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Nuclear Blast

Touché Amoré veröffentlichen den Nachfolger zu ihrem 2016 erschienen Album Stage Four. Während Frontmann Jeremy Bolm auf dem eher schwerläufigen Vorgänger den Tod seiner Mutter verarbeitet hat, fühlt sich Lament doch wieder etwas leichter an. Dennoch fühlt und hört sich jeder Song wie eine grundehrliche Verarbeitung des Lebens an.

Wir steigen mit Come Heroin relativ schnell ein, allerdings wird direkt nach dem Intro das Tempo im Song drastisch verringert, bevor es nach der ersten Strophe wieder mit Vollgas weitergeht. Allgemein finden sich solche Tempowechsel relativ häufig in den insgesamt elf Songs. Stimmlich werden diese Wechsel auch sehr gut von Bolm begleitet, die Wechsel zwischen Clean-Gesang und Screams fügen sich makellos ein und runden das Gesamtpaket super gut ab. Mit anderen Worten es wird nie langweilig!

Touché Amoré Bandfoto 2020 – Zur Verfügung gestellt durch Epitaph Records – Fotograf George Clarke

Jeder Song ist ein Highlight für sich, aber ganz besonders stechen für mich der Titeltrack Lament, Feign, Reminders und Limelight heraus. Das könnte bei den ersten drei genannten evtl. auch daran liegen, dass ich mich selbst in den Lyrics etwas wiedererkennen kann und ich denke, das dürfte vielen so gehen.

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Auf Limelight möchte ich auch noch etwas genauer eingehen. Der Song ist mit einer Spielzeit von 05:03 Minuten der längste Song in der kompletten Banddiscographie. Begleitet wird Touché Amoré dabei von Frontmann Andy Hull von der Band Manchester Orchestra. Dieser setzt mit seinem Gesang nach ca. drei Minuten ein und zu Beginn klingt das etwas ungewohnt, sobald aber Bolm mit seinen Screams im Hintergrund beginnt, bekommt das Stück unglaublich viel Tiefgang.

Fazit

Touché Amoré veröffentlichen mit Lament ein Album, dem es an nichts fehlt. Die Melodien bilden ein perfektes Gerüst für den Gesang von Frontmann Bolm. Die Texte gehen dabei stark unter die Haut und regen zum Reflektieren an. Für mich definitiv unter meinen persönlichen Top der Releases in 2020.

Touché Amoré – Lament

  • Releasedate: 09.10.2020
  • Label: Epitaph Records
  • Trackanzahl: 11
  • Spieldauer: 35 Minuten 56 Sekunden

Tracklist & Cover

Touché Amoré – Lamant Cover
  1. Come Heroine
  2. Lament
  3. Feign
  4. Reminders
  5. Limelight (feat. Manchester Orchestra)
  6. Exit Row
  7. Savoring
  8. A Broadcast
  9. I’ll be your Host
  10. Delfector
  11. A Forecast

 

- Spotify-Playlist -

Die Spotify-Playlist zu unserem Jahresrückblick: Best-Of Hardcore-Punk 2020:

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