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Mit ihrer Gründung 1985 haben The Mighty Mighty Bosstones nicht nur eine Band gegründet, sondern auch einem neuen Genre ihren Stempel aufgedrückt. So kann man den Jungs aus Boston alleine zu ihren Anfängen und ihrem Werdegang wohl unzählige Fragen stellen.

Da die Zeit von Sänger Dicky aber ebenso begrenzt ist, wie meine Schreibfähigkeit, haben wir versucht uns auf ihre frisch veröffentlichte Scheibe When God Was Great zu konzentrieren, was uns aber nicht immer gelang.

Danke an dieser Stelle noch Michelle von XMDMXHCX PHOTOS für das Beitragsbild. Folgt Michelle auf Instagram für mehr super Bilder!

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…und natürlich die Musik, die macht diese Magie vollkommen. Die Songs, die wir schreiben und aufnehmen, sind für uns immer sehr wertvoll, aber diesmal fühlten sie sich irgendwie nochmal nach mehr an.

AFL: Erst einmal Gratulation zu diesem Album. Genau die richtigen Töne in dieser trüben Zeit. Bevor ich aber zum Album selbst komme noch einmal eine Frage vorweg. Vom wem stammt das geniale Cover?

The Mighty Mighty Bosstones – When God Was Great (2021)

Dicky: Das Cover stammt von einem außergewöhnlichen Künstler namens Yo Yo Yosef. Ich habe mit ihm bereits an dem Artwork für unser letztes Album While We’re At It gearbeitet. Ich liebe seine Kunst, seine Arbeitsweise und auch seine Stimmung ist immer großartig. Super talentierter Kerl.

AFL: Ich habe gelesen, dass du gesagt hast, dass die Stimmung im Studio geradezu magisch war und ihr noch nie einen solchen Spaß im Studio hattet. Woran lag dieses deiner Meinung nach und was war denn genau das Magische?

Dicky: Der Gründe dafür waren vielfältig. Da kann man einfach mit den Menschen beginnen, die mit dabei waren. Ich liebe die Jungs in meiner Band und ich liebe es, mit ihnen zusammen zu sein. Dann sind da unsere langjährigen Freunde und When God Was Great Produzenten Ted Hutt und Tim Armstrong . Auch Ingenieur TJ Rivera muss zusammen mit unseren Freunden und unserer Familie erwähnt werden, denn auch er hat zu dieser Magie mit beigetragen.
Zudem war ja unser früherer Gitarrist und BossToneS-Gründungsmitglied Nate Albert auch mit dabei. Von ihm stammt übrigens auch der Track The Truth Hurts. Er war zum ersten Mal seit dem Album Pay Attention Anfang der 2000er Jahre wieder mit im Studio.
Und natürlich die Musik, die macht diese Magie vollkommen. Die Songs, die wir schreiben und aufnehmen, sind für uns immer sehr wertvoll, aber diesmal fühlten sie sich irgendwie nochmal nach mehr an.

The Mighty Mighty Bosstones (Credit Yoyo Yosef)
The Mighty Mighty Bosstones (Credit Yoyo Yosef)

AFL: Wart ihr zum ersten mal im Studio von Tim Armstrong oder kanntet ihr das schon?

Dicky: Tim befand sich schon schon lange in unserer Nachbarschaft. Er hat seit Jahren ein Büro und einen Creative-Space gleich neben dem Boat Studio und lebt auch in der Nähe. Irgendwann war Flea von den Red Hot Chili Peppers, denen das Studio einige Jahre gehörte, daran interessiert, es zu verkaufen und Tim nutzte die Gelegenheit. Es ist ein wirklich cooles Deko-Gebäude, das seit den 1920er Jahren ein Aufnahmestudio ist.

AFL: Wie kam es eigentlich zur Zusammenarbeit mit Tim?

Dicky: Tatsächlich stand es schon lange im Raum und musste auch irgendwann passieren. Als wir dann Brett Gurewitz fragten, ob er Interesse daran habe, eine BossToneS-Platte auf seinem Epitaph-Label zu veröffentlichen, sagte er, er sei sehr interessiert und schlug vor, Tim Armstrong mit einzubeziehen. Tim ist halt auch einfach in allem gut, was er tut.

AFL: Neben Tim hat Ted Hutt das Album ja auch co-produziert. Mit Ted arbeitet ihr ja schon länger zusammen, somit scheint er ja vieles richtig zu machen. Was schätzt ihr so an ihm und wie wichtig ist er für euch?

Dicky: Irgendwie scheint Ted Hutt immer instinktiv genau zu wissen, was wir gerade umsetzen wollen. Die BossToneS-Platten, die wir mit Ted gemacht haben, stehen mit Sicherheit ganz oben auf meiner Liste. Er ist ein talentierter Musiker und ein talentierter Plattenproduzent, der einen tadellosen Geschmack und eine unglaubliche Arbeitsmoral hat.

Ich würde wahrscheinlich das Showbusiness dann satt haben, wenn ich jemals das Gefühl hätte, wirklich ein Teil des Showbusiness zu sein.

AFL: Die BossToneS sind mittlerweile viel mehr als eine Band, ja geradezu eine Institution. Schließlich hat kaum eine Band dieses Genre so geprägt wie ihr. Seid ihr auch ein bisschen Stolz auf das was ihr da geschaffen habt?

