100 Kilo Herz sind aktuell in jedermanns Mund. Manche sprechen sogar schon von den neuen Feine Sahne Fischfilet.
Gitarrist Marco hat sich die Zeit genommen uns seine zehn Lieblingsalben vorzustellen:

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1Creedence Clearwater Revival – Willy And The Poor Boys

CCR waren die erste Musik an die ich mich bewusst erinnern kann. Die Platte von meinem Vater (damals gab es ja nur die eine AMIGA Platte) lief bei mir hoch und runter. Dagegen kamen die Beatles und die Rolling Stones nicht an.
Mit „Fortunate Son“ ist das wohl beste Lied aller Zeiten auf dem Album. Ich kann mich daran einfach nicht satt hören. John Fogerty zählt für mich zu den größten Komponisten der Weltgeschichte.

2Depeche Mode – 101

Mit Depeche Mode brachte mich mein Bruder erstmalig kurz vor der Wende in Berührung. Danach war nichts mehr wie zuvor. Diese Stimme, die Melodien. Phantastisch. 101 – ist für mich bis heute eins der besten Live-Alben.

3Nirvana – Unplugged in New York

1994 ereilte uns alle die bittere Nachricht von Kurt Cobains tragischem Tod. Ein knappes Jahr zuvor wurde das legendäre und MTV Unplugged aufgezeichnet. Eine Trauerfeier, die seines gleichen sucht. Bis heute eine absolute Gänsehaut-Platte mit einer herrlich verstimmten Gitarre von Kurt.

4The Living End – The Living End

Die nächste Offenbarung. Ich war bei den Hosen 1998 auf Tour und sah da erstmalig die Australier. Was für eine Show. Wie Chris Cheeney Gitarre spielt, dazu auch noch singt, während eines Solos eine Flasche Bier trinkt oder sein Gitarren-Solo auf dem Bass turnend spielt. Einfach nur herrlich. Dazu die geilen geshuffelten Rhytmen an Kontrabass und den Drums. Eine herrliche Mischung aus Psychobilly und Punkrock. Danach war das Hosen Konzert absolut sekundär. Was für eine Live-Band. Wenn Sie in Europa sind, bin ich mindestens einmal mit dabei. Absolute Pflichtveranstaltungen.

5Muff Potter – Bordsteinkantengeschichten

Ich bin eigentlich erst sehr spät zu Muff Potter gekommen und hatte sie bis zu Ihrer Auflösung auch nie live gesehen. Um so mehr hat es mich gefreut, dass sie jetzt wieder da sind. „Bordsteinkantengeschichten“ ist nicht zwingend das beste Album der Jungs aus Rheine, aber für mich mit Sicherheit das Emotionalste. Zum Einen befinden sich darauf der Song „100 Kilo“ der ja ausschlaggebend für unseren Bandnamen ist und zum Zweiten verbinde ich mit dem Album ein paar persönliche Dinge, die hier nicht weiter erörtert werden sollen.

6Flogging Molly – Druken Lullabies

Flogging Molly waren für mich die Entdeckung auf dem Highfield Festival 2008 – glaube ich. Sehr eingängige, absolut tanzbare irische Tanzmusik mit leichten Punkrock. Einfach nur eine unfassbare coole Liveband und mega sympathische Ausstrahlung.

7Broilers – Santa Muerte

Was soll ich zu den Broilers sagen. Haben sich lange lange Zeit entwickelt. Und mich immer wieder musikalische mitgenommen. Eine lange Liebe. 2005 haben Sie noch in meiner alten Heimat im Beatclub Dessau gespielt. Verrückte Zeit. Und danach kam die „Vanitas“ raus und der Durchbruch war da. Die Läden wurden größer, die Shows aber nicht weniger emotional und persönlich. Die „Santa Muerte“ bleibt bis heute in Dauerrotation auf meinem Plattenteller. Auf ihr ist einfach kein Ausfall. Das Ding läuft einfach durch und du willst jeden Song mitgröhlen.

8Body Count – Bloodlust

Ich fand die „Born Dead“ während meiner Crossover Zeit auch schon extrem stark. Wir haben das damals extrem hart gefeiert, genau wie Bands wie Dog Eat Dog, Clawfinger oder Biohazard. Leider wurde es dann etwas still um Body Count bzw. es kamen einige nicht erwähnenswerte Alben, aber mit „Bloodlust“ war der wütende Ice-T wieder da. Megastarkes Album. Die Gitarrenlinie von „This Is Why We Ride“ bleibt ewig im Ohr.

9Rogers – Augen auf

Ich hätte jedes beliebige Rogers Album nehmen können, da jedes Album echte Highlights hat, aber leider auch immer ein paar schwächere Nummern. Ich habe mich dann für „Augen auf“ entschieden, weil Songs wie „Nie euer Land“, „Einen Scheiß muss ich“ oder „Unter Tränen“ einfach genial sind. Die Rogers zählen auf jeden Fall zu dem Besten, was unsere deutschsprachige Musikszene aktuell her gibt.

10Tausend Löwen unter Feinden – Machtwort

Ich hatte das erste Mal bei meinem Tättowierer von den Jungs gehört, damals von der Split mit „Lastlight“. Daraufhin hatte ich mir sofort die „Machtwort“ bestellt und sie nicht mehr aus dem Gehörhang bekommen. Allein das Intro von „Alpha“ ist so mächtig. In diesem Jahr hatten wir dann die Ehre mit den Jungs in Vechta spielen zu dürfen. Megasympathisch. Was soll ich sagen, das perfekte Schlusswort: „Ich bleibe jung bis zum letzten Tag“.

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