wird, und wie gut das unserer Kreativität tut. Wir haben eine ganz neue und viel intensivere Freude an Kunst entwickelt!“ Das Musikvideo zur Single kommt im stilvollen black and white Style daher: „Es war uns wichtig, der alltäglichen Ursprungsstory des Songs mit dem Video einen Kontrapunkt entgegenzusetzen“, erzählt Bassist Jakob Walheim. „Wir sind große Vintage-Fans, egal ob Instrumente, Equipment oder eben auch Videos. Mit dem Stil des Musikvideos möchten wir unseren Look aufbrechen.“

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Gripweed ist Wikipedianer mit Leib und Seele und das, was man gemeinhin als Musiknerd bezeichnet. Musikalisch ist er in vielen Genres beheimatet, wobei er das Exotische und Unbekannte den Stars und Sternchen vorzieht. Eine Weile bloggte er auch auf blogspot.de und war Schreiberling des leider eingestellten saarländischen Webzines Iamhavoc. nach dessen Einstellung wechselte er mit Max zu AWAY FROM LIFE.

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