Dicky: Ich bin nicht nur ein bisschen stolz auf das, was die BossToneS erreicht haben, was wir getan haben und wer wir geworden sind. Ich bin sogar äußerst stolz. Wenn jemand deine Band als „Institution“ bezeichnet und du dann erkennst, dass es wohl der Wahrheit entspricht und es keinen Grund zum Streiten gibt…natürlich bin ich stolz.

AFL: Euer Gründungsmitglied Nate war ja auch wieder im Studio mit dabei. Wie kam es dazu? Schließlich ist er seit dem Jahr 2000 zumindest kein offizielles Mitglied der BossToneS mehr?

Dicky: Nate war und ist immer unser Bruder und hat sich damals aus irgendeinem Grund dazu entschieden, andere Wege zu erkunden und auch zu gehen, was auch nach wie vor der Fall ist. Wir haben immer alles unterstützt, woran er beteiligt ist und er war und ist auch immer auf die eine oder andere Weise ein Teil der Band.

The Mighty Mighty Bosstones (Credit Yoyo Yosef)

AFL: Ich frage mich immer, wie das Songwriting bei einer so großen Band ablaufen soll. Magst du mal ein paar Worte dazu sagen?

Dicky: In unserer Band gibt es da keine wirkliche Songwriting-Formel. Wir lassen einfach zu, dass der Prozess organisch abläuft und dass die Songs von selbst Gestalt annehmen. Ich schreibe viele Texte, die Musik brauchen, damit sie zu Liedern werden. Glücklicherweise gibt es andere BossToneS, die wirklich gut darin sind, die Musik zu entwickeln.

AFL: Beim Song „The final Parade“ wartet ihr mit der größten Gästeliste auf, die ich je in einem Song gesehen habe. Mitglieder von Goldfinger, Rancid, The Interrupters, Murphys Law, Suicide Machines, H2O, Less Than Jake, Stiff Little Fingers,uvm. geben sich die Ehre. Gemeinsam besingt ihr eure Liebe zu Ska. Was glaubst du ist das ganz besondere, was diese Musikrichtung ausmacht?

Dicky: Zum größten Teil ist dieses Lied voller Freunde und gleichgesinnter Künstler, denen wir auf unserer eigenen musikalischen Reise begegnet sind. Die Punk- und Ska-Community, wenn es so etwas gibt und wenn wir es so nennen können, ist voller warmer und wundervoller Menschen, und das wollten wir mit diesem Song zeigen.

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AFL: Man hört ja auch Freddy von Madball auf dem Album. Wie stehst du mittlerweile zum Hardcore, hörst du ihn noch? 

Dicky: Ich liebe Freddy, ich liebe Madball, ich liebe Hardcore und die ganze New Yorker Hardcore-Szene. Das Lied, auf dem Freddy singt, heißt Bruised und handelt von seiner Crew und davon, wie sie The Mïghty Mïghty BossToneS immer mit Liebe und Respekt behandelt haben.

The Mighty Mighty Bosstones at Mission Ready (Photo by Michelle Olaya)

AFL: Wie siehst du Let´s Face It im Nachhinein? Hat das Album deiner Meinung nach tatsächlich den Stellenwert verdient den es einnimmt? Ich finde es nämlich manchmal schade, dass dieses Album eure anderen großartigen Alben so überstrahlt.

Dicky: Let’s Face It war seinerzeit genau die Platte, die wir zu dieser bestimmten Zeit machen mussten und es ist dadurch schwer zu sagen, ob es den Stellenwert tatsächlich verdient hatte bzw. hat. Es war halt diese Zeit und es war dieses Album. Ich liebe die Platte und bin ebenso stolz auf alle anderen BossToneS-Alben.

AFL: Du arbeitest als Ansager bei der Jimmy Kimmel Show und spielst „nebenbei“ noch in einer solch populären Band. Hast du da nicht manchmal die Schnauze voll vom Showbusiness?

Dicky: Ja, ich arbeite als Ansager in der amerikanischen Talkshow Jimmy Kimmel Live und mache das auch schon seit Jahren. Ich habe auch das Glück, Mitglied von The BossToneS zu sein. Ich würde wahrscheinlich das Showbusiness dann satt haben, wenn ich jemals das Gefühl hätte, wirklich ein Teil des Showbusiness zu sein.

AFL: Ich habe gelesen, dass du mal mit Elmo von der Sesamstrasse zusammen gearbeitet hast. Was hat es damit auf sich?

Dicky: Wir haben damals ein Lied in einem Muppet-Fernseh-Event gemacht. Das Lied hieß The Zig Zag Dance, die Veranstaltung Elmopalooza und der Muppet, mit dem wir arbeiten durften, war Graf Zahl.

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AFL: Liest du dir selber eigentlich die Kritiken zu euren Alben durch?

Dicky: Ich lese Reviews fast genauso gern wie ich Interviews gebe und warum sollte ich sie auch nicht lesen, 95% der Reviews fallen ja gut aus.

AFL: Vielen lieben Dank für deine Zeit und eure Musik!

Dicky: Ich danke dir.

The Mighty Mighty Bosstones (Photocredit Jay Hale of Yoyo Yoset)
The Mighty Mighty Bosstones (Photocredit Jay Hale of Yoyo Yoset)
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