„ If you want to be a punk, then you have got to be a punk” (Song: Punks Dress Punk)

WHO KILLED SPIKEY JACKET predigen derzeit wohl wie kaum eine andere Band die äußerlichen Ursprünge des Punks: Irokesen, Lederjacken und Nieten, Nieten und nochmal Nieten. So hat die Band das Jahr 2015 als das Jahr der Nieten eingeläutete („year oft he studs“). „Stud your jacket! Stud your vest! Stud your face! […]. If you don’t wear studs FUCK YOU!“ singt Sänger Chris Pittman in den ihren selbstbetitelten Song Who Killed Spikey Jacket.

WKSJ? aus Boston gründeten sich 2011. Auf ihren Shows geht es wild umher. „For Punx only“ – so heißt es auf den Flyern zur Shows der Band. Es werden Feuerwerke gezündet, das Publikum übergießt sich mit Bier und die Band wird aus Clubs verbannt. Kein Wunder, dass sich WKSJ? nicht nur an der Ostküste einen absoluten Kultstatus erspielt hat.

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Nach einen Demo veröffentlichen die vier Nietenpunx ihr selbstbetiteltes Debut. Das Album enthält 9 Songs bei einer Spielzeit von knappen 15 Minuten. Die Platten wurde mittlerweile zum fünften Mal wieder veröffentlicht (3 x Total Fucker Records [USA], Voice From Inside Records [Ukraine] und Pogo 77 Records [Japan]).

Die Band beschränkt sich dabei auf schnellen Pogo-Punk, unüberhörbar beeinflusst von frühen UK-Bands aus den 80ern wie Partisan und Co. Mich erinnern sie außerdem stark an Blank 77.

WKSJ? sind drei Akkorde, ein schepperndes Schlagzeug und ein herausgekotzter Gesang. Das klingt jetzt alles nicht besonders und eher abwertend, aber eher das ist absolut nicht der Fall! Die Band weiß genau was sie macht. Die gut produzierten Songs handeln quasi alle über das Leben als Punk und sollen das Vorhandensein des „Punk-Attitudes“ verdeutlichen. Ich bin mir dabei nicht sicher ob die Band ihre Texte dabei stets wirklich ernst meint. Nieten, Irokesen und Bier trinken ist für die Band jedenfalls wie eine Religion die Punk-Rock heißt. Die Texte sind wohl zwischen scherzhaft und doch wirklich ernst, wenn ich mir die Bilder von WKSJ? so anschaue…eigentlich auch egal, denn ich kann darüber gut schmunzeln und auch mitsingen.

In ‚Spike your hair with Beer‘ geht es um’s Biertrinken und Haare stellen (oder bestenfalls, dass Haare stellen mit Bier), in ‚Police Truck‘ gegen die Polizei und in ‚Leather love Studs‘ über geliebte die mit Nieten verzehrte Lederjacke. Es wird quasi jedes gängige Klischee des Punks bedient. Die Songs und Lyrics sind dabei so prägnant, dass sie nach einmaligen hören schon hängen bleiben, so dass einen gar nichts anders übrig bleibt als die Scheibe wieder und wieder auf den Plattenteller laufen zu lassen. Auch das Cover gefällt und ist absolut stimmig zur Musik!

Es scheint, dass in den Staaten nach Bands wie The Casualties, The Virus, oder The Unseen wieder einmal zur einer „Chaos-Punk-Nieten-Irokesen-Welle“ kommt. Bands wie The Bad Engrish, The Potato Pirates, oder eben die Pioniere WKSJ? Sind jedenfalls extreme gefragt und angesagt.

Fazit: Ich kann für die Scheibe meine absolute Empfehlung aussprechen. Einziger Kritikpunkt ist, dass das Spektakel leider nach nur 9 Songs und 15 Minuten schon vorbei ist. Doch diese machen klar weshalb die Combo in den USA schon nach so kurzer Existenz Kult ist. Es bleibt so zu hoffen, dass die Band in der nächsten Zeit auch einmal außerhalb den Staaten auf Tour geht. Sobald es die Chance gibt WKSJ? live zu sehen werde ich jedenfalls meine alte Nietenjacke aus dem Schrank kramen!

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Anspieltipp: Spike Your Hair With Beer, Punks Dress Punk, Leather Loves Studs
Genre: Hardcore-Punk, Punk, Punk-Rock
Für Fans von: The Casualties, Partisans, Blank 77

Who Killed Spickey Jacket Band

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2015 als Solo-Projekt gestartet, ist AWAY FROM LIFE heute ein Team aus knapp 20 Freunden, die unterschiedlicher kaum sein könnten, jedoch durch mindestens diese eine Sache vereint sind: Der Leidenschaft für Hardcore-Punk. Diese Subkultur ist für uns kein Trend, sondern eine tiefverwurzelte Lebenseinstellung, etwas, das uns seit Jahren immer und überall begleitet. Hardcore-Punk bedeutet für uns, sich selbst zu entfalten. Dabei ist D.I.Y. für uns nicht nur eine Phrase: Wir probieren Sachen aus, lernen neues dazu und entwickeln uns weiter. Von der Szene für die Szene. Gerade deshalb hat es für uns oberste Prämisse, Personen aus dieser Subkultur zu supporten, die denken wie wir. Sei es Veranstalter, Labels oder Bands, unabhängig ihres Bekanntheitsgrad. Egal ob Hardcore-Kid, Punk, Skinhead oder sonst wer. Wir sind Individuen, einer großen Unity, die völlig zeitlos und ortsunabhängig existiert. AWAY FROM LIFE ist für uns ein Instrument diese Werte zu manifestieren und unser Verständnis für Hardcore-Punk auszuleben. Angefangen als reines Magazin, haben wir über die Jahre unser eigenes Festival, das Stäbruch, etabliert oder jüngst mit Streets auch eine Szeneplattform ins Leben gerufen, die für uns alle genutzt werden kann – genutzt für eine Sache, die uns verdammt wichtig ist: Hardcore-Punk!

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