ZSK Titel
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WTF Records

Wieder einmal hat sich eine der großen deutschsprachigen Punkbands im Münchener Backstage eingefunden und auch wirklich tolle Gäste mitgebracht. ZSK waren da und mit Elfmorgen und Sibbi Hier waren auch gleich noch zwei starke Vorbands am Start.

Elfmorgen Live

Den Reigen eröffnen durften Elfmorgen. Die sympathische Punkband aus Friedberg in der Wetterau ist auch schon gut 20 Jahre unterwegs. Mit ihrem politischen und kritischen Punkrock, der aber durchaus sehr melodisch und auch etwas poppig daherkommt, haben sie die Weichen für einen sehr guten Abend gestellt.

Danach war es dann spannend. Denn was würde Sebastian „Sibbi“ Hafner, seines Zeichens Sänger und Gitarrist von Itchy, mit seinem Soloprojekt Sibbi Hier so auf die Beine stellen? Ganz einfachgesagt: Punkrock mit deutschen Texten. Ich habe mich etwas an Das Ding (Kennt die noch wer?) erinnert gefühlt. Aber musikalisch hätte ich das so in die Richtung geschubst. Wenn ich das richtig verstanden habe, war das auch erst der zweite Auftritt, den die Band so abgeliefert hat, als wären sie schon 20 Jahre zusammen unterwegs. War ein super Anheizer für das, was zum Schluss folgen sollte. Vom Publikum wurde die Show auch sehr honoriert und mit zahlreichen Zugabe-Rufen bedacht. So kann man also als Vorband auch gefeiert werden.

Sibbi Hier Live

Doch nun kommen wir zur Hauptband des Abends: ZSK aus Berlin. Meiner Meinung nach die größte der „kleinen“ Punkbands. In ihrer Wichtigkeit für die Szene, den Kampf gegen Rechts und die Aufklärung der jüngeren Generationen, sind sie kaum zu übertreffen. Und das zeigte sich auch wieder an besagtem Abend.

Leider war das Backstage Werk diesmal nicht ausverkauft aber die geschätzt 500-700 Besucher hatten dennoch gute Laune und Joshi war auch ganz gut in Form, trotz berichtetem Besäufnis am Vortag. So wurde auch der eigene Kameramann nicht nach München mitgebracht. Dieser verschlief einfach mal die Abfahrt. Aber egal, es wurde kurzerhand Ersatz aus den anwesenden Fotograf*innen besorgt, und die erwählte Dame waltete auch gleich souverän ihres Amtes. Diese Spontanität auf allen Seiten ist einfach schön.

Zum Programm: Was ZSK außer ihrer unfehlbaren Ausrichtung und Einstellung noch haben ist eine Fülle an Hits. Und aus dieser Fülle dann ein Programm zusammen zu stellen, ohne immer das Gleiche zu präsentieren, ist schon auch eine Kunst. Klar, ich persönlich hätte gerne Jede Sekunde mitgesungen oder Küss die Faschisten, aber wenn da jeder seine Wunschsongs haben wollte, dann wären wir wohl vier Stunden beschäftigt gewesen. Außerdem ist es ja auch die Tour zum aktuellen Album Ende der Welt und deswegen sollte auch ausreichend Songs aus diesem gespielt werden. Und genau das haben ZSK auch super gemacht. Ende der Welt, Ich habe besseres zu tun oder auch Die Kids sind Ok, die Scheibe hat ja auch genug Hits zu bieten. Bei Stuttgart kam dann auch noch Gänsehautstimmung auf, aber dieser Song berührt einfach. Es ist so dermaßen gefühlvoll, was da zu Papier bzw. Tonband gebracht wurde.

zsk live
zsk live

Nach einem abwechslungsreichen Set war dann Schluss. Naja, natürlich noch nicht wirklich, denn da gab es ja was, was noch fehlte aber niemals fehlen darf. Also kamen die vier zurück auf die Bühne und spielten noch drei Zugaben. Eine davon war dann relativ überraschend für mich aber geil: Raum der Zeit von Wizo. Das hab ich noch nie gecovert gehört. Zumindest nicht live. Und dann stand ja da noch so ein Megaphon auf der Bühne rum. Völlig unbenutzt. Aber wer ZSK kennt, weiß ja, dass es nicht ohne Antifascista geht. Und das darf auch niemals fehlen. Somit bekam ein rundum genialer Abend seinen passenden Abschluss. Was soll ich noch sagen? Es war alles so, wie ich es brauche und sehen will. Pogo, Bier und gute Mucke. Alerta!

